Pachamama - Südamerika 2024
Nach drei Monaten quer durch Peru, Bolivien und Kolumbien mit mehr als 5.100 km per Bus und einigen nicht vermeidbaren Flügen sind wir unglaublich dankbar dafür, was wir auf dieser Reise alles erleben und welche herzlichen Menschen wir treffen durften. Die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren hat uns total fasziniert. Unsere Erfahrung mit der Höhenkrankheit und den vielen Magen-/Darmverstimmungen in Peru gehörte natürlich auch dazu.
Unsere Reiseroute führte uns von Lima in den Süden Perus nach Paracas, Huacachina, Arequipa, auf über 4.900 m Höhe zum atemberaubenden Colca-Canyon bis über die bolivianische Grenze an den Titicacasee. Von Copacabana ging es zurück in die sehenswerte Stadt Cusco, die für uns das Basislager für den Machu Picchu und eine viertägige Dschungel-Tour in den Manu Nationalpark war. Von hier machten wir auch einen Tagesausflug ins Heilige Tal von Pisac.
Besonders gut hat uns Ollantaytambo als Zwischenstation zum Machu Picchu gefallen. Super schöne Gassen, ein lebendiger Marktplatz, sehenswerte Inka-Ruinen, und eine bezaubernde Bergwelt drum herum machen diesen Ort noch immer zu einem echten Geheimtipp.
Knapp 4 Wochen waren wir in Höhen oberhalb von 3.300 Metern unterwegs. Das ist für Flachlandtiroler wie uns schon echt anstrengend. Aufgrund von Unruhen zwischen den Drogenkartellen in Ecuador war für uns schnell klar, dass wir dieses Reiseziel von unserer Agenda streichen mussten.
So flogen wir von Cusco über Bogota nach Medellin, der einstigen Drogen- und Gangsterhauptstadt. Die Comuna 13, das berühmt berüchtigte Stadtviertel Medellin‘s erinnert eindrucksvoll daran. Weiter ging unsere Reise ins süße Salento, einem Kaffeeanbaugebiet mit hohen Wachspalmen und einer wunderschönen Landschaft drum herum. Danach besuchten wir die zweifarbige Tatacoa-Wüste, die uns schwer beeindruckt hat. Die Temperaturen stiegen hier auf knapp 40°C. Das wäre ohne Abkühlung im Pool schwer auszuhalten gewesen.
Richtungsänderung: Mit dem Nachtbus ging es zurück nach Bogota. Zwischen der Hauptstadt und dem Karibischen Meer bereisten wir noch Villa de Leyva, Girón, San Gil mit Barichara und Mompox. Das waren alles kleine, niedliche Kolonialstädtchen mit weißen Häusern und schicken Marktplätzen. Aber unsere Sehnsucht nach Meer wurde immer größer.
In Tolú war es dann endlich soweit. Wir waren am Meer und konnten baden. Der Ort Rincòn del Mar war etwas hippie-mäßig und hat uns sehr gut gefallen. Die vorgelagerten Inseln Múcura und Titipan bieten noch echtes Karibik-Flair mit türkisem Wasser und weißen Feinsandstränden. Diese besuchten wir aber nur als Tagesausflug.
Die angeblich schönste Stadt Kolumbiens, Cartagena hat uns auch gut gefallen, aber das war uns schon wieder zu voll. Hier kippen die Kreuzfahrtschiffe die Touristen in Massen ab. Im Künstlerviertel Getsemani konnten wir dennoch unser Bier Aguila in Ruhe genießen.
Und dann gönnten wir uns zum Abschluss noch die Inseln Providencia und San Andres. Beide Inseln konnten wir mit einem Scooter erkunden. Die beiden Traumstrände Southwest Beach und Manzanillo auf Providencia werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Hier haben wir traumhaft schön gebadet.
Vorletzte Station waren die Strände östlich des Tayrona Nationalparks, wo wir in einem Hostal direkt am Strand übernachteten. Hier gab es zum Meer hin keine Türen, sondern nur Vorhänge - Wellenrauschen inklusive. Das war hier eine mega chillige Location.
Als Letztes besuchten wir den Tayrona Nationalpark. Wir waren uns lange Zeit nicht sicher, ob sich der Besuch lohnt oder wir eher enttäuscht werden. Es war grandios und wir trafen wieder einmal die richtige Entscheidung! Traumstrände, hellblaues Wasser, schöne Wanderwege, frei lebende Tiere (Affen, Kayman, Wasserschwein) und Indios erlebten wir hier. Für eine Nacht buchten wir ein Zelt auf dem mittleren der drei Campingplätze. So konnten wir ganz entspannt auch den bekanntesten und weit entferntesten Strand Cabo San Juan erwandern und am nächsten Vormittag den Strand Piscina genießen. Das war traumhaft schön! Wir badeten hier so fantastisch schön. Das Wasser war seicht und flach abfallend. Perfekt für uns! Endlich hatten wir unsere Badewanne gefunden. Das war ein wunderschöner Abschluss einer phänomenalen Reise.
Nach unserer ersten Auszeit 2017/2018, in der wir die südostasiatischen Länder Thailand, Laos und Kambodscha bereist haben, folgte jetzt Südamerika. Und es war wieder sooo großartig!

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