Bad Tölz und Dinkelsbühl

Blick über die Isar nach Bad Tölz

 

 

08.06.2025 - Rückreise und Fulda

Auch am nächsten Morgen regnete es so doll, dass wir uns die Trachtenumzug schenkten. Also packten wir zusammen und traten die Rückreise an. Total schade, denn wir hatten uns das Ende unserer Reise ganz anders vorgestellt. 


Da wir in der Nähe von Fulda bei Globus sowieso tanken wollten, besichtigten wir auch noch kurz die Stadt. Das Barockviertel und das Stadtschloss sowie der gegenüberliegende Dom sind wirklich sehenswert. Gerade kam sogar die Sonne kurz raus. In der Fußgängerzone speisten wir zum Abschluss in einem Wirtshaus. 

Das Stadtschloss in Fulda

Der Dom zu Fulda

Und dann fuhren wir staufrei nach Hause. Ab Göttingen fuhr Tanja sogar die ganze Strecke und darin enthalten war zumindest noch das Weserbergland. Hat sie super gemacht und auch Karlchen hat wieder großartig durchgehalten. 



07.06.2025 - Dinkelsbühl 

Es regnete ziemlich stark an diesem Morgen. Wir packten zusammen, fuhren von unseren Stützen, entsorgten den Grauwassertank an der Entsorgungsstation, entleerten die Kassettentoilette und ab ging es. Ziel war das ca. 200 km entfernte Dinkelsbühl unterhalb von Rothenburg ob de Tauber. Tanja hatte gelesen, dass es eines der süßesten Kleinstädte Deutschlands sein soll. 


Um München herum fuhren wir bis Augsburg Autobahn und wechselten dann auf die super ausgebaute Schnellstraße. Doch als wir beim ersten WoMo-Stellplatz ankamen trauten wir unseren Augen nicht. Fully booked. Der Parkplatz platzte aus allen Nähten. Als wären Sportvereine über Pfingsten zu einem Turnier unterwegs. Oder hier findet ein Festival statt. Wir drehten um und fuhren zu dem zweiten Stellplatz. Mit ganz großem Glück fanden wir am Rand den letzten und wohl besten Platz. Zum Einparken lösten wir erst die Fahrräder vom Träger, so eng waren die Parkplätze. 


Wir marschierten dann zu Fuß ins Zentrum von Dinkelsbühl, das nur 10 Gehminuten vom Stellplatz entfernt war. Hier waren unglaublich viele Menschen und wir konnten die Art der Veranstaltung noch nicht so ganz identifizieren. Es war ein Treffen des Verbands der Siebenbürger Sachsen. Das mussten wir erstmal googlen. Das ist eine Vereinigung von Menschen, die ihren Ursprung in Rumänien haben, aber in Deutschland leben und für Tradition, Heimatliebe, Kultur und Erhalt der Sprache usw. einstehen. In Trachten gekleidet musizierten sie munter inmitten des Ortes und es wurde kräftig getanzt.

Historischer Ortskern von Dinkelsbühl

Veranstaltung in Dinkelsbühl

Off Beat brachte die Leute zum Tanzen

Leider kippte das Wetter wieder einmal und es fing relativ doll an zu regnen. Wir setzten uns unter einen Schirm eines Gasthauses und tranken ein Bier/Weißweinschorle. Doch es wurde eher mehr regen und so beschlossen wir, hier im Gasthaus drinnen noch etwas zu essen. Tanja bestellte Sauerbraten mit Knödel und einer braunen Bratensoße, für mich gab es Schnitzel mit Pommes. Beides war sehr lecker. 


Wir gingen im Regen zum WoMo zurück und waren beide ein wenig traurig. Als der Regen nachließ, schwangen wir uns noch einmal auf unsere Fahrräder und drehten eine Runde um Dinkelsbühl herum. Dabei wollten wir unbedingt herausfinden, woher die laute Musik kam. Sie kam von einem Jugendlager, das fanden wir heraus. Auf Kopfsteinpflaster fuhren wir durch die Kleinstadt innerhalb der schönen Stadtmauer. Am Ende gab es noch ein Eis und für Tanni noch einen Aperol.

