Andalusien 2025: Frigiliana, Nerja, Ronda, Setenil de las Bodegas, Granada
12.11.2025 - Granada und die Alhambra
150 km waren es von Mijas, deshalb fuhren wir morgens auch schon kurz nach 8.00 Uhr los. Wir wechselten uns auf der Autobahn ab, auch weil meine Hustenanfälle immer heftiger wurden.
Wir waren etwas überrascht, dass die Alhambra nicht im Zentrum von Granada lag. Die Parkplätze waren noch einigermaßen leer. Als erstes orientierten wir uns. Zu Fuß gingen wir dann in den orientalischen Stadtteil Albaicin, dem ältesten Stadtviertel Granadas. Allein hier gibt es fünf prächtige Kathedralen. In einem Café tranken wir einen Kaffee und bestellten Churros mit Chocolate dazu. Dann bummelten wir durch die Altstadt. Einen Blick auf das Gesamtensemble der Alhambra erhielten wir nicht. Durch Basare, Kirchen und Palmen entlang führte uns unser Weg dann zur Bushaltestelle der Linie C32, die uns wieder hinauf zur Alhambra bringen sollte. Wir waren uns einig, dass man hier in Albaicin noch viel mehr entdecken könnte.
Obwohl wir erst einen Slot zum Besuch der Palacios Nazaries um 14.30 Uhr hatten, gingen wir schon um 13.00 Uhr auf das Gelände der Alhambra. Es war unterteilt in wunderschön angelegten Garten und den Palästen. Von außen sahen die Paläste und Türme sehr schnorkellos aus, quadratisch, praktisch, gut erhalten, aber irgendwie wenig fotogen. Und es gab kein zusammenhängendes Ensemble. Ich hatte mir riesige Räume mit Möbeln und Kunstschätze im Inneren vorgestellt.
Überall wurde Dein Personalausweis abgescannt. Wir mussten in einer langen Schlange warten. Dann ging es hinein in die Palacios Nazaries. Es waren kleine, hohe Räume, die mit unzähligen Fliesen und Innenschriften verziert waren. Selbst die Decken waren ein einziges Kunstwerk für sich. Man wurde von Palast zu Palast geführt. Viele Frauen mit Kopftuch waren hier zu sehen. Zwei sogar mit Burka. Das verwundert nicht wirklich, denn es ist ja ein islamistisches Bauwerk, erschaffen von den Herrschern Nordafrikas. Mir macht diese Vollvermummung Angst.
Die Räume waren leer, ohne Möbel, Bilder oder Kronleuchter. Wasserbecken waren häufig zu sehen. Am beeindruckendsten war der Löwenpalast mit seinem Brunnen und den drumherum stehenden Löwen. Wenn man sich überlegt, dass diese Steine über 700 Jahre alt sind. Wahnsinn wie gut erhalten die Gemäuer sind. Wir beiden Kulturbanausen waren nach 40 Minuten schon am Ausgang, aber wir entschieden uns, doch noch einen Blick in die Alcazaba, dem vorgelagerten Bollwerk des Komplexes zu werfen. Das war ein schöner Abschluss eines sehr kulturintensiven Tages. Danach gingen wir zum Parkplatz und Tini chauffierte uns sicher nach Hause.
150 km waren es von Mijas, deshalb fuhren wir morgens auch schon kurz nach 8.00 Uhr los. Wir wechselten uns auf der Autobahn ab, auch weil meine Hustenanfälle immer heftiger wurden.
Wir waren etwas überrascht, dass die Alhambra nicht im Zentrum von Granada lag. Die Parkplätze waren noch einigermaßen leer. Als erstes orientierten wir uns. Zu Fuß gingen wir dann in den orientalischen Stadtteil Albaicin, dem ältesten Stadtviertel Granadas. Allein hier gibt es fünf prächtige Kathedralen. In einem Café tranken wir einen Kaffee und bestellten Churros mit Chocolate dazu. Dann bummelten wir durch die Altstadt. Einen Blick auf das Gesamtensemble der Alhambra erhielten wir nicht. Durch Basare, Kirchen und Palmen entlang führte uns unser Weg dann zur Bushaltestelle der Linie C32, die uns wieder hinauf zur Alhambra bringen sollte. Wir waren uns einig, dass man hier in Albaicin noch viel mehr entdecken könnte.
Obwohl wir erst einen Slot zum Besuch der Palacios Nazaries um 14.30 Uhr hatten, gingen wir schon um 13.00 Uhr auf das Gelände der Alhambra. Es war unterteilt in wunderschön angelegten Garten und den Palästen. Von außen sahen die Paläste und Türme sehr schnorkellos aus, quadratisch, praktisch, gut erhalten, aber irgendwie wenig fotogen. Und es gab kein zusammenhängendes Ensemble. Ich hatte mir riesige Räume mit Möbeln und Kunstschätze im Inneren vorgestellt.
Überall wurde Dein Personalausweis abgescannt. Wir mussten in einer langen Schlange warten. Dann ging es hinein in die Palacios Nazaries. Es waren kleine, hohe Räume, die mit unzähligen Fliesen und Innenschriften verziert waren. Selbst die Decken waren ein einziges Kunstwerk für sich. Man wurde von Palast zu Palast geführt. Viele Frauen mit Kopftuch waren hier zu sehen. Zwei sogar mit Burka. Das verwundert nicht wirklich, denn es ist ja ein islamistisches Bauwerk, erschaffen von den Herrschern Nordafrikas. Mir macht diese Vollvermummung Angst.
Die Räume waren leer, ohne Möbel, Bilder oder Kronleuchter. Wasserbecken waren häufig zu sehen. Am beeindruckendsten war der Löwenpalast mit seinem Brunnen und den drumherum stehenden Löwen. Wenn man sich überlegt, dass diese Steine über 700 Jahre alt sind. Wahnsinn wie gut erhalten die Gemäuer sind. Wir beiden Kulturbanausen waren nach 40 Minuten schon am Ausgang, aber wir entschieden uns, doch noch einen Blick in die Alcazaba, dem vorgelagerten Bollwerk des Komplexes zu werfen. Das war ein schöner Abschluss eines sehr kulturintensiven Tages. Danach gingen wir zum Parkplatz und Tini chauffierte uns sicher nach Hause.
| Der Löwenpalast der Alhambra |
| Im Garten der Palacios Nazaries |
11.11.2025 - Schöne Strände vor Marbella
Es sollte ein Entspannungstag werden. An diesem Morgen frühstückten wir sogar auf unserer Terrasse in der Sonne. Es gab Rührei mit Bacon.
Tanja hatte uns einen schönen Strand in 25 km Entfernung rausgesucht. Den Playa de Cabopino kurz vor Marbella steuerten wir zielstrebig an. Über Holzpfade ging es vom kostenlosen Parkplatz zum Strand. Hier standen keine Hochhäuser und ein kleiner Hafen grenzte direkt an. Hier lagen wenige Menschen mit uns, einige zogen ganz blank. Das Wasser war leider schon zu kalt zum Baden, zumindest für uns. Hier lagen wir ein paar Stunden in der Sonne mit Musik auf den Ohren und ließen es uns richtig gut gehen. Dieser Strand war wirklich sehr schön.
| Wunderschöner Strand: Playa de Cabopino |
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| So leer wird es im Sommer sicherlich nicht sein! |
Dann ging es noch zu einem zweiten Strand vor Marbella. Auch der war echt schön und ohne vollgepflasterte Hochhäuser. Am Ende kehrten wir nochmal in unsere Strandbar vom ersten Tag ein, um eine Kleinigkeit zu essen. Die Pommes waren sehr lecker, der Wrap ging so.
Weiter ging es zum Einkaufen, denn wir brauchten für unser gegrilltes Rinderfilet noch eine Steaksauce. Das scheint aber wieder ein deutsches Phänomen zu sein. Weder bei Lidl noch bei Carrefour gab es eine Steaksauce, also nahmen wir eine Chilisauce mit.
Das Rinderfilet war auf den Punkt genau medium gegrillt. Perfekt. Das Gemüse war noch bissig. Die Sauce war so middel zum Fleisch, aber es schmeckte trotzdem köstlich.
10.11.2025 - Ronda und die weißen Dörfer
Morgens irrten wir durch Mijas, bevor wir die richtige Landstraße gefunden hatten. Ein Teilstück dieser Straße sollte landschaftlich wunderschön durch die Berge führen. Mir ging es irgendwie überhaupt nicht gut. Ich hatte Magenschmerzen und die wurden immer schlimmer. Tanja fuhr weiter und ich musste mich um mich selber kümmern. An einem Parkplatz hätte ich mir fast die Finger in den Hals gesteckt, doch dann wurde mir besser.
Die Straße schlängelte sich an den Bergen entlang. Sie war gut ausgebaut und wenig befahren. Diese endlose Weite kannten wir aus Südamerika. So weit das Auge reichte wurden hier Oliven angebaut. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wechselte von 40-90 km/h immer hin und her. Tanja fand Gefallen daran, durch die Kurven mit unserem CR7C3 Aircross zu düsen. Und das machte sie auch richtig gut!
In Ronda parkten wir in einem sehr zentralen Parkhaus, das total eng und düster war. Von dort waren es nur wenige Meter bis zur Puente Nuevo, der neuen Brücke. Unter ihr liegt eine beeindruckende Schlucht mitten in der Stadt. Selbst jetzt tummeln sich noch die Touristen-Massen. Es ist eben ein Hot Spot, der auf keiner Andalusien Reise fehlen darf. Wir wollten auf die gegenüberliegende Seite, um von dort noch Fotos zu machen. Also machten wir einen kleinen Rundgang durch die Altstadt. Terrassenförmig war der Park gegenüber der Brücke angelegt. Hier waren schon deutlich weniger Touristen.
| Puente Nuevo in Ronda |
Der Hunger trieb uns danach in eine der vielen Restaurants. Eigentlich wollten wir ein paar Tapas essen, aber dann teilten wir uns eine Pizza. Auch lecker und noch echt bezahlbar, auch die Getränke. Für eine Cola Zero 0,3l zahlten wir 2,80 €.
Dann ging es weiter nach Setenil de las Bodegas, einem weißen Dorf, das in den Felsen hineingebaut wurde. Wir fanden zuerst den ausgeschilderten Parkplatz nicht. Doch dann machten wir einen kleinen Rundgang durch das Dorf. In einem Serrano-Schinken-Laden trank Tanja noch ein Glas Rotwein und ich ein Bier, dazu gab es ein Baguette mit frischem Schinken. So lecker. Danach entdeckten wir auf der anderen Seite noch die Restaurants, die bis späten Nachmittag noch in der Sonne lagen.
| Restaurant im Fels in Setenil de las Bodegas |
Dieser Abstecher hatte sich echt noch gelohnt. Die Rückfahrt war zäh und dauerte knapp zwei Stunden. Tanja fuhr die ganze Strecke durch die Berge und dann stürmten wir auch noch in den Feierabend-Verkehr hinein. Ich frag mich echt wie es hier im Hochsommer ist. Der Verkehr muss dann ja total zusammenbrechen.
09.11.2025 - Mijas, Frigiliana und Nerja
Der Tag begann früh mit einem Nescafé Gold vor Sonnenaufgang. Ich hatte über 8 Stunden geschlafen. Auch Tanja war früh hoch, so dass wir nicht wie geplant in der Sonne auf unserer Terrasse frühstücken konnten. Dafür war es zu früh!
Es ging morgens kurz nach Mijas rein. Ein wirklich entzückendes Örtchen, welches noch im Schlaf lag. Viele Restaurants und Bars, Souvenirläden und Pferdekutschen prägen den großen Platz vor der Touristeninfo. Dahinter verbirgen sich schmale, niedliche Gassen mit kleinen Geschäften. Viele Treppen führen hinauf, alle sind bunt bemalt. Hier wollten wir auf jeden Fall nochmal etwas essen gehen.
| Für nichts zu schade ... hi hi! |
| Unser Basislager: das Bergdorf Mijas |
Dann ging es zum Auto und ins 90 km entfernte weiße Dorf Frigiliana. Unterwegs sahen wir von der Autobahn wieder die häßlichen Bausünden am Wasser. Man nennt es auch „Steilzi del Mar“, ein Ghetto neben dem anderen am Meer. Dabei ist die Landschaft im Hinterland total schön. An den Hängen der Berge werden verschiedenes Obst und Gemüse angebaut, von Wein bis Mangos und Zitrusfrüchte.
Frigiliana liegt wie Mijas in den Bergen. Alle Häuser sind weiß getüncht und strahlen in der Sonne mit dem blauen Himmel. Ganz zauberhaft schön wirkt es auf uns, stilvoll und rein. Alle Gassen sind herausgeputzt und laden zum Schlendern ein. Hier liegt nirgendwo Müll rum. Obwohl hier im November noch viele Touristen unterwegs sind, haben schon einige Restaurants geschlossen. Das Dorf ist absolut sehenswert und der Blick ins Tal wunderschön. Überall sind an den Häusern halbe Blumentöpfe mit Pflanzen angebracht, die bunt bemalt sind. Ein toller Anblick.
| Frigiliana - das weiße Dorf |
Weiter ging es ins Kleinstädtchen Nerja. Hier waren noch mehr Menschen unterwegs. Uns fast schon wieder zu viele. Wir fanden mit Glück einen sehr zentralen Parkplatz und mussten nur wenige Meter zum Balcon de Europa gehen. Hier tummeln sich Touris, Straßenmusiker und Einheimische. Die Restaurants sind voll und es gibt eine Menge Eisdielen. Unten am kleinen Strand zwischen der Steilküste badeten sogar ein paar Hartgesottene.
| Balcón de Europa in Nerja |
| Badebucht in Nerja |
Danach fuhr uns Tanja sicher wieder nach Hause. Am frühen Abend gingen wir tatsächlich nochmals nach Mijas, um dort etwas zu essen. Tanja hatte uns ein gut bewertetes Restaurant ausgesucht. Mit dem Service war sie nicht zufrieden, das Essen war aber echt lecker. Wir teilten uns einen Hähnchenspieß in Honig-Senf-Sauce und ein Rinderfilet, beides mit Gemüse und Ofenkartoffel.
Und zum Abschluss gab es noch ein Eis aus dem Supermarkt, da keine Eisdiele mehr geöffnet hatte.
08.11.2025 - Flug nach Málaga
Mitten in der Nacht wurden wir von Volker zum Flughafen gefahren. Es klappte alles perfekt: Gepäckaufgabe, Sicherheitskontrolle, Boarding. Der Flug dauerte 3:05 h und verlief sehr ruhig.
Der Shuttle zur Autovermietung ließ etwas auf sich warten, aber auch da ging alles reibungslos. Wir fuhren mit einem weißen Citroen C3 Aircross vom Hof, der erst 12.000 km auf der Uhr hatte.
Wir hatten noch ein bisschen Zeit und fuhren deshalb direkt am Meer die Küste entlang. Man mag sich nicht ausdenken, wie schrecklich es hier im Sommer sein muss. Eine Hotelburg jagt die andere, ein Hochhaus reiht sich an das nächste. Es ist alles so eng bebaut, dass man sich wie in Steilshoop fühlt. Selbst zwischen den Orten ist kein Platz, sondern der Übergang ist fließend. Überall ist alles voll von Geschäften oder Fast Food-Restaurants. Fast überall ist nur 30 km/h erlaubt und ein Kreisel folgt dem nächsten.
Das Wetter war sehr schön. Die Sonne strahlte bei 23 °C, aber es stürmte. In Fuengirola fanden wir ein nettes Café, wo wir ein Sandwich mit einem Café con leche trinken konnten.
Danach ging es zum Einkaufen zum Carrefour und anschließend zur Wohnung, die in Mijas lag. Der Ort liegt nur ca. 8 km vom Meer in den Bergen. Hier gibt es keine Hochhäuser mehr und alle Häuser sind weiß gestrichen. Pueblo blanco, das weiße Dorf. Die Wohnung mit schöner Terrasse ist super. Auf 60 qm ist alles da. Perfekt.
Wir sind total erledigt, kochen noch eine ehrliche Nudel, gucken noch ein romantisches Drama, und fallen dann schon gegen 21 Uhr ins Bett. Buenos Noches!

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