Was für eine Zeit? Juni 2025
Update 26.06.2025: Die USA haben scheinbar eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Irak erwirkt. Das ist zumindest ein Anfang. Diese Woche fand der Nato-Gipfel in Den Haag statt, gefolgt vom EU-Gipfel in Brüssel. Die Welt liegt Trump zu Füssen. Alle haben Angst, dass der US-Präsident unberechenbare Schritte unternimmt wie z. B. den Austritt aus der Nato per Dekret beschließt. So schlimm war es noch nie. Und scheinbar formt sich nicht einmal eine nennenswerte Opposition unter den Demokraten.
Update 23.06.2025: Die USA haben am Wochenende drei Atomproduktionsstätten des Iran angegriffen und schwer beschädigt oder zerstört. Was droht uns jetzt? Mir macht das Angst.
Was ist das gerade für eine Zeit? Der von Russland geführte Krieg gegen die Ukraine dauert jetzt schon mehr als drei Jahre an. Das Pulverfass Israel/Palästina/Hamas ist seit dem 07.10.2023 mit dem Überraschungsangriff explodiert. Seitdem legt Israel im Gazastreifen alles in Schutt und Asche. Und jetzt führen auch noch Israel und der Iran einen Krieg, der nur Verlierer bringen kann. Wenn sich dann noch die Amerikaner unter Trump einmischen, dann droht uns vielleicht ein dritter Weltkrieg. Das wollen wir aber nicht hoffen. Die Israelis sollen endlich aufhören, alles zu zerbomben. Und wir beliefern sie auch noch mit Waffen. Das muss ein Ende haben.
US-Präsident Trump spielt sich wie ein König auf. Den Ex-Immobilienpleitier und Ex-Fernsehunterhalter im mächtigsten Amt der Welt zeichnet eine sprunghafte Persönlichkeit aus, das wussten wir schon. Ungeduldig und unberechenbar, prinzipien- und skrupellos, selbstverliebt und autoritär. Wo wird uns das noch hinführen?
"Wir müssen wieder lernen, uns für den anderen zu interessieren". Ganz oft mache ich die Erfahrung, dass ich Freunde frage, wie es Ihnen geht und was sie gerade umtreibt. Ich merke mir die erzählten Dinge und frage später nochmal nach. So definiere ich Interesse für meine Freunde. Häufig erlebe ich aber, dass man mir im Gegenzug nicht diese Fragen stellt. Das finde ich sehr traurig.
Der Umgang untereinander verändert sich. Nicht nur mit Freunden und Bekannten, sondern auch mit Arbeitskollegen. Eigentlich bekomme ich das täglich zu spüren, insbesondere jetzt in einer wirtschaftlich angeschlagenen Situation. Der Ton wird rauher.
Im Job hat mein Chef keine Lust mehr. Das sagt er zwar nicht, aber er ist immer häufiger krank. Zur Zeit ist er für drei Wochen im Urlaub auf Sylt, dann eine Woche wieder im Dienst, und dann wieder für drei Wochen auf Kur, auch auf Sylt. Noch stimmen unsere Zahlen, so dass ihm keiner ans Bein pinkeln will, aber arbeiten tut er schon länger nicht mehr.
Gestern Abend war ich mit Niklas im Restaurant Genusswelten in Rahlstedt etwas essen. Ich habe ihn ganz viel nach seiner bevorstehenden USA-Reise, seinen Jobperspektiven, seinem Studium, seinen Auszugsplänen, die Situation mit den Mädels, Fussball und Fitness, Kontakt zu seinem Vater, weitere Urlaubspläne im Sommer usw. gefragt und er hat mir viel dazu erzählt. Aber er hat mich selber so wenig gefragt, dabei müsste er größtes Interesse daran haben, wie wir unsere Fernreisen beispielsweise geplant haben. Komisch. Was mich etwas beunruhigt ist, dass er so unzufrieden mit sich selbst ist. Er hat im letzten Jahr insgesamt 20 kg abgenommen und fühlt sich immer noch zu dick. Da muss er wirklich aufpassen.
Tanja und ich haben das große Privileg, dass wir unser WoMo Karlchen haben und dadurch Urlaube erschwinglich sind. Wir verdienen beide nicht schlecht und haben eine günstige Wohnung. Das macht vieles einfacher, aber Geld macht allein nicht glücklich. Wir hätten beide gern mehr Zeit zum Reisen. Gerade planen wir eine Flugreise im November 2025 nach Andalusien. Wir wollen uns in der Nähe von Malaga eine schöne Wohnung mieten und mit einem Leihwagen Ronda, Granada, Nerja und zum Caminito del Rey fahren.

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