Südfrankreich 2025: Vom Elsass an die Ardeche

21.09.2025 - Pont d‘Arc

Es war Starkregen an diesem Tag angesagt und das fanden wir so unglaublich schade. Trotzdem fuhren wir mutig nach dem Frühstück in die andere Richtung auf dem Viardeche. Unser Ziel war das Felsentor Pont d‘Arc. Erst ging es über einen Berg mit Haarnadelkurven und danach an Weinfeldern und Chateauxs vorbei zum Ort Vallon-Pont-d‘Arc. Der Radweg war echt schön zu fahren. Doch wo war bloß dieses Tor? Ausgeschildert war nur der Ort und dafür hatten wir keine Augen. Wir folgten einem Schild, doch weit und breit war nichts zu sehen. In einer Kurve fragten wir junge Mädels, die gerade einen Verkaufsstand mit Cola und Chips aufbauten. Was auch immer sie verkaufen wollten. Und ausgerechnet diese Mädels kamen nicht von hier. Aber dank Google fanden wir dann doch noch das Felsentor Pont d‘Arc. Und es hatte noch keinen Tropfen geregnet. 

 

Das Felsentor Pont d'Arc
 

Der Felsen war echt beeindruckend. Ich hatte irgendwie nur eine steinerne Brücke erwartet, aber das hier war eine fette Felswand. Wir machten von beiden Seiten Fotos, auch wenn es jetzt gerade anfing zu regnen. Dann ging es wieder zurück, diesmal über die Landstraße. Am Center Court lachte uns noch ein Pizzawagen an und prompt bestellten wir uns dort eine Pizza Regina. Lecker. 

 

Der Pizzawagen am Pétanque Center Court
 

Als wir eine Viertelstunde später beim WoMo ankamen, brach der Starkregen über uns ein. Die Fahrräder konnten wir nur in Regenjacke auf dem Träger befestigen. Dann ging es klitschnass zur Entsorgung. Und dann fuhren wir mit dem Unwetter durch die Georges d‘Ardeche. Zur Flussschleife stiegen wir kurz noch für ein Foto aus. 


Kurz vor Aix-en-Provence steuerten wir einen kostenlosen Stellplatz der Gemeinde Pellissanne an. Es regnete so stark, dass in einem Ort die Gullideckel hochkamen. Und in Pellissane kamen mir solche Wassermassen entgegen, dass ich dort mit dem PKW nicht weitergefahren wäre. Der Stellplatz war natürlich voll, aber wir parkten wie alle anderen Franzosen auch, auf dem Parkplatz daneben. Nur ein Spanier mit einem Marlin irrte noch von Parkplatz zu Parkplatz. Die ganze Nacht sollte es weiter regnen. Es gewitterte mit Blitz und Donner. Am Morgen war alles wieder vorbei. 



20.09.2025 - Radtour nach Balazuc und Vogüé

Tanja besorgte morgens Baguette und Croissants. Dann frühstückten wir lecker unseren Jambon de Paris. 


Die alte Bahntrasse, die hier über knapp 90 km zu einem super Radweg ausgebaut wurde, heißt Viardeche und ist überall gut ausgeschildert. Wunderschön schlängelt sich der Radweg abseits der Straßen durch die Weinberge. Unser Ziel war eines der schönsten Dörfer Frankreichs: Balazuc, gelegen an einer Felsschlucht direkt am Fluss. Dort schlenderten wir durch das Örtchen und suchten einen netten Biergarten, um uns zu erfrischen. Am Ende saßen wir auf der Terrasse eines Obstladens.

 

Das Dörfchen Balazuc
 

Zurück konnten wir uns den Berg herunter rollen lassen, um wieder zurück auf den Radweg zu kommen. Als nächstes kam ein Tunnel, der in verschiedenen Farben beleuchtet wurde. Und dann erreichten wir automatisch das Dorf Vogüé über die längste und fotogenste Brücke. Darunter schmiegte sich die Ardeche an eine noch höhere Felswand an. Sehr sehenswert und bei wolkenlosem Himmel ein Traum von Foto. 

 

Vogüé an der Ardeche
 

Nach einer Cola Zero mit Crêpes Nutella ging es wieder zurück. Wir hatten Gegenwind und waren wieder einmal sehr stolz auf unsere E-Bikes. In Roums liefen weiterhin die Petanque-Meisterschaften. Mitten durchs Gewühl fuhren wir am Center Court vorbei. An der Eisdiele gönnten wir uns noch eine Kugel Eis für 3 €. Danach ging es zu Karlchen zurück und endlich unter die Dusche. Wir hatten neue Nachbarn bekommen, aber der Stellplatz war groß genug. 


Eine Penne Gorgonzola rundete diesen tollen Tag ab. Es hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht, hier Fahrrad zu fahren und dabei die Gegend zu erkunden. 



19.09.2025 - Roums (Ardeche)

Enttäuscht waren wir von unserem WLAN-Router, der scheinbar im Ausland nicht funktioniert. Dafür hatten wir uns extra eine Prepaid-Karte von JA mobil angeschafft. 


Es war eine ganz schöne Tortour der Weg an die Ardeche. Der Ort Roums lag ziemlich im Herzen dieser schönen Ecke von Frankreich. Den Stellplatz konnten wir von unterwegs sogar reservieren. Dafür mussten wir allerdings Mitglied bei Car Park werden. Alles kein Problem.


Tanja lotste mich durch die engen Gassen des Ortes, bevor wir die Einfahrt erreichten. Mit einem Code, den man zuvor per Mail bekommen hat, ließ sich die Schranke öffnen. Den Platz konnten wir dann frei wählen. 


Angekommen, Fahrräder und Stützen runter, und dann war der Aperol auch schon gemixt. Hier waren an die 30°C. Schon die ganze Fahrt über war es ziemlich heiß. Das merkten wir insbesondere am Kühlschrank, der viel arbeiten musste. Unser Abendmahl bestand aus Bratkartoffeln und einem Spiegelei - köstlich. Wir waren ziemlich fertig von der Fahrt und konnten dann auch richtig gut schlafen.



18.09.2025 - Voegtlinshoffen 

Die schlechte Nachricht war, dass aus Karlchen Öl tropfte, aber bisher kein Ölverlust festzustellen war. Wir steuerten den kostenlosen Gemeindeparkplatz in Voegtlinshoffen an. Dieser lag wunderschön direkt hinter den Weinfeldern. Von dort waren es nur drei Kilometer nach Eguisheim im Elsass.

 

Stellplatz direkt am Weinfeld in Voegtlinshoffen
 

Nach einem Drink in der Sonne machten wir uns mit den Fahrrädern auf dem Weg. Erst ging es moderat bergauf, dann recht steil bergab. Schon die erste Pinte an der Hauptstraße sah total einladend aus. Wir stellten die Räder ab und schlenderten durch dieses zauberhafte Örtchen. Überall waren verwinkelte Gassen mit toll geschmückten Häusern, dazwischen der ein oder andere Winzer mit seinem Wein. Wir kehrten auf einem Hinterhof in eine Schenke ein und tranken zwei Cremant.


Und auch danach entdeckten wir noch neue Wege, die von wunderschönen Fassaden gesäumt wurden. Tolles Dörfchen mit unglaublich viel Charme. Wir wollten gar nicht mehr nach Collmar.

 

Alte Kirche in Eguisheim

Weinstube auf dem Hinterhof eines Winzers
 

Zurück am WoMo kochten wir uns noch Spaghetti Carbonara und genossen den Blick vom Weinberg. Herrlich bei wolkenlosen 26°C. 



17.09.2025 - Ab nach Frankreich

Wir hatten beide anstrengende Arbeitswochen hinter uns und waren erleichtert, dass es jetzt endlich in den Sommerurlaub geht.


Wir kamen an diesem Mittwochabend noch bis kurz vor Frankfurt und wollten auf einen kostenlosen Stellplatz in Grünberg hinter der Feuerwehr übernachten. Der Platz war voll, so dass wir uns nur noch in Schräglage an die Seite stellen konnten. Nach zwei Stunden gab ich meine Einschlafversuche auf und wir zogen um auf den Aldi-Parkplatz. Dort konnte ich ein paar Stunden schlafen.

 

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