Åsnen Nationalpark und Westküste

Titelfoto

Blumenfahrrad am Åsnen See

 

Rückfahrt Trelleborg - Rostock am 25.06.2024

Morgens kamen wir sehr gut durch. Es waren von Lomma noch 50 km nach Trelleborg und wir fuhren über die Landstraße. Unterwegs kauften wir noch süße Mitbringsel im Coop ein und tanken das WoMo noch voll. Der Dieselpreis lag hier bei unter 1,61 € pro Liter. 


Zwar hatte uns Tanja bei der Fähre eingecheckt, doch als wir zur Schranke im Hafen von Trelleborg vorfuhren, benötigten wir eine Karte mit Barcode. Diese hatten wir noch nicht. Und so kam es zum Worse-Case-Szenario, dass ich rückwärts wieder von der Schranke wegfahren musste. Wie peinlich! Tanja checkte uns dann am Automaten ein und erhielt eine Karte mit Barcode. Danach konnten wir problemlos passieren. 


Die Fährfahrt war trotz Ausbuchung total entspannt. Das Meer war aalglatt, weil kein Wind wehte. Insgesamt fuhren wir 6 Stunden nach Rostock. Die TT-Linie “Peter Pane” war modernisiert worden, es lief auf dem Sonnendeck super chillige Ibiza-Musik. Echt nett ist es dort auf dem Schiff. 

 

Halbinsel Møn in Dänemark

Einlaufen in den Hafen von Rostock an Warnemünde vorbei

Gegen 18.00 Uhr kamen wir dann wieder zu Hause an. Ohne Stau, ohne Stress, und mit einem heilen Wohnmobil. 



Lund - 24.06.2024

Hier kamen Erinnerungen an meine Jugendzeit auf. Mit der A-Jugend war ich zum intern. Handballturnier nach Lund gefahren. Wir kamen recht weit, aber schieden dann doch im Halbfinale aus. 


Mit dem Fahrrad ging es nach dem Frühstück nach Lund. Die kleine Studentenstadt lag nur 11 km von Lomma entfernt. Wir hatten anfangs kleine Schwierigkeiten, den richtigen Weg zu finden. Gefühlt ging es in die Altstadt nur bergauf. Wir parkten die Räder am Anfang der Fußgängerzone und schlenderten durch die Straßen. Viele junge Menschen waren hier unterwegs. Es war inzwischen keine Wolke mehr am Himmel zu sehen. Wir stöberten sogar in einigen Geschäften und tranken am Ende noch einen Kaffee/Schoki im Espresso House. Dann ging es wieder zurück. 

 

Die Altstadt von Lund



Am Hafen von Lomma teilten wir uns Fish & Chips für 14 €. Das war aber wirklich lecker und damit war auch der Preis okay. Danach fuhren wir zu Karlchen zurück und mixten uns einen Aperol Spritz in der Sonne. Es war so warm, dass wir irgendwann in den Schatten rücken mussten. Ein ganz herrlicher Tag war es geworden. Erst gegen 18.00 Uhr machten wir uns ans Kochen der letzten Köttbular, diesmal mit Tomatensoße und Spaghetti. 



Lomma - 23.06.2024

Wir waren etwas verwundert, dass die Mädchen an der Rezeption des Campingplatzes in Lomma uns baten, wenn wir zwei Nächte bleiben wollten, dass wir uns schnell entscheiden sollten. Doch später wurde es uns klar. Die Plätze vorne am Wasser ohne Strom sind sehr beliebt und werden gern reserviert. Wir hatten Glück mit unserem Platz. 


An diesem Tag war es bewölkt und sehr windig. Der Regen hatte aber zum Glück nachgelassen. Die Kite-Surfer freuten sich über den Wind. Wir marschierten hinterm Deich in das Örtchen hinein. Hier war ein Yachthafen, wo viele Segelboote lagen. Ansonsten hatte der Ort wenig Reizvolles. In der Eisdiele gönnten wir uns noch eine Kugel in der Waffel für je 4,50 €. Manchmal muss man einfach über den teuren Preis hinwegsehen können. 

