Corsica 2024: Das Bavella-Tal und Bastia

18.10.-20.10.2024 - Rückreise über Como und Obergeis

Der Regen hörte auf als wir morgens gegen 5.30 Uhr erschrocken den Wecker ausstellten. Jetzt wollten wir noch kurz entsorgen und dann ging es zum Hafen von Bastia. Unsere Fähre legte pünktlich gegen 8.00 Uhr ab. Um 13.00 Uhr waren wir dann in Livorno. 


Über Parma ging es Richtung Mailand. Unser Ziel war es, hinter die Megametropole zu kommen. Und so zog es uns erneut nach Como auf den Stellplatz. Wir trauten unseren Augen nicht, was da noch los war. Bestimmt 30 WoMos standen dort. Wir ergatterten noch einen der letzten Plätze. 

 

Früh morgens tankten wir noch einmal in Italien für 1,72 € voll und kauften dann bei Lidl noch zwei Baguettes zum Frühstück. Leider vertendelten wir die Auffahrt und waren plötzlich wieder Richtung Mailand unterwegs. Die Stimmung ging kurz mal in den Keller, doch die nächste Ausfahrt korrigierten wir unseren Kurs. Über Zürich, Schaffhausen, Stuttgart, Frankfurt, Kassel mit einer weiteren Übernachtung an einer Mehrzweckhalle in Obergeis schnurrte uns Karlchen über Hannover zurück nach Hause.  


 

17.10.2024 - Radtour nach Bastia 

Die Hinfahrt führte uns ein Stück an der Schnellstraße entlang. Das war todesmutig und äußerst gefährlich. Das letzte Stück bis zum alten Yachthafen von Bastia war super gut an der Promenade zu fahren und führte dann neben dem Tunnel außen am Felsen herum zum Hafen. Eine tolle Kulisse erwartete uns dort. Leider fanden gerade Bauarbeiten statt, so dass es ziemlich laut war. 

 

Der alte Yachthafen von Bastia

Häuser-Ensemble am Hafen von Bastia

Wir schlenderten durch die Gassen. Viele Cafés gab es hier. Schöne alte Stadthäuser in verschiedenen Farben und Zuständen standen hier. Immer wieder fing es kurz an zu regnen. Wir tranken noch einen Kaffee/Hot Chocolate in einer Patisserie. Dazu gab es einen Keks mit Schokolade und Mandeln. 


Die Zitadelle suchten wir noch vergeblich. Dann sind wir am Hafen zum Abschluss noch eine Pizza essen gegangen. Dabei probierten wir auch einen Mattei Spritz, der ganz lecker war. Ein Getränk, das auf dem Cap Corse produziert wird. 


Jetzt ging es wieder zum Camping zurück. Diesmal nahmen wir die Nebenstrecke. Direkt am Etang ging es teilweise im Treibsand zurück zum Fahrradweg. Im Wasser des Binnensees saßen immer noch die vielen Flamingos, die wir schon auf dem Hinweg beobachteten. Mit einem anständigen Zoom hätte man sie einfangen können. 


Als wir wieder in Karlchen saßen und eine weitere Runde Block Puzzle spielten fing es doller an zu regnen. Was für ein Timing? 




16.10.2024 - Buguglia

Im Regen packten wir zusammen. Es war aber zumindest warm. Auf einigen Strandparkplätzen scheint in der Nebensaison die Höhenbegrenzung aufgehoben zu werden, so dass man mit dem WoMo hier übernachten kann. 


Es waren immer noch 85 km nach Bastia. Mitten durch das Weinanbaugebiet um Aleria herum fuhren wir auf der T10 Richtung Norden. Die Berge auf der linken Seite waren wolkenverhangen. In Folleli hielten wir beim L‘Clerk Supermarkt. Es war wie im Schlaraffenland. Hier waren einige Lebensmittel günstiger und andere teurer als in Deutschland. 


Dann ging es zum ausgewählten Campingplatz in der Nähe von Bastia. Hier gab es günstige Plätze für 15 € inklusive beheizten Pool. Attacke. 



15.10.2024 - Zurück zum Plage de Calzarellu 

Morgens schien die Sonne meist klar und wolkenlos vom Himmel. Zum späten Vormittag zog es sich dann langsam zu. So war es auch an diesem Tag. Karlchen meisterte die Strecke durch die Berge ohne ein Schnaufen. 


Vorbei an Solenzara kehrten wir nach einem Einkauf zurück an den Plage de Calzarellu und standen diesmal direkt in erster Reihe am Wasser. Es war bewölkt und kein Strandwetter. 


Wir diskutierten über das Thema „Individuelle Wohnung vs. Genossenschaftliche Wohnung im großen Mietblock für 400 € weniger pro Monat“. Das beschäftigte uns sehr. 


Hier grillten wir das erste Mal. Es gab Steak Hache und zwei Putenspieße. Dazu Bratkartoffeln, Pilze und Grillgemüse. 

 

Stellplatz direkt am Wasser

 

14.10.2024 - Col de Bavella und Zonza 

Schon mehr als eine Woche sind wir auf der Insel. Das Wasser ist definitiv zu kalt für uns. Ansonsten ist das Wetter sehr angenehm. Eine gewisse Anspannung erzeugt die vor uns liegende Wohnungssuche, aber wir versuchen unseren Urlaub zu genießen. 