Die Stadtmauer von Dinkelsbühl

  



06.06.2025 - Radtour zum Kloster Reutberg

Auch in Bad Tölz läuten die Glocken um 6 Uhr in der Früh. Am Vortag hatten wir uns in der Touri-Info beraten lassen, wo man hier eine schöne Radtour machen kann. 


Doch erst waren wir Augenzeuge eines ungewöhnlichen Polizeieinsatzes an der Isar. Dort hatten sie - 30 Meter vor unserer Haustür - scheinbar einen Toten entdeckt, denn neben Kripo und Rettungswagen folgte am Ende noch ein Leichenwagen. Alles war abgesperrt. 


Los ging’s mit den Rädern über die Isar-Brücke Richtung Elbach. Der Weg führte durch einen Wald mit Steigung und durch Moore. Über Wiesen und Felder gelangten wir dann zu dem Ort, wo wir weiter nach Sachsenkam fuhren. Hier sah man schon in der Ferne das Kloster Reutberg.

Kloster Reutberg

Biergarten der Klosterbrauerei

Der wohl wärmste See Bayerns: Kirchsee

Im Biergarten machten wir eine Rast. Hier waren schon einige Ausflügler unterwegs. Tanja bestellte eine Dampfnudel und ich sollte mal probieren. Lecker dieser Hefekuchen in Vanillesoße. 


Auf unserem Rundweg kamen wir dann zum Kirchsee, eines der wärmsten Seen Bayerns. Dort badete gerade eine ältere Dame und meinte, das Wasser habe eine Temperatur von 20°C. Ich ärgerte mich ein bisschen, dass wir die Badesachen nicht doch eingepackt hatten. Und dann ging es über Elbach wieder zurück nach Bad Tölz. Eine sehr schöne Radtour war das. Sehr abwechslungsreich mit tollen Wegen. 


Nachmittags fuhren wir mit dem Fahrrad zu Kaufland, um die letzten Sachen einzukaufen. Mit zwei Aperol Spritz, einem Baguette und Aioli setzten wir uns auf eine Bank mit Tisch direkt am Isarufer und genossen die Sonne. Danach bereiteten wir unser Chicken Madras vor. 



05.06.2025 - Bad Tölz statt Walchensee 

Die Bayern sind verrückt und lassen morgens um 6 Uhr die Kirchenglocken läuten! Wir räumten an diesem Morgen zusammen und fuhren zum Tanken kurz nach Österreich rüber. Doch die niedrigeren Benzinpreise sind Vergangenheit. Der Liter Diesel kostete 1.61 €. Den gab’s in Deutschland günstiger! 


Am Walchensee angekommen holten wir die Stühle raus und nahmen unseren Ankommensdrink um 10.15 Uhr. Alle anderen WoMos um uns herum packten gerade zusammen und verließen den Stellplatz. Wir beobachteten drei Jugendliche, die scheinbar die Nacht in ihrem Kleinwagen verbrachten. Die kamen aus der Schweiz, sprachen französisch, und trugen St.Pauli- und BVB-Trikots. 


Und dann fing es leider an zu regnen. Ziemlich doll, so dass wir die Markise als Unterstand nutzten. Doch leider hörte es nicht auf und wir hatten keine Lust im Regen Fahrrad zu fahren. Nach einer Lagebesprechung hatten wir unsere Entscheidung getroffen: es ging nach Bad Tölz an die Isar. 


Anfangs regnete es dort auch noch. Der Stellplatz liegt 10 Minuten zu Fuß entfernt direkt an der Isar. Wir fuhren trotzdem mit den Rädern ins Zentrum und waren dann beide etwas enttäuscht von der Altstadt. Im Metzgerbräu kamen wir dann aber doch noch zu einem sehr leckeren Jägerschnitzel und Kässpätzle.

Fußgängerzone von Bad Tölz


 


Danach fuhren wir noch ein paar Kilometer auf dem super ausgebauten Isar-Radweg bis zum Sperrwerk, wo wir eine Schwanenfamilie mit sechs Jungen trafen.

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