Kurztrip nach Carlsbad/Tschechien

14.04.2025 - Rückreise

Wir hätten noch einen Tag bleiben können, aber so mussten wir bis 10.00 Uhr das Apartment verlassen. Es ging dann durch die Berge zurück nach Oberwiesenthal. Hier muss es wirklich ganz schön sein, wenn hier im Winter Schnee liegt. Doch ohne Schnee wirkte das Dorf nicht so schön auf uns. Wir fuhren weiter Richtung Chemnitz, um dort auf die Autobahn zu fahren. Über Leipzig und Magdeburg, dann Hannover ging es zurück nach Hamburg. Ein ganz tolles Wochenende lag hinter uns.

Marktkollonade im Zentrum von Carlsbad




13.04.2025 - Wildpark und Hospoda U Šimla

Am Sonntag ging es nach dem Ausschlafen zum Wildpark Hochbrücke. Hier gibt zwei große Gehege mit Dammwild und Wildschweinen. Über Hochbrücken kann man direkt durch die Gehege gehen. Insgesamt waren wir knapp über 7km unterwegs. Am Ende gab es noch ein Bier, Aperol und ein Stück Wallnusskuchen.
 
Wildpark Hochbrücke


 

Heute wollten wir unbedingt noch die einheimische Küche testen. Doch es war gar nicht so einfach, ein nettes Restaurant im Internet zu finden. Wir hatten uns das Restaurant Hospoda U Šimla ausgewählt und fuhren dorthin. Es lag an einer Pferderennbahn, die im Innenraum als Golfplatz diente. Gleichzeitig war hier ein Stellplatz für Wohnmobile. Die alte Holztribüne sah echt cool aus. Der Golfclub ließ mich etwas skeptisch werden.


Als wir die Tür zum Restaurant öffneten, erblickten wir ein total uriges, rustikales Gasthaus. Und hier gab es ganz viele Köstlichkeiten. Tanja entschied sich für Gulasch mit Knödeln, mich lachte das Schweinefilet mit Pilzragout an. Es war genauso lecker wie es sich auf der Speisekarte las. Dazu gab es ein unfiltriertes Pilsner Urquell und für Tanja ein Radler. Und damit nicht genug: Als Dessert bestellten wir uns einmal Erdbeeren im Bierteig mit Vanille-Eis und Sahne - so lecker. Dazu gab es für mich einen Cappuccino und einen Baileys auf Eis. Leider vergaßen wir beim Hinausgehen, dass wir uns die alte Tribüne der Pferderennbahn noch anschauen wollten. 
 
Restaurant Hospoda U Šimla

Pferderennbahn mit historischer Holztribüne

 
Auch an diesem Tag verzichteten wir auf einen Thermenbesuch. Uns hatten die Bewertungen gar nicht überzeugt. Dafür besorgten wir uns noch Brot und schauten unsere spannende Netflix-Serie “Kein böser Traum” zu Ende. Wir hatten wieder einen super schönen Tag hinter uns und gingen vollkommen zufrieden und erschöpft ins Bett.



12.04.2025 - Trinkkur und Diana

Morgens packten wir einen Trinkbecher ein und spazierten von Quelle zu Quelle, um das daraus sprudelnde Wasser zu probieren. Es schmeckte leicht salzig und etwas muffig. Jede Quelle war unterschiedlich heiß. Das Wasser sollte eine heilende Wirkung haben. Überall in der Stadt sah man Menschen mit Trinkbechern rumlaufen. 
 
Quelle an der Mühlenbrunnenkollonade

Carlsbad oberhalb der Marktkollonade

 

Nachdem wir die innere Stärke vom heilenden Wasser spürten, machten wir uns an den Aufstieg zum Diana Aussichtsturm. Unterwegs überholte uns noch die alte Schienenbahn, die an einem Seil den Berg hochgezogen wird. Mit meinen Wanderstöcken ging es ganz gut mit meinen Knien. Oben angekommen, gab es erstmal ein Bier und Pommes.


Mit dem Fahrstuhl ging es kurz noch auf den Turm rauf, um dann mit der Schienenbahn wieder hinunterzufahren. 100 CZK (4,00 €) kostete die Rückfahrt. Bis zu einem Neigungswinkel von 43% war die Strecke steil. 
 
Aussichtsturm Diana

Die Schienenbahn zum Diana

 

Nach dem leckeren Lunch in der Pizzeria, wo wir in der prallen Sonne rösteten, waren wir fix und fertig. Wir gingen zu unserem Appartement zurück und gönnten uns beim St.Pauli-Auswärtssieg in Kiel ein Mittagsschläfchen.


Abends fuhren wir mit dem Auto zu Lidl, kauften etwas wild ein, und machten uns einen gemütlichen Abend zu Hause. Unseren Thermenbesuch hatten wir auf Sonntag verschoben.



