UK-02 | Unsere Route - von Dorset nach Devon
Nachdem wir problemlos auf eine Fähre früher umgebucht wurden, verbrachten wir die erste Nacht am Strand von New Romney auf einem Parkplatz mit zwei anderen WoMos. Natürlich mussten wir erstmal ein Gefühl dafür bekommen, ob das Wildcampen überhaupt möglich ist. Und natürlich war das möglich.
Genau genommen beginnt unsere Reise in der Grafschaft Hamshire beim Besuch der Kleinstadt Winchester nordöstlich von Southampton. Diese hat uns ausgesprochen gut gefallen. Danach verbrachten wir die Nacht vor dem Vereinshaus des Poole F.C., wo noch eine Feier an diesem Samstagabend stattfand.
Durdle Door, die Felsbrücke an der Jurassic Coast, befindet sich bereits in der Grafschaft Dorset und war unser erster Hot Spot. In der Nähe buchten wir uns erstmals auf einem Farm Camping ein. Von hier aus bewegten wir uns erstmal an der Küste entlang.
Alle Fotos auf einem Blick in unserer Fotogalierie:
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Do. 01.06.2023
Kyance Cove (Farm Camping)
Es war wieder mal bewölkt an diesem Morgen. Nach einem kurzen Frühstück tankten wir Frischwasser auf und duschten noch schön. Dann verließen wir den Campingplatz. Puuh und dann musste ich gleich topfit sein. Enge Straßen, auf denen man dem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen musste, passierten wir. Ich fluchte und Tanja klappte immer wieder den Beifahrerspiegel ein. Es war hier verdammt eng!
In Truro kauften wir noch bei Tesco ein. So besonders war der Einkaufsspaß aber gar nicht. Dann ging es weiter nach Falmouth. Das ist eine etwas größere Stadt im Süden Cornwalls. Die Mainstreet schlenderten wir entlang. Auffällig viel Gastronomie war hier. Vom Pizzaladen bis zum afrikanischen Restaurant war alles dabei. Nach einer Stunde kehrten wir zum WoMo zurück.
Jetzt ging es zum The Lizard, einer sperrlich besiedelten Halbinsel mit atemberaubenden Küsten. Doch es gestaltete sich schwierig. Den Campingplatz fanden wir nicht. Der Ausweichplatz war auch total süß und ca zwei Meilen entfernt. Also fuhren wir mit unseren Fahrrädern los auf der Landstraße.
Kyance Cove (Farm Camping)
Es war wieder mal bewölkt an diesem Morgen. Nach einem kurzen Frühstück tankten wir Frischwasser auf und duschten noch schön. Dann verließen wir den Campingplatz. Puuh und dann musste ich gleich topfit sein. Enge Straßen, auf denen man dem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen musste, passierten wir. Ich fluchte und Tanja klappte immer wieder den Beifahrerspiegel ein. Es war hier verdammt eng!
In Truro kauften wir noch bei Tesco ein. So besonders war der Einkaufsspaß aber gar nicht. Dann ging es weiter nach Falmouth. Das ist eine etwas größere Stadt im Süden Cornwalls. Die Mainstreet schlenderten wir entlang. Auffällig viel Gastronomie war hier. Vom Pizzaladen bis zum afrikanischen Restaurant war alles dabei. Nach einer Stunde kehrten wir zum WoMo zurück.
Jetzt ging es zum The Lizard, einer sperrlich besiedelten Halbinsel mit atemberaubenden Küsten. Doch es gestaltete sich schwierig. Den Campingplatz fanden wir nicht. Der Ausweichplatz war auch total süß und ca zwei Meilen entfernt. Also fuhren wir mit unseren Fahrrädern los auf der Landstraße.
| The Lizard |
Wahnsinnig schön und fotogen war hier die Steilküste. Durch die Gezeiten sah es dann auch nochmal ganz unterschiedlich aus. Wir machten viele Fotos und Tanja tauchte ihre Füße ins Wasser. An diesem Abend gab es noch Hähnchen-Curry und der HSV verlor das Relegations-Hinspiel mit 0:3 beim VfB Stuttgart.
Es ist 4 Uhr und ich habe bis jetzt kein Auge zu bekommen. Ich kann nicht einschlafen.
Mi. 31.05.2023
Mevagissey (Higher Kestle Farm Camping)
4.40 Uhr und ich habe 6,5 Stunden geschlafen. Darüber freue ich mich gerade bei einem frühen Kaffee, um damit den gestrigen Geburtstag Revue passieren zu lassen.
Es fing bewölkt an und genauso fühlte ich mich. Wir frühstückten den Rest des Baguettes und Tanja kochte mir dazu einen Kaffee. Dann ging es die schmal bewucherte Anfahrtstraße zurück. Bis zur A30 war es dann gar nicht mehr so weit.
Im Car Park von Fowey war es sehr schwer, mit Karlchen einen geeigneten Parkplatz zu finden. Es gab hier keine extra Plätze für WoMos. Am Ende quetschten wir uns in eine PKW-Lücke. Passt! Die paar Meter in den Ort rebellierten wieder meine Knie, weil es relativ steil bergab ging.
Der Ort Fowey war zauberhaft. Total schönes Flair am Wasser, alte Gassen, kreischende Möwen, bunte Segelboote, fotogene Häuserfassaden. Hier hat es uns richtig gut gefallen. Inmitten stand eine super erhaltene Kirche, die wie eine Festung anmutet. Note 1. Und jetzt war plötzlich auch keine Wolke mehr am Himmel.
| Zauberhaftes Fischerdorf Fowey |
Nachmittags ging es weiter nach Mevagissey. Hier bogen wir sofort auf den Car Park ab und wurden gleich eingewiesen. Einfacher ging es nicht. 200 m weiter kamen wir zum Hafen, der total schön von satt grünen Hügeln umgeben wurde. Hier lagen noch alte Fischkutter, auf denen mal schwer gearbeitet wurde. Das Hafenbecken wurde von hohen Mauern vor der stürmischen See geschützt. Sehenswerte Küste und einen süßen Leuchtturm gab es hinter den Mauern noch zu sehen. Note 2+. Wir kehrten noch in den Pub „Ship Inn“ ein. Tanja bestellte einen Chicken Burger und ich Fish & Chips.
| Malerisches Mevagissey |
Und danach fanden wir noch einer super netten Farm Camping, wo wir noch die Abendsonne genießen konnten. Herrlich. Hier konnten wir auch unsere Stromreserven wieder aufladen. Der nette Besitzer kam gegen 20 Uhr noch zum Abkassieren rum. 33 Pfund (38,40 €) kostete eine Nacht inklusive Strom.
Di. 30.05.2023
Broadwoodwidger (Stausee)
Es ging weiter Richtung Okehampton. Ziel: Wandern auf dem Lydford Gorge Trail im Dartmoor Nationalpark. 10 Pfund Eintritt pro Person mussten wir bezahlen. Der Weg war ca 5 km lang und führte durch den nassen Wald vorbei an einem schönen kleinen Wasserfall. Zurück ging es die ganze Zeit am Bach entlang. Sehr schön.
| Wandern im Dartmoor Nationalpark |
Im Anschluss suchten wir einen Übernachtungsplatz bei einem Bauern mit Farm Camping, doch wir fanden irgendwie nicht den richtigen Hof. Deshalb ging es weiter zu einem Stausee in der Nähe. Die Anfahrt war katastrophal eng und wir mussten einige Büsche wegdrängen. Dann hatten wir unseren Platz gefunden. Die meisten Briten kamen hier mit ihren Hunden zum Spaziergehen her. Eine ältere Frau hielt extra nochmal, um uns auf deutsch anzusprechen. Wir kochten noch Penne mit Roquefortsauce und planten die nächsten Tage. Morgen hat Tanja Geburtstag und wird 45 Jahre alt.
| Wild campen am Stausee |
Ich kann einfach nicht einschlafen. Ich lege mich immer wieder ins Bett und kann nicht einschlafen. Das ist ganz furchtbar, aber ich kann nichts dagegen machen. Irgendwann klappt es denn. Ich darf mich selber nicht unter Druck setzen oder verrückt machen. Das ist schon schwierig genug. Bei einem Blutdruck von 105:72 sollte ich eigentlich gut schlafen können. Gegen 1.30 Uhr spielten wir zwei Partien Backgammon. Verrückt. 3.30 Uhr scheiterte der nächste Einschlafversuch. Ach menno!
Mo. 29.05.2023
Honiton (Waldparkplatz)
Es war verdammt stürmisch an diesem Morgen, deshalb entschieden wir uns gegen einen weiteren Tag auf dem Campingplatz. Es ging die Küstenstraße weiter in Richtung Weymouth. In Abbotsbury machten wir ