Andalusien 2025: Caminito del Rey, Málaga, Gibraltar, Mijas (Costa)



Alte Brücke des Caminito del Rey



17.11.2025 - Letzter Tag in Andalusien
Die Sonne sollte vom Himmel lächeln, aber es regnete. Erst fuhren wir nach Benalmadena Pueblo, wo wir unser Auto für sage und schreibe 1,35 € pro Liter Normalbenzin volltankten. Dann ging es weiter nach Benalmadena Costa. Hier gab es eine orientalische Hafencity mit einem Hafen. Alles nicht hübsch, aber modern. Dort kaufte Tanja noch zwei Corona-Test. Einen davon benutzte ich sofort im Auto. Testergebnis negativ.
 
Nette Strandbude in Mijas (Costa)
  
Hafencity auf orientalisch in Benalmadena

Wir fuhren weiter nach Mijas Costa, wo wir sehr lecker indisch essen waren. Und anschließend gab es noch einen Drink an der Strandbude. Es war ganz schön stürmisch, Wellen peitschten an den Strand.



16.11.2025 - Gibraltar und Mijas (Costa)
Die britische Halbinsel lag eine gute Autostunde von uns entfernt. Der Tag begann ohne Regen und ließ einiges an Sonne versprechen.

Wir parkten unser Auto am Straßenrand. Tini besorgte irgendwie noch ein Ticket aus diesem defekten Automaten. Ungefähr 700 m waren es bis zur Grenze. Ich war schon wieder schweißgebadet, aber man ließ mich trotzdem einreisen. Gleich bei der Startbahn des Flughafens wurden wir wieder gestoppt, denn wir mussten erst ein Flugzeug starten lassen. Danach ging es über die Rollbahn.

Es war Sonntag und so hatten die meisten Geschäfte geschlossen. Einige hatten aber geöffnet und die Bars, Cafes und Restaurants sowieso. Es wirkte alles eng und vieles auch nicht schön. Wir schlenderten über die Main Street, gerieten dann in einen heftigen Regenschauer. Der Affenfelsen sollte seit 2024 Eintritt von 25 Pfund kosten. Das war uns das nicht wert und so drehten wir etwas enttäuscht um. 
 
Der Affenfelsen von Gibraltar

Über das Rollfeld führt der Weg in die City

Gibraltar Mainstreet

Wir überlegten ernsthaft, ob wir noch nach Tarifa weiterfahren sollten, aber es sah nach Regen aus und war schon spät. Also ging es alternativ nach Estepona, wo sogar Ronaldo ein Haus haben soll. Angeblich sollte dieser Ort noch seine Ursprünglichkeit in Teilen bewahrt haben. Für uns war davon nichts zu sehen. Neben dem Hafen hatten sich doch tatsächlich einige WoMos zusammen gefunden.

Ich suchte uns eine gut bewertete Pizzeria in Mijas Costa raus. Am Strand schien plötzlich die Sonne und wir tranken an einer ganz einfachen Strandbude ein großes Bier bzw einen Wein. Das war wunderschön in der Sonne! Tanja war schnell begeistert und wäre da noch gern versackt. Ich wollte zur Pizzeria.

Und dann war es so nett und lecker im Ristorante Capri, dass wir vollkommen aus dem Häuschen waren. Beide Pizzen waren spitze und das Tiramisu sooo lecker! Sehr zu empfehlen. Total satt und glücklich fuhren wir in unser weißes Bergdorf hinauf. Tanja gab Stoff und kannte keine Geschwindigkeitsbegrenzung mehr. Aber da wird auch nicht geblitzt. Hoffentlich.

Abends ging es mir immer schlechter. Der fiese Husten kam zurück und ich musste mir wieder eine Ibu einwerfen. Scheiße.



15.11.2025 - Málaga
Heute sollte hier bei strömenden Regen ein Cross Marathon stattfinden. Ich hatte immer noch ziemlich starken Husten, fühlte mich sonst aber schon etwas besser.

Wir fuhren ins 30 km entfernte Málaga. Hier oben in den Bergen war die Sicht sehr eingeschränkt. Am Wasser klarte es dann auf. Auch der Regen ließ nach. Wir parkten ganz entspannt in einer zentralen Tiefgarage. Von dort waren es nur wenige hundert Meter zur alten Markthalle, die wir uns gern anschauen wollten. Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch gab es im Übermaß. Es war wahnsinnig voll, natürlich tummelten sich auch viele Touristen wie wir sich hier rum. Auffällig war aber, dass wir ausschließlich Spanier die kleinen Stände betrieben. Das wäre bei uns in Deutschland anders gewesen.
 
