Südfrankreich 2025: La Londe-les-Maures und wieder zurück
01.10.2025 - Letzter Tag in Hyeres
Ein bisschen Wehmut lag in der Luft. Das gefällt uns beiden hier schon richtig gut. Wir haben die Verdonschlucht gegen ein paar herrliche Tage am Meer eingetauscht. Direkt am Strand zu übernachten war nochmal der Hammer! Das ist genau die Camper-Freiheit, die wir lieben!
Heute geht es nun Richtung Heimat zurück. Hoffentlich hält Karlchen durch. Wir wollen heute noch ca 200 km fahren und ihn mal testen.
Schweren Herzens verließen wir nach einem letzten Burger-Menü bei der Strand-Pommesbude unseren Lieblingsstrand. Wir radelten zu Karlchen zurück, packten alles zusammen, und los ging’s. Wir waren beide voller Wehmut und etwas angespannt. Wir hatten hier noch zwei herrliche Strandtage mit ganz viel Baden erlebt. Das war großartig!
Glasklares Wasser am Plage La Bergerie 
An unserer Pommes-Bude
Auf dem Hinweg hatten wir so viele Entsorgungsmöglichkeiten auf der Autobahn gesehen, jetzt kam keine einzige. In Cavaillon fuhren wir deshalb ab und entsorgten das WoMo vor einem Campingplatz. Danach ging es durch die schöne Provence nach Roussillon ins Colorado Provencal. Hier gab es für 15 € die Nacht einen Stellplatz ohne Entsorgung. Karlchen hielt durch und es tropfte jetzt kein Öl mehr.
30.09.2025 - Noch ein Strandtag
Der Tag ist schnell erzählt. Morgens machten wir uns Rührei mit Bacon. Dann flog eine Monsterdrohne über unserem Karlchen. Wir hatten schon Angst, dass wir dadurch ein Ticket hier am Strand bekommen, denn natürlich darf man hier im Naturschutzgebiet nicht übernachten. Die Höhenbegrenzungen an der Straße waren aber geöffnet.

Wild-Camping am Plage des Estagnets
Obwohl es hier am Plage des Estagnets nicht windig war und auch sehr einladend aussah, fuhren wir mit den Rädern zu unserem Lieblingsstrand La Bergerie. Dort lagen wir bis 17.00 Uhr in der Sonne und badeten wieder herrlich. Es war der wärmste Tag. Auf dem Rückweg zum WoMo fuhren wir verbotenerweise auf einen Campingplatz, um dort unter die Dusche zu springen. Hat super geklappt!
Abends durften wir noch einen tollen Sonnenuntergang an unserem Strand erleben. Danach gab es noch Tomate-Mozzarella und ein Stück Baguette. Fertig.
29.09.2025 - Beachtag am Plage La Bergerie
Ich hatte schlecht geschlafen, hatte mir Sorgen um Karlchen gemacht. Und ich hatte entschieden, dass wir in eine Werkstatt fahren, um das Getriebeöl überprüfen zu lassen. Unsere Campingplatz-Besitzer fragten wir nach einer Garage in der Nähe. Dort fuhren wir hin und wurden abgewiesen. Als Tipp wurde uns „Camping Car Avenir“ in Hyeres genannt. Die öffneten aber erst am Dienstagmorgen wieder. Trotzdem fuhren wir da einmal hin. Der Motor war inzwischen warm, aber es tropfte gar nichts mehr. Wir legten bei jedem Stopp unsere zusammengefaltete Schüssel mit Zewa unter. Nichts, wirklich kein Tropfen Öl.
So parkten wir das WoMo in einer Parkbucht an der Hauptstraße und fuhren mit den Rädern zum Strand La Bergerie. Heute war es windstill und etwas wärmer. Wir konnten hier so wunderschön baden. Es war ein ganz toller Beachtag, den wir an diesem schönen Strand noch erleben durften. Wir hatten beide echt viel Sonne getankt und erst gegen 16.30 Uhr machten wir uns vom Strand auf.
An der Hauptstraße war es sehr laut. Wir hatten zwar einen guten Platz, aber Tanja hatte die Idee, für einen Sundowner mit Karlchen an den Strand zu fahren. Dort wo die Kiter bei Wind surfen standen schon über 20 Wohnmobile. Wir reihten uns ein und genossen einen super schönen Sonnenuntergang. Und wir entschlossen uns, die Nacht hier zu bleiben. Am Ende standen hier noch mindestens 15 WoMos. Wir konnten sehr gut schlafen und es kam auch keine Polizei mehr.
28.09.2025 - Radtour nach Le Lavandou
An diesem Sonntag holten wir bei einer sehr stylischen Bäckerei La Station unser Baguette. Das schmeckte auch hervorragend. Dann machten wir uns auf zur Radtour nach Bormes-les-Mimosas, einem süßen Bergdorf hier in der Nähe. Die Gassen waren sehr fotogen und in einem allzu gesunden Café tranken wir ganz gesunde Getränke. Tanja schlürfte irgendwas mit Möhrensaft und für mich gab es einen Frape der gesunden Art. Dazu kam ein gekochter Vanillepudding in Kuchenform.
Malerisch: Das Dorf Bormes-les-Mimosas
Wir schlenderten die Hauptgasse durch das Örtchen und machten viele Fotos. Bergab ließen wir uns danach den Berg wieder runter rollen.
Weiter ging es nach Le Lavandou, einem Küstenort mit vielen Hotels in erster Reihe. Und die waren ganz schön hoch gebaut. Direkt angrenzend war der Hafen. Der Stadtstrand bot feinsandigen, sauberen Sand. Hier badeten wir noch ganz toll, bevor es wieder zurück ging.
Die Straße zurück war einfach total entzückend und führte an großen Weingütern vorbei. Meist waren es Alleen, die auf ein eindrucksvolles Tor zuliefen. Das war super schön hier und die Straße wäre ich gern noch ein zweites Mal gefahren. Der Wein links und rechts der Straße war rötlich gefärbt. Dann kamen wir an Olivenbäumen vorbei. Das eine Chateau wollte gar nicht enden. Riesige Ländereien waren das. Und alles super gepflegt und bewirtschaftet.
Hier kamen wir auch an dem gehypten Strand „Espagnol“ vorbei, den wir uns einen Tag später anschauen wollten. Ein PKW-Parkplatz sollte hier 12 € kosten.
Heute Abend gab es Steak Hache mit Bratkartoffeln und Gemüse. Noch Tage später hatten wir etwas davon.
27.09.2025 - Abreise nach La Londe-les-Maures
Wir konnten uns vom Meer noch nicht trennen. Der Wind hatte nachgelassen und dadurch war es gefühlt deutlich wärmer. Wir wechselten unser Basislager noch einmal auf die andere Seite von Hyeres, und zwar in den Vorort La Londe-les-Maures. Der Campingplatz lag ca. 1 km vom Meer entfernt, war dafür aber entspannt leer. Am 30.09. war hier Feierabend. Ein paar WoMos waren hier noch übrig geblieben, ansonsten war die Saison durch.
Mit unseren E-Bikes hatten wir jetzt natürlich ganz andere Möglichkeiten und einen viel größeren Aktionsradius.
Beim Einkaufen tropfte Karlchen wieder. Wir vermuten inzwischen eine undichte Getriebedichtung. Das beunruhigt uns sehr. Wir können überhaupt nicht einschätzen, ob wir damit noch nach Hause kommen. Oder ob wir womöglich einen Getriebeschaden riskieren.
Wir radelten zum Strand und verbrachten im Feinsand ein paar schöne Stunden. Hier setzten die Franzosen ihre kleinen Catamarane zu Wasser. Der Strand war ansonsten leer. Später gab es im Hafen Miramar noch eine Cola, bevor es wieder zurück ging. Abends kochten wir uns eine leckere Spaghetti Bolognese.

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