11.04.2025 - Wanderung Svatosske skaly

Unser erster Versuch scheiterte an einem verschlossenen Tor an der Straße. Dann fuhren wir zu einem Wanderparkplatz und gingen von dort zu den Hans Heiling-Felsen. Gegenüber saßen wir total nett auf der Terrasse eines Restaurants mit Bier und einem Aperol Spritz. Um uns herum wurde noch gehämmert und gesägt, denn die Vorbereitung auf die Saison lief auf Hochtouren.
 

Die Hans Heiling-Felsen im Hintergrund

 

Die Natur war hier noch nicht so weit wie in Hamburg. Die Bäume trieben gerade erst aus. Trotzdem war es hier wirklich schön. Der Weg führte die ganze Zeit an der Eger entlang.


Anschließend fuhren wir noch nach Marienbad, dem zweitgrößten Kurort Tschechiens. Unterwegs tankten wir günstig für 1,35 €/Liter. Marienbad fanden wir jetzt beide nicht ganz so schön, auch wenn hier tolle Fassaden zu sehen waren. In einem Café gab’s noch einen Kaffee und für Tanja den zweiten Aperol des Tages.
 
Ausflug nach Marienbad

Prunkvolle Hotels im Zentrum von Marienbad

 



Nach einem Stop bei Lidl fuhren wir die knapp 50 km wieder nach Karlovy Vary zurück, um am Abend leckere Nudeln al Arrabiata mit Gemüse und Schinken zu kochen. Und dann verlor der HSV sein Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten Braunschweig auch noch mit 2:4. Dank Ali-TV waren wir live dabei.



10.04.2025 - Anreise nach Carlsbad

Um 6.00 Uhr morgens saßen wir schon im Auto, um zu unserem Kurztrip nach Carlsbad in Tschechien aufzubrechen. Wir hatten uns dort eine kleine Wohnung gemietet und wollten dort ein verlängertes Wochenende verbringen.


Hinter Moorfleet staute es sich ganz kurz mal, aber wir kamen mit Shorty2 super durch. Die 600 km schafften wir in unter sieben Stunden. Bis kurz hinter Chemnitz fuhren wir Autobahn, dann ging es ins Erzgebirge. Und das hatte es ganz schön in sich. Haarnadelkurven, enge Straßen, steile Hänge, alles dabei. Der Grenzübergang nach Tschechien war nicht besetzt.


Gegen 13.00 Uhr kamen wir bei unserer Wohnung an. Sie lag am Hang nur wenige Meter vom Zentrum entfernt. Es war eine schöne, helle Wohnung mit optisch gemütlichem Sofa und schickem Bett. 
 
Das Wohnzimmer unseres Apartments

 

Wir machten uns gleich auf den Weg, um Carlsbad zu erkunden. Zuerst kamen wir direkt zur Sprudelkollonade, ein modernes Gebäude, in dem die heißeste Quelle der Stadt 72°C warmes Wasser in einer 12m hohen Fontäne ausspuckt. Dann gelangten wir zur Promenade am Ufer der Teplâ. Tolle alte, gut erhaltene und bunte Fassaden entdeckten wir. Die Häuser waren alle fünfstöckig und reihten sich nebeneinander auf. Im Erdgeschoss waren Cafés und Restaurants, aber auch hochpreisige Klamottenläden ansässig. Das fiel mir anfangs gar nicht auf, dass hier nur Bogner, Max Mara, Karl Lagerfeld & Co. Geschäfte waren. Daneben waren viele teure Hotels mit altehrwürdigen Namen wie Imperial oder Grand Hotel. Auf der Promenade kehrten wir ins Elefant ein und genossen dort unseren ersten Aperol Spritz in der Sonne. Der Kurort war schon gut besucht, aber noch lange nicht überfüllt. 
 
Tolle Fassaden schmücken die Promenade

Der erste Aperol Spritz ließ nicht lange auf sich warten!

 

Danach wechselten wir die Uferseite und machten einen kleinen Rundgang durch die schöne Stadt. Einige Gebäude schmiegten sich direkt an die Felsen an. Das sah echt cool aus und war bestimmt hohe Architekturkunst.


Am Fuße des Diana-Turms kehrten wir um. Nach einem Eis ging es zur Markt- und Schlosskollonade. Sehr fotogene Bauten. Langsam bekamen wir Hunger und entschieden uns, die Pizzeria bei unserer Unterkunft auf dem Berg auszuprobieren. Aber da mussten wir erstmal hinkommen. Steil führte die Kopfsteinpflasterstraße hinauf. Mächtig aus der Puste kamen wir oben an. Draußen in der Sonne störte nur der kalte Ostwind ein wenig. Zur leckeren Pizza gab es Bier und Aperol. Wir beide schafften die Pizza nicht und ließen uns den Rest einpacken.


Der Abstieg zur Wohnung war etwas leichter. Und dann folgte noch unsere Begegnung mit Hausmeister Krause. Das Lattenrost von Tanjas Bett war mehrfach gebrochen und ging gar nicht mehr. Auch der eine Teil der Couch war nicht funktionsfähig. Beides wurde kurzfristig repariert. Und dann konnten wir wie die Könige schlafen gehen.

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