 

Der Hafen von Lomma


Abends kam dann tatsächlich noch die Sonne raus. Tanja zauberte für uns ein leckeres Curry und später spielte die DFB-Elf im dritten Gruppenspiel gegen die Schweiz 1:1 Unentschieden. Füllkrug traf per Kopf zum Ausgleich. 



Helsingborg - 22.06.2024 

Heute war ganz viel Regen angesagt, doch der Tag begann viel schöner. Wir frühstückten in aller Ruhe und packten dann die restlichen Sachen zusammen. Wir duschten noch und entsorgten Karlchen. Dann ging es über Grimslöv auf die 23 Richtung Süden. 


Unterwegs tankten wir noch günstig für 17,08 SKR (~ 1,52 €). Es hatte sich inzwischen eingeregnet. So kamen wir auf die Idee, uns Helsingborg anzusehen. Direkt neben dem Olympia Stadion parkten wir Karlchen und marschierten los. Der Regen ließ langsam nach. Durch einen kleinen Park erreichten wir einen großen Wasserturm, zu dessen Fuße die Altstadt mit Hafen lag. Tolle alte Häuser standen hier rum. Die Geschäfte hatten geschlossen. Die Fähre nach Helsingör/Dänemark lag gerade im Hafen. Hier an der schmalsten Stelle des Öresund braucht die Fähre nur 20 Minuten nach Dänemark. 

 

Blick auf den Hafen von Helsingborg

Zum Abschluss tranken wir noch einen Kaffee im einzig geöffneten Café Waynes. Dort wurden um 17.30 Uhr aber auch schon die Stühle hochgestellt. Dann ging es zurück zum WoMo, wo wir leckere Köttbular mit Pilzrahmsoße und Reis kochten und EM-Fußball guckten. 



Torne/Midsommerfest Rosenlund - 21.06.2024

Heute war Midsommer, der zusammen mit Weihnachten wichtigste Feiertag der Schweden. Nach dem Frühstück fuhren wir mit den Rädern nach Grimslöv. Dort war ein kleiner ICA Supermarkt, wo wir noch etwas einkaufen konnten. Uns kamen schon jede Menge Frauen mit Blumenkränzen im Haar entgegen. 


Wir fuhren noch zu einer Badestelle, um eine Stunde zu überbrücken. Dann ging es zum Hof Rosenlund, wo das Midsommerfest heute stattfand. Es war ein Familienfest für Jung und Alt. Es wurden traditionelle Lieder gesungen und Hand in Hand im Kreis getanzt. Es wurde selbstgebackener Kuchen und Kaffee verkauft. Alkohol wurde nicht angeboten. Das Fest ging nur von 14.00 - 16.30 Uhr. Wir blieben aber nur eine Stunde und fuhren dann wieder zurück. Am WoMo verbrachten wir den ganzen Nachmittag, gingen zwischendurch noch baden, grillten ganz lecker, saßen noch lange an diesem schönsten und wärmsten Abend draußen. Ich verlor gleich zwei Partien Backgammon - ungewöhnlich. 

 

Midsommerfest auf Rosenlund


 



Torne - 20.06.2024

Der Tag war eigentlich ideal zum Kajakfahren, doch wir fanden keinen Kajakverleih in der Nähe. Wir checkten im Torne Camping ein. An der Rezeption begrüßte uns ganz freundlich ein Deutscher, der nach Schweden ausgewandert war. Es war ein kleiner Campingplatz mit ein paar zusätzlichen Blockhütten, der direkt an der alten Bahntrasse lag. 


Mit den Rädern fuhren wir noch 9 km Richtung Süden bis zum einstigen Bahnhof Havlik. Auf dem Weg kamen wir an tollen Schwedenhäusern mit großer Terrasse und Veranda aus dem letzten Jahrhundert vorbei. Die Grundstücke sind riesig und meist super gepflegt. Auch an einer ganz schönen Badestelle hielten wir unterwegs an. Wir hatten allerdings keine Badesachen dabei. 

 

Schöne Badestelle am Asnen See


Abends kochten wir Penne mit Pesto, sehr lecker. Und wir entschieden uns, noch eine zweite Nacht hier zu bleiben. Morgen wollten wir zum Midsommerfest. Am Abend gab‘s noch EM-Fussi auf dem Tablet. 



Korrebo/Lunnabacken - 19.06.2024

Hier in Schweden spielen die Kinder noch draußen, singen miteinander, baden zusammen in den Seen. Es wird nicht auf der Straße geraucht und es liegt kein Müll herum. Die Welt scheint hier noch in Ordnung zu sein. Es wirkt alles sehr gepflegt, selbst die Wiesen mit den wilden Blumen. Alles sieht im Sonnenlicht so schön sattgrün aus. Die Menschen lächeln viel und grüßen nett. 


Morgens fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Fahrrad zum anderen See in Kyrkhult, doch wir fanden nur einen Wanderweg, der nicht befahrbar war. Deshalb fuhren wir an unserem See nochmal eine kleine Runde. 


Dann ging es zum geheimnisvollen Schrottplatz im Wald, wo ca. 100 Autos aus den 70ziger Jahren verrosten und sich der Wald seine Natur allmählich wieder zurückholt. 

 

Schrottplatz im Wald bei Ryd



Unser Ziel an diesem Tag war aber der Åsnen See. Es war recht frisch und die Sonne schaffte es erst gegen Nachmittag, sich von den Wolken zu befreien. Da hatten wir schon unseren Stellplatz in Korrebo gefunden. Hier konnten wir eine kleine Wanderung zum See machen. Dann kehrten wir im Café ein. Am WoMo konnten wir in der Sonne noch einen Drink nehmen, bevor wir den Lachs auf den Grill legten.

 

Café in Korrebo/Lunnabacken

Ab 18 Uhr gab es das zweite Spiel des DFB-Teams gegen Ungarn, das am Ende mit 2:0 gewonnen wurde. Der Empfang war super. Und so ging auch dieser Tag sehr erfolgreich zu Ende. 



Kyrkhult - 18.06.2024

Es ist einfach zum Schlafen die perfekte Temperatur. Und wenn dann noch alles so entspannt idyllisch in der Morgensonne glänzt. Das kann man selbst auf Fotos nicht einfangen. 


Unterwegs entdeckten wir auf einem Rastplatz eine Fahrradtour, die wir einfach mal machen wollten. 24 km war die Strecke lang und sollte zumindest kurz an einem See vorbei führen. Erst ging es über Felder, dann kurz mal auf der Hauptstraße, und dann in den Wald hinein. Die Steigung wurde immer schlimmer bis wir von den Rädern mussten. Bergab ließen wir dann laufen. Wer bremst verliert! Der erste See war sehr idyllisch. Dort machten wir eine kleine Pause.

 


Typisches Haus in Schwedenrot

Alte Steinbrücke

Danach beobachteten wir einen Raubvogel bei der Jagd und schreckten zwei Rehe auf. Oder waren es doch Elche? Wir kamen noch an einer malerischen Steinbrücke vorbei und gelangten dann doch schon nach 19 km zum WoMo zurück. Tolle Tour. 


Und anschließend ging es dann zum kostenlosen Stellplatz der Gemeinde Kyrkhult direkt mit Wiese und Badesee. Dort badeten wir sogar kurz mal, nachdem unsere Picknick-Decke erstmals zum Einsatz kam. Das Wasser war wärmer als erwartet. Zum Abschluss gab es ein leckeres Bauernfrühstück. Und ich musste meinen Qwixx-Titel verteidigen. Wieder ein toller, entspannter Tag. 

 

Kostenloser Stellplatz in Kyrkhult

 

 

 

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