Die alte Markthalle in Málaga

Futuristische Hafenpromenade

Römische Ausgrabungen im Zentrum von Málaga

Am Rande waren Tische mit Hochstühlen aufgestellt, wo man was essen konnte. Diese Gelegenheit ließen wir uns nicht entgehen und bestellten einen Garnelen- und einen Thunfischspieß mit Pimientos de Padron. Lecker. Dann ging es zum Hafen, wo drei unglaubliche Yachten lagen. Futuristisch wurde die Promenade überdacht. Ein kleiner Handwerkermarkt war dort aufgebaut. Erst danach ging es durch die Altstadt mit Abschluss in der so vielfach gut bewerteten Picasso Tapas Bar, die uns nicht ganz überzeugte.





14.11.2025 - Caminito del Rey
Morgens regnete es noch immer. Heute hatten wir Tickets für den Caminito del Rey. Ich muss das irgendwie schaffen. Es ist für mich das Highlight unserer Andalusien-Tour. 
 
Der Wanderweg führte ...

... durch die atemberaubende Schlucht!

Durch diese wunderschöne Natur hindurch!

Es war einfach großartig, faszinierend, einfach geil! Das war ein so cooler Trail durch diese atemberaubende Schlucht und drumherum toller Landschaft. Es hörte rechtzeitig auf zu regnen, war nicht zu voll, die Ticketverkäufer, Aufpasser und Guides waren entspannt drauf. Und dieser Weg am Felsen in schwindelerregender Höhe ist der Hammer! Über uns kreisten die ganze Zeit riesige Vögel. Es waren Gänsegeier mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,5 m. Zum Vergleich: der Andenkondor hat eine Flügelspannweite von 3,20 m.

Insgesamt 10 km waren wir unterwegs. Wenn man vor und nach dem Trail je 1,5 km abzieht, dann erstreckt sich der Pfad tatsächlich auf ungefähr 7 km Länge. Vor der Restaurierung im Jahre 2015 sind hier Touristen ohne Geländer über diesen Klettersteig gelaufen. Das hätten wir sicherlich nicht gemacht. Aber so lange liegt das noch gar nicht zurück. 
 
Faszinierender Wanderweg!

Der Caminito del Rey wurde zwischen 1901 und 1905 ursprünglich als Zugangsweg für die Arbeiter der beiden Wasserkraftwerke Salto del Gaitanejo und Salto del Chorro gebaut. Seinen Namen erhielt der Weg im Jahr 1921, als König Alfons XIII. ihn zur Einweihung eines nahegelegenen Staudamms persönlich durchschritt. Über Jahrzehnte hinweg verfiel der Weg und wurde zu einem extrem gefährlichen Pfad, der Abenteurer anzog. Nach mehreren tragischen Unfällen wurde er geschlossen, aufwendig renoviert und 2015 als sichere Touristenattraktion wiedereröffnet.

Ich hatte es trotz Corona geschafft und war mega glücklich. Am Ausgang gaben wir unsere Helme ab und tranken Wein und Bier mit Pommes. Jetzt regnete es wieder und wir hatten unsere neuen Ponchos schon übergeworfen. Egal, wir hatten in der Schlucht einen regenfreien Slot erwischt.

Tanja fuhr die Strecke von ca 60 km nach Mijas zurück. Dort kauften wir noch Spaghetti und Champignons ein, um uns noch eine ehrliche Nudel zu kochen. Und die war dann auch verdammt lecker!



13.11.2025 - Krankenzimmer Mijas
Unglaublich! Jahrelang bin ich nicht einmal krank und jetzt hat es mich auch noch mit Corona erwischt, nachdem ich zu Hause schon zwei Wochen mit Durchfall zu kämpfen hatte.

Der Tag ist schnell erzählt. Es war total diesig draußen. Mir ging es nicht gut. Mittags machten wir uns fertig, um ein paar Tapas im Zentrum von Mijas essen zu gehen. Viel geschmeckt habe ich zwar nicht, aber es war doch irgendwie ganz lecker. Wichtig war es, einfach mal raus zu kommen und den Kreislauf anzukurbeln.

Dann sind wir wieder zurück und guckten unsere spannende Serie „Lioness“ weiter. Abends begann es dann doll zu regnen.

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