Von Ystadt über Kåseberga nach Åhus
Tosteberga Hamn - 17.06.2024
Der Gasgeruch war zum Glück verflogen. Keine Ahnung woher es im WoMo nach Gas roch, aber nachdem wir die Gasflasche getauscht hatten war alles wieder gut.
Von unserem Teich ging es ins 6 km entfernte Kivik. Hier waren gleich zwei Straßen gesperrt, aber ein kleiner Umweg führte uns dann doch noch zum Hafen. Der war klein und beschaulich. An einem Ministrand saß ein Schwanenpärchen mit sage und schreibe sieben Jungen. Über eine Treppe gelangten wir zum offenen Meer. Plötzlich entdeckte Tanja einen Mink auf einem Stein. Der jagte gerade in Küstennähe und kam dann etwas unerwartet mit einer Beute im Maul direkt auf uns zugelaufen. Seine Höhle war scheinbar in unmittelbarer Nähe und das war sein Ziel.
Bootshäuser am Hafen von Kivik
Weiter ging es nach Ahus, dem Zuhause des Absolut Wodka. Am Wasser war es hier sehr nett. Holzsteg mit Cafés und Restaurants, Segelboote, gegenüber tolle Häuser mit riesigen Gärten. Die Fußgängerzone war dagegen wenig attraktiv. Die Ortschaften ähneln sich alle und sind meist nicht so schön wie die Dörfer in Frankreich oder Italien, auch wenn ich den Charme alter Holzhäuser in Schwedenrot mit toller Veranda sehr gern mag.
Brücke in Åhus
Und dann fuhren wir schon mittags zum Stellplatz am Tosteberga Hamn, einem super schönen, süßen Hafen mit ein paar Fischerhütten, Segelboote. Hier konnten 25 Wohnmobile mit Blick aufs Wasser stehen. In der Mitte war ein kleines Sanitärhäuschen mit Toilette, Dusche und sogar einer Küche. Hier verbrachten wir den Nachmittag in der Sonne und kochten uns abends noch ganz leckere Penne alla Arabiata.
Der Stellplatz direkt am Hafen Naturschutzgebiet beim Tosteberga Hamn
Grevlunda - 16.06.2024
Ich hatte so unglaublich gut 8 Stunden geschlafen. Von Ystad ging es zu den Steinen von Kåseberga, Wikinger-Hinkelsteine, die in Form eines Schiffes platziert wurden. Hier war es hügelig und die Steilküste war mit Mohn und lila Pflanzen bewachsen. Paraglider segelten über der Küste. Am Hafen waren nette Restaurants und Eisdielen. Der Vanlife-Shop auf dem Hinweg war Globetrotter in klein, süßer Laden.
Mystische Wikinger-Hinelsteine
| Der Hafen von Kåseberga |
Danach ging es nach Simrishamn, ein niedliches Hafenörtchen mit schöner Steinkirche. Wir schlenderten zum Marktplatz, wo noch eine alte königliche Telefonbox stand. Der Hafen war Treffpunkt vieler Motorradfahrer. Einen ganz alten Volvo sahen wir hier. Die Schweden stehen auf alte US-Cars.
Fußgängerzone in Simrishamn Die alte Steinkirche in Simrishamn
Einen wunderschönen Übernachtungsplatz fanden wir per App ca. 8 km im Landesinneren in Grevlunda. Hier konnten wir direkt auf einer Wiese an einem kleinen Teich stehen. Wir kontaktierten den Besitzer per WhatsApp und zahlten 10 € in einen Briefkasten am Platz. Hier verbrachten wir den ganzen Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein und grillten abends noch ganz leckere Hähnchenspieße. Durch die großen Apfelplantagen in dieser Gegend wirkt es wie eine Mischung aus Altem Land und Südtirol.
Toller Stellplatz in Grevlunda beim Bauern
Ystad - 15.06.2024
Unser erster Stopp war auf einem Stellplatz kurz vor Ystad, der Drehort für viele Schwedenkrimis von Henning Mankell (Kurt Wallander). Es regnete stark und sollte gegen 17 Uhr aufhören. Wir fielen beide in einen wohligen Mittagsschlaf. Abends radelten wir direkt am Wasser ins Zentrum von Ystad. Nichts erkannte ich wieder. Der schiicke Marktplatz mit Kopfsteinpflaster war weg. Den Hafen kannte ich gar nicht. Dort lag gerade der größte dieselbetriebene Katamaran der Welt, der von hieraus nach Bornholm fährt.
Größter dieselbetriebene Katamaran der Welt
Wir radelten noch ein bisschen durch die Stadt und schauten am Kloster vorbei. Die Geschäfte hatten schon geschlossen. Ein paar nette Bauten entdeckten wir noch. Auf dem Marktplatz versammelte sich ein Junggesellenabschied.
Am Hafen gönnten wir uns noch ein gemeinsames Softeis und fuhren dann zurück zum WoMo. Nach ein bissl Fussi schliefen wir schnell noch vor 22.30 Uhr ein.
Ystad - Heimat von Wallander & Co.
Die Anreise - 14.06.2024
Es musste alles sehr schnell gehen wie in der Boxengasse der Formel Eins. Karlchen kam am Freitag gerade von seiner dreiwöchigen Kroatien-Sommertour zurück, musste ausgeräumt und sauber gemacht werden. Wir räumten dann ein, nachdem wir den Birne vom rechten Abblendlicht im Eiltempo gewechselt hatten. Fahrräder waren schon auf dem Träger. Und dann stellten wir abends fest, dass das WoMo Öl verliert. Was jetzt? Erstmal schauten wir mit Volker bei Ulli Fussi. Deutschland gewann das EM-Auftaktspiel furios mit 5:1.
Und danach starteten wir zu unserer Fähre nach Travemünde. Abfahrt sollte um 2.30 Uhr sein. Wir waren wirklich das einzige Wohnmobil auf der Fähre. Vor uns stand lediglich noch ein ausgeliehener Wohnwagen. Wir hatten uns eine Kabine für 80 € gegönnt und bevor der Kahn ablegte schliefen wir schon ein. Insgesamt 6 Stunden konnten wir schlafen, so dass dann nur noch eine Stunde Fahrzeit nach Trelleborg vor uns lag.
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