Tanja holte das vorbestellte Baguette und bezahlte unsere beiden Nächte. Wir frühstückten vor dieser tollen Kulisse und räumten dann zusammen. Unser heutiges Ziel war das Col de Bavella. Dort wollten wir auch noch eine Runde Wandern gehen. Unterwegs kochte allerdings kurz unser Kühlwasser und machte uns Sorgen. Deshalb drehten wir nach einer kurzen Lagebesprechung um Richtung Solenzara. Dann war aber alles wieder normal mit dem Kühlwasser und wir fuhren doch noch zum Col. 


Die zweistündige Wanderung war ganz schön und man hatte einen tollen Blick auf das Felsmassiv. Der Weg führte auf den gegenüberliegenden Hügel und dann wieder hinab durch Wald mit viel Farn. Auf 1.218 m waren wir hier hoch. Am Ende gingen wir noch ein kleines Stück auf dem GR20 bis wir zu Karlchen zurückkehrten.

 

Felsmassiv am Col de Bavella

Heute brauchten wir Strom, um alle Akkus und Powerbanks wieder aufzuladen. So kehrten wir auf einem Campingplatz bei Zonza ein. Viele Campingplätze schließen hier am 15.10.2024, auch dieser. 


Die Maklerin von der Wohnung im Wittigstieg hatte sich mit einem schlecht gemachten Exposé zurückgemeldet. Besichtigung war jetzt am Donnerstag, doch da sind wir noch im Urlaub. Mal schauen, ob sie uns einen alternativen Termin in der nächsten Woche anbieten kann. 



13.10.2024 - Gumpenwanderung im Trockenen

Wir waren uns einig, dass das Wasser zu kalt zum Baden war. Wir zogen unsere Wanderstiefel an, holten die Wanderstöcke raus, und marschierten direkt vom Campingplatz los. Hier in der Gegend war im Sommer ein deutscher Tourist verschwunden, der einen Vormittag ohne seine Familie in den Gumpen wandern wollte und nie zu ihr zurückgekehrt ist. Schreckliche Vorstellung. Tanja hatte die Suchaktion in ihrer Korsika-Facebookgruppe verfolgt. Auch hier auf dem Campingplatz sind noch die Plakate mit ihm zu sehen. Wie kann ein Mensch einfach so verschwinden? 


Zuerst fanden wir einen Lehrpfad mit Schildern zur Flora und Fauna. Der endete allerdings relativ schnell und wir mussten über die Steine am Ufer klettern. Irgendwann mussten wir dann aber den Fluss überqueren. Wir beide rutschten einmal ins Wasser und hatten einen Nassen. Das Wetter war klasse und die Landschaft um uns herum traumhaft schön. Ohne Stöcker wären wir aber ganz schön aufgeschmissen. Das Trocken-Gumpenwandern hat uns so einen Spaß gemacht. 

 

Piscine naturale

Badegumpen im Bavella-Tal

An der Badestelle am Piscine naturelle machten wir eine kurze Pause und schlugen uns dann zur Straße hoch. Der Weg war steil und zum Teil etwas dornig, aber wir erreichten die Straße ohne größeren Verletzungen. Am Camping belohnten wir uns mit einem Aperol Spritz und Baguette mit Olivenöl. Danach gab‘s ein kleines Mittagsschläfchen und später eine frische Dusche. 


Am Abend aßen wir eine Pizza im Restaurant, aber die war nur mittel lecker. Schade, wir hatten uns darauf so gefreut. 



12.10.2024 - Straßensperrung nach Zonza 

Der Wind hatte nachgelassen. Super friedlich erschien diese Traumbucht in der Sonne. Wir spazierten bis zum Ende des Strandes. Landschaftlich war es hier wunderschön. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen rot gefärbte Berge hinter einem See. Wir entschieden, hier noch den Vormittag zu verbringen. Kaum hatten wir uns an den Strand gelegt kamen die Fliegen. Die waren wirklich sehr lästig. 


Und dann wollte auch noch ein Hund mit Tanja spielen. Immer wieder bellte er, Tanja möge seinen Kunststoffring werfen, damit er apportieren kann. Sein Gesicht sah wegen der spitzen Schnauze und den unverhältnismäßig großen Ohren aus wie das einer Fledermaus. Dann kam auch noch der zweite braune Hund mit dem irren Blick dazu. Plötzlich hatte Tanja mindestens vier Hunde um sich herum und schien damit etwas überfordert. Und alle wollten mit ihr spielen. Sie traute sich nicht. Auch im Wasser waren wir kurz, doch das war echt zu kalt. Meine linke Niere schmerzte danach wieder. 


Dann zockelten wir los. Karlchen meisterte die Holperstraße ganz gut. Wir wollten in Porto Vecchio einkaufen und dann ab in die Berge. Das Einkaufen dauert in Frankreich einfach länger als bei uns. Du stehst länger an der Kasse an. 


Die Straße nach Zonza fanden wir problemlos. Kurz noch Müll entsorgt und wenig später machte uns ein Streckenposten der Tour de Corse deutlich, dass hier Finito war. Die Straße war ab hier für die Rallye gesperrt. Also mussten wir zurück, um die Küstenstraße Richtung Solenzara zu fahren. Von dort waren es nur 8 km zu dem Campingplatz im Bavella-Tal. 


Erstaunlich warm war es hier in den Bergen. Direkt oberhalb der Gumpen nahmen wir den Platz ganz hinten rechts, nachdem wir das WoMo hier entsorgt hatten. Abends kochten wir mexikanisch. Lecker. Heute wurde meine Nichte Hannah 17 Jahre alt.

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