UK-01 | Anreise und Unterschiede

Zu England fällt mir als erstes der Linksverkehr ein. Das war zugegeben ungewohnt und so viele Kreisel kennen wir in Deutschland nicht. Doch die Briten fahren unglaublich rücksichtsvoll Auto und bedanken sich bei jeder Kleinigkeit. Deshalb fiel es uns einigermaßen leicht, uns hier einzugrooven. Allerdings waren die schmalen Straßen Cornwalls öfters sehr herausfordernd und wir erlebten einige Situationen, in denen ein Auto (selten wir) zurücksetzen musste. Die Einheimischen gingen damit vollkommen entspannt um. 

Die Anreise mit der Fähre von Dunkerque nach Dover war problemlos und dauert ca 2 Stunden. Einziges Muss: ein gültiger Reisepass. Preis pro Fahrt ca 110 €. Als ADAC-Mitglied bekamen wir sogar noch 10% Rabatt.

Das Geld und die Maßeinheiten: mit dem Euro ist man verwöhnt, doch mit dem Pfund kommt man schnell zurecht. Und obwohl man fast überall mit Karte bezahlen kann, holten wir Bargeld aus dem Automaten. Die Entfernungen in Meilen unterschätzt man sehr leicht. Das Einhalten des Tempos war mit dem Wohnmobil nicht so schwierig. Navigation mit Google Maps war manchmal herausfordernd bis scheiße, doch Tanja ist die beste Navigatorin der Welt. Wie beim Rallyefahren hat sie immer angesagt, welche Abfahrt ich im Kreisel nehmen soll. Das hat super geklappt und wir sind ein starkes Team. Zum Glück gab es nirgendwo eine Brücke, die zu klein für uns war. Wir hatten uns extra einen Zettel mit Umrechnungen ausgedruckt. 

Mit dem Wetter hatten wir riesiges Glück! Es war kaum eine Wolke am Himmel zu sehen und es hat nicht einmal geregnet. Temperaturen um die 20 Grad waren super angenehm. Ein Stellplatz-Netz für WoMos gibt es hier nicht. Es gibt große Holiday Parks und einige Bauern, die ihr Land zur Verfügung stellen, das sog. Farm Camping. Ohne Strom kostet die Nacht meist um die 20 Pfund (23,40 €). Sanitäre Anlagen sind häufig vorhanden. Man darf sich hinstellen wo man will.
Auf den Campingplätzen gibt es in England kaum Grauwasser-Ablässe. Unser Schmutzwasser haben wir über einen Eimer abgelassen und so entsorgt.

Die Briten erzählen gern viel und oft sehr laut. Sie helfen einem beim Verstehen, reden aber manchmal auch sehr schnell. Das Preisniveau liegt etwas über unserem. Diesel kostet der Liter um 1,45 Pfund (ca 1,70 €). Es gibt hier sogar Aldi und Lidl. Im Pub kostet ein Bier 1 Pint ca. 5,50 Pfund. Die Geselligkeit im Pub ist schon eine wirklich tolle Kultur. Jede soziale Schicht, jedes Geschlecht und Alter mit Kind und Hund trifft sich im Pub und kommt dort super schnell ins Gespräch.

Die Engländer hatten in der Woche nach Pfingsten eine Woche Ferien, deshalb waren einige Campingplätze auch voll. 


Die erste Nacht in England verbrachten wir am Strand von New Romney kurz hinter Folkestone. Hier ein paar weitere Eckdaten zu unserer Cornwall-Reise: 

  • Reisezeit: 25.05.2023 - 11.06.2023
  • Reisedauer:  17 Tage 
  • Fähre: Dunkerque - Dover - Dunkerque
  • Anzahl Übernachtungsplätze: 
  • Gefahrene km: ca. 3.000 km 

Hier kommen die Top Hot Spots unserer Reise: 

  1. Fowey
  2. Port Isaac
  3. Jurassic Coast 
  4. Mevagissey
  5. Mousehole
  6. St. Agnes
  7. Padstow
  8. Winchester
  9. St. Ives
  10. The Lizard
  11. St. Just

 Alle Fotos im Überblick findest Du hier: 

Fotogalerie Cornwall / England 2023

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Do. 25.05.2023
Wankum (holländische Grenze)
Um 16 Uhr holte ich Tanja vom Berliner Tor ab. Dann starteten wir über die Elbbrücken. Über 400 km konnten wir noch fahren und erreichten beinahe Venlo. Damit haben wir morgen nur noch 300 km bis zur Fähre vor uns. Leider kann ich schon wieder nicht einschlafen und komme irgendwie nicht zur Ruhe. Wir stehen auf einem Wanderparkplatz nahe der holländischen Grenze.


Was macht man, wenn man nicht schlafen kann? Man schlägt sich die Nacht um die Ohren. Hört Musik, guckt einen Film, schreibt Tagebuch. Oder man fährt weiter. So brachen wir blitzschnell wieder auf. In der Nähe von Eindhoven fanden wir schnell ein Sportzentrum mit Parkplatz. Von 4 Uhr bis 8 Uhr konnte ich schlafen.

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