9. WoMo-Kurztrip: Sankt Peter-Ording

Was für ein wunderschönes Wochenende? Trotz der Entfernung hatten wir uns an diesem Wochenende entschieden, nach Sankt Peter-Ording (SPO) zu fahren. Aus HH-Rahlstedt ist das schon ein weiter weg, denn wir müssen erst auf die andere Seite von Hamburg, um dort auf die Autobahn A23 Richtung Husum zu kommen.

Aufgrund der Ferienzeit haben wir nicht damit gerechnet, dass noch irgendwo in SPO auf einem Stellplatz ein freier Platz zu ergattern ist, wenn wir dort gegen 19-20 Uhr am Freitagabend eintreffen. Aus diesem Grund wählten wir einen nicht so sexy Stellplatz in Garding direkt an den Gleisen aus. Hier befindet sich ein unbeschrankter Übergang, so dass jeder Zug kurz vorher laut hupt. Das nervt natürlich ziemlich schnell, aber es war ja nur für eine Nacht. 

Wir aßen dort noch zu Abend und viel mehr war an diesem Abend auch nicht drin. Die Woche war hart und steckte uns noch in den Knochen. Dass der Zug noch bis 23 Uhr direkt durch unser Schlafzimmer fahren würde, wußten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 

Entsprechend früh wurden wir wieder vom Hupen des Zugs geweckt. Wir holten beim Knusperbäcker in Garding noch Brötchen und kauften bei Edeka Grillfleisch und Frühstückssachen ein. Dann ging es nach SPO, wo wir gleich morgens um 8.30 Uhr einen Platz im Wohnmobilhafen ergatterten. In der Morgensonne frühstückten wir ganz lecker und tranken unseren Kaffee/Tee. Am späten Vormittag machten wir uns dann auf zur Fahrradtour. Ziel war der Leuchtturm in Westerhever. Das waren so ungefähr 15 km pro Strecke. 

Vorbei an der Strandzufahrt und am Beachmotel führte der Fahrradweg immer direkt hinterm Deich an einem Kanal entlang. Viele Schafe weideten hier und liefen frei herum. Immer wieder gelangten wir zu Gittern, deren Türen wir aufhalten mussten. Kurz vor dem Erreichen des Leuchtturms konnten wir unseren stechenden Bierdurst endlich in einem Bistro stillen. Hier gönnten wir uns auch gleich noch einen Backfisch mit Pommes.

Der Leuchtturm war sehr fotogen, genau wie man sich einen schönen Leuchtturm vorstellt. Dieser rot-weiß gestreifte Turm vor dem strahlend blauen Himmel hatte schon was. 

Leuchtturm in Westerhever
 

Danach ging es vor dem Deich wieder zurück. Unendliche Weite bot sich uns. Nicht einmal das Wasser konnten wir von hier sehen. Wir besuchten noch das Drachenfest mit den unglaublich großen Drachen, die sich im Wind bewegten. Es waren einige Buden am Strand aufgebaut und dort tranken wir auch noch einen mittelmäßigen Aperol Spritz. An den Fahrradständern lehnten sich hunderte von Fahrrädern an. Es war wirklich voll am Strand.  

Drachenfest in SPO

Was für eine coole Karre mit Surfbrett?
 

Ein Fahrradmeer vor dem Stelzenhaus
 

Dann radelten wir wieder zum WoMo-Stellplatz zurück. Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass wir neue Nachbarn bekommen hatten, die sich andersrum hingestellt hatten, so dass wir mit ihnen Tisch an Tisch gesessen hätten. Puuuh, das war nun schon das dritte Mal, dass uns so etwas in jüngster Vergangenheit passierte. Ich flippte verbal aus und schimpfte herum bis die Nachbarn einpackten und sich umdrehten. Meine Art der Kritik war grenzwertig, aber das ging wirklich gar nicht.  

Am Sonntag verließen wir sehr früh den Stellplatz, um mit Karlchen an den Strand zu fahren. Unterwegs holten wir noch Brötchen und dann frühstückten wir direkt am Strand. Das Wetter spielte mit und wir hatten noch einen super schönen Tag dort. Windgeschützt konnte man es echt super aushalten. Bei Temperaturen um die 24°C mussten wir schon Caps aufsetzen und uns ordentlich eincremen. Aber das Chillen vor dem WoMo hat uns beiden super Spaß gemacht. Kalte Getränke und eine Toilette waren ja an Bord. 



 

Die Portion Pommes für 7,70 € (immerhin inkl. Mayo) am Stelzenhaus-Kiosk konnten wir uns gerade noch verkneifen. Ey Leute, das sind über 14 DM (Deutsche Mark) für eine Pommes, wenn man das heute noch umrechnet. Damals - in den 1980er Jahren - kostete eine Pommes gerade einmal 2 DM inkl. Mayo.  

Nachmittags, als das Wasser wieder zurückging, fuhren wir mit unseren Rädern noch zu Gosch und ließen uns Thainudeln und eine Extraportion Garnelen schmecken. Leider mussten wir abends noch nach Hamburg zurück und benötigten dafür satte 2,5 Stunden. 

   

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