Südfrankreich 2025: La Tour Fondue

26.09.2025 - Stadtbummel in Hyeres

Hatte ich die Altstadt von Hyeres als Kind überhaupt schon mal gesehen? Ich weiß es nicht. Es war kein Problem mit dem Fahrrad ins Zentrum zu gelangen. Zumeist gab es ausgebaute Radwege. Nur kurz mussten wir auf die Straße. Mitten in der Altstadt schlossen wir unsere Fahrräder an und schlenderten los. Tolle Fassaden und kleine Gassen bot die Stadt. Hier lebten definitiv auch die Künstler der Stadt. In einer Bar nahmen wir noch einen Drink und dann ging es auch schon wieder zurück. 

 

Die Altstadt von Hyeres
 

Auf dem Rückweg fuhren wir noch nach La Capte rein. Das war die kleine Straße mit den einladenden Restaurants, wo wir am Ende noch einen Salat und Pasta gegessen haben. Das war sehr lecker! Ein Stück weiter lagen wir uns noch an den tollen Strand, wo ich teile meiner Kindheit verbracht hatte. Ganz seicht führt das Wasser ins Tiefe und ist dabei glasklar. Kein Stein ist im Wasser und man sieht sogar kleine Fische. Echt schön! 

 

Mittagessen in La Capte
 

Danach ging es zurück zu Karlchen. An diesem Tag wollten wir noch in die Pizzeria im Hafen von La Fondue gehen. Natürlich hatten wir nicht reserviert, so dass wir keinen Tisch mehr bekamen. Also gab’s Pizza to Go oder richtig Pizza Emporter. Es war die erste „Reine Blanc“ dieser Reise. 



25.09.2025 - Radtour zum Kite-Strand und nach Giens

Es war immer noch ganz schön windig. Tanja holte Baguette und Croissants. Wir frühstückten aufgrund des Sturms im WoMo. Die Akkus unserer Räder waren wieder aufgeladen. Los ging es zu unserer Fahrradtour entlang den Salines, wo man einige Flamingos sehen kann. 

 

Kite- und Surfstrand Plage des Estagnets
 

Zuerst mussten wir bei uns über den Berg kommen. Das war für unsere E-Bikes ein leichtes Spiel. Die Abzweigung nach Giens ließen wir links liegen und fuhren die Hauptstraße Richtung Hyeres. Wir besuchten noch eine kleine Markthalle mit Gemüse, Fisch und leckeren Baguettes. 


Ab La Capte konnten wir einen Radweg abseits der Straße im Naturschutzgebiet nehmen. Ein paar Flamingos und Reiher waren zu sehen. Der schöne Weg endete am letzten Kreisel vor Heyeres. Dort bogen wir links ab und kamen zu dem langen Strand, wo meist der Wind extrem drauf steht. Ein Paradies für Surfer und Kiter. Und hier war an diesem Tag auch mächtig Betrieb. Wir schauten den Kite-Surfern einen Moment lang zu. Dann ging es bergauf nach Giens. 

 

Flamingos in den Salinen von Hyeres
 

Die kleine Kirche mit Café und tollem Ausblick hat uns zu einem Bier und Cola auf einer Parkbank eingeladen. Ein süßes Dörfchen, wo immer mal Menschen vorbeikommen. Wir fuhren sogar noch in den kleinen Hafen auf der anderen Seite. Kleine Steigungen schrecken uns nicht mehr ab. 


Und zurück auf unserem Campingplatz schnappten wir unsere Badesachen und gingen nochmal zu unserer Lieblingsbucht. Dort sprangen wir sogar noch ins Meer. 



24.09.2025 - Kleine Küstenwanderung 

Morgens fuhren wir zum Einkaufen mit Karlchen nach Hyeres rein. Es waren ca. 10 km zu den großen Supermärkten. Bei Auhan kauften wir Grillfleisch und Gemüse ein. In den Salinen sah man Flamingos relativ nah sogar. Dort wollen wir morgen mit dem Fahrrad hin. 


Jetzt ging es erstmal zum Einchecken zum Campingplatz. Tanja machte die Formalitäten klar, so dass wir zunächst einmal entsorgen konnten. Die Toilette war schon ganz schön voll. Dann bugsierte ich das WoMo in den uns zugeteilten Stellplatz. Dass man sich in Frankreich auf den Campingplätzen hinstellen kann wo etwas frei ist, gehört auch der Vergangenheit an. Dafür sind selbst jetzt noch zu viele WoMos unterwegs. 


Unser Platz war schattig und es stürmte nahezu. Wir genossen ein spätes Frühstück mit frischem Baguette und gekochten Eiern. Die Temperaturen waren auf knapp 20°C gesunken. Nachmittags zogen wir unsere Wanderschuhe an und gingen den Küstenwanderweg entlang. Das war eine schöne Runde hier um den Zipfel der Halbinsel. 

 

Kleine Wanderung an der Küste

 



23.09.2025 - Insel Porquerolles

Ganz entspannt wollten wir die Fähre um 10.00 Uhr nehmen. Heute stand ein Ausflug auf die Insel Porquerolles auf dem Programm. Dort sollen es super schöne Strände geben. Am Fähranleger war die Hölle los. Eine Überfahrt mit Fahrrad kostete stolze 41 € (17 € für‘s Fahrrad). Doch davon ließen wir uns nicht entmutigen.


Der Kapitän holte alles aus seinen Motoren raus und schruppte mit gefühlten 100 Sachen über das ruhige Meer. In 20 Minuten hatten wir den Port de Porquerolles erreicht. Schnell fanden wir den Abzweig zum nördlichsten Strand Notre Dame. Es ging ein bisschen bergauf, was wir mit unseren E-Bikes einfach meisterten. Der Weg war unasphaltiert, aber einigermaßen gut befahrbar. Immer wieder gab es Zugänge zum Strand. Viele Leihfahrräder waren unterwegs, meist von bekannten Herstellern. 


Der Strand Notre Dame war mal ein langgestreckter Sandstrand, der irgendwann weggespült wurde. Es blieb nur noch ein ganz schmaler Streifen Strand. Schade. Bis ganz an die Spitze fuhren wir die Schotterpiste nicht mehr. Wir drehten um und fuhren landeinwärts an Weinfeldern und Olivenhainen vorbei. Mit einem Abstecher zum Leuchtturm ging es wieder zurück zum einzigen Ort, doch hinter der Lagune hatten wir uns doch tatsächlich verfahren. Wir sahen Leute auf einem größeren Weg spazieren und entschieden uns für einen Trampelpfad in diese Richtung. Doch leider war dazwischen ein motteriger Bach und dahinter eine knapp zwei Meter hohe Erhebung, die uns mit unseren E-Bikes unüberwindbar erschien. Plötzlich trottete ein junger Franzose mit arabischer Erscheinung des Weges und fragte, ob er uns helfen könne. Nunja, er hob beide Räder inklusive Akku und Satteltasche dort hoch und wir waren baff. Ein total netter Kerl. 

 

Die Bucht Notre Dame auf Porquerolles

 

Wir fuhren in den Ort und mussten erstmal ein Eis auf diesen verdauten Schreck essen. Danach fuhren wir zum Plage d‘Argent und lagen dort noch ein wenig in der Sonne. Es war ziemlich windig geworden. Nach einem Abschlussdrink an einer Hafenbar nahmen wir das Boot um 16.30 Uhr zurück aufs Festland. Das war ein toller Ausflug, auch wenn wir von den gehypten Stränden etwas enttäuscht waren. 


Am Hafen gab es noch Pommes mit Nuggets satt. Wir hatten neben unserem WoMo neue Nachbarn aus Polen bekommen, ein junges Pärchen mit einem Leihmobil, das unbedingt mit Karlchen kuscheln wollte. 


An diesem Nachmittag machten wir noch drei Nächte auf dem benachbarten Campingplatz klar. Zwar ärgerten wir uns über die 20 € Reservierungsgebühr, aber die war dann auch wieder schnell vergessen. Und wir bekamen im Mini Market noch ein Baguette für unseren korsischen Lonzo-Schinken. 



22.09.2025 - La Tour Fondue

Mitten durch den Berufsverkehr ging es nach Aix-en-Provence. Über die ausprobierte Abkürzung, bei der wir gefühlt beinahe ums Leben gekommen sind, möchte ich nicht mehr sprechen. Dann nahmen wir die Autobahn in Richtung Hyeres. Dort kauften wir ein paar Lebensmittel ein, fuhren zur Intermarche-Tankstelle rüber, und nach dem Tanken ging plötzlich gar nichts mehr. Karlchen ließ sich nicht mehr starten. Oh nein, also schob mich Tanja bergab zur Seite. Im Motorraum konnten wir nichts Verdächtiges feststellen. Tanja versuchte es nochmal mit dem Starten und plötzlich war alles wieder gut. Puuuh. 


Auf dem Parkplatz neben dem Hafen konnten wir offiziell übernachten. Das Ticket kostete 26 € pro 24 Stunden. Hier standen noch ein paar andere Wohnmobile. Es war der beste Ausgangspunkt für einen Ausflug auf die Insel Porquerolles. 


In der Sonne war es angenehm warm, so dass wir unsere Badesachen packten und zu Fuß zum benachbarten Strand gingen. Und dort badeten wir sehr schön das erste Mal im Meer. Zum Nachmittag wanderten wir in die andere Richtung und entdeckten eine wunderschöne kleine Badebucht, wo das glasklare Wasser seicht tiefer wird. Dort sprangen wir auch nochmal ins Meer. Das war fantastisch. 

 

Endlich Meer: Unsere erste Badebucht
 

Abends kochten wir Steak Hache mit Gemüse und Pilzen. Das war eine sehr leckere Pfanne. Hier waren alles nur vernünftige Menschen unterwegs und wir hatten keine Angst hier über Nacht zu stehen.

 

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