Rede an die Nation - der Jahresrückblick 2025

Heute Nacht habe ich davon geträumt, eine Weihnachtsrede an die Nation halten zu müssen. Welche Botschaft würde man gern rüberbringen, welche Themen würde man ansprechen und welche nicht? Deutschland ist gespalten wie nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Wir stecken in einer Wirtschaftskrise und die Menschen haben Angst um ihren Wohlstand. Es sind so viel Kriege wie schon lange nicht mehr ausgebrochen. 

 

Weihnachtsansprache - zum Glück nur geträumt!

  

Zum Glück nur eine KI-gestützte Inspiration ...

Wie froh konnten wir bisher sein, dass wir uns seit den achtziger Jahren Gedanken über Abrüstung machen konnten. Wir lebten in Friedenszeiten in Saus und Braus. Die Wehrpflicht wurde abgeschafft. Wir ruhten uns auf unseren wirtschaftlich ertragsreichen Lorbeeren aus. Diese Zeit ist vorbei. Das Wettrüsten hat wieder begonnen. Millarden werden für Rüstung weltweit ausgegeben und trotzdem gibt es noch Gebiete, in denen Menschen verhungern, weil sie nichts zu essen und trinken bekommen. Immer wieder stellte ich mir die Frage, ob wirklich noch ein Soldat daran glaubt, dass wir Konflikte mit Menschen und Panzern im Feld entscheiden werden. Kriege werden mit Drohnen und Cyberangriffen gewonnen. Fake-News und Propaganda gehören dazu. Ich möchte keinen Krieg erleben, immer in Angst, dass gleich im Haus die nächste Bombe oder Kamikaze-Drohne einschlägt.  

Noch leben wir hier im Frieden und vor allem in einer Demokratie, in der Du Deine Meinung frei äußern kannst. Auch das ist ein Gut, dass wir ständig schützen und uns bewahren müssen. Du musst hier keine Angst vor dem Nachbarn oder Arbeitskollegen haben, dass der Dich abhört oder bespitzelt. Ich würde an die Menschen in Deutschland appellieren, dass sie einfach mal ihren Luxus und Wohlstand hier im Lande zu schätzen wissen und nicht gleich anfangen zu meckern, wenn etwas anders als gewohnt läuft. 

Die russische Besatzung in der Ukraine dauert jetzt schon seit Februar 2022 an und jährt sich im Februar zum vierten Mal. Der Gaza-Krieg hält seit dem 07.10.2023, als die Hamas tausende Israelis auf Festivals angegriffen, ermordet und verschleppt haben, an. Alle diplomatischen Friedensversuche bei beiden Kriegen sind bisher gescheitert. Auch Thailand und Kambodscha liefern sich im Grenzgebiet militärische Auseinandersetzungen. Im Sudan herrscht Bürgerkrieg zwischen der Militärregierung und der RSF. Viele Menschen sind auf der Flucht und haben alles aufgegeben, was sie hatten. Und US-Präsident Trump lässt vermeintliche Drogenboote vor Venezuela beschießen und Öltanker kidnappen. Damit will er den venezuelanischen Präsidenten Maduro zum Rücktritt zwingen. Auch dem Iran droht Trump. Hier hat er bereits die vermeintlichen Fabriken weggebombt.  

Für uns persönlich war 2025 eher ein schönes Jahr. Wir haben drei Urlaube in Garmisch, Südfrankreich und Andalusien gemacht, sind weitestgehend gesund geblieben, haben keine Schicksalsschläge erleiden müssen. Zahlreiche schöne Wochenenden mit unserem WoMo Karlchen konnten wir im Sommer erleben. Freund Lothar hat sich wieder ins normale Leben nach überstandener Krebserkrankung zurückgekämpft. Meinem Herzen geht es gut und wir haben uns in unserer neuen Wohnung eingelebt und fühlen uns dort sehr wohl. Es ist wieder Seelenfrieden in unser Leben eingekehrt und das tut uns beiden extrem gut, auch wenn mich manchmal noch die Ungerechtigkeit unseres ehemaligen Vermieters Herrn Ahmadi quält. Das alles wissen wir sehrwohl immer wieder zu schätzen.  

Sind wir mit der Politik der jetzigen Regierung zufrieden? Im Grundsatz finde ich den Kurs der Schwarz/Roten-Koalition richtig. Wir müssen einerseits die Zuwanderung begrenzen und straffällige Migranten ausweisen, andererseits müssen wir aber auch ein weltoffenes Land sein, das verfolgten Menschen eine Bleibe bietet. Das ist ein schwieriger Tanz auf dem Drahtseil.

Die Rentenreform wird Anfang 2026 noch ein sehr kniffliges Thema, die Digitalisierung muss stärker vorangetrieben werden. Dass die Wehrpflicht wieder eingeführt werden muss, finde ich bedauerlich aber bei der Aufrüstung sicherlich notwendig. Außenpolitisch ringt man seit Jahren um Einigkeit innerhalb der EU. Das ist durch den Ukraine-Konflikt noch wichtiger geworden.  

Und vor allem müssen die Menschen wieder zur Politik der Mitte vereint werden. Die Politik muss sich wieder für die Menschen im Land interessieren und ihnen zuhören, ihre Sorgen und Nöte verstehen und darauf eingehen. Das macht man nicht, wenn man den Strompreis nur für Unternehmen senkt. In Sachsen-Anhalt und Mecklemburg-Vorpommern finden in 2026 Landtagswahlen statt. Ich befürchte, dass die AfD hier die Regierungen übernehmen wird. Das wird ganz schlimm und unerträglich, aber natürlich leben wir in einer Demokratie und solange die AfD nicht als rechtsextrem verboten wird, müssen wir das Wahlergebnis akzeptieren und ertragen.

Unser Motto 2026: 

"Für ein respektvolles und interessiertes Miteinander ..."     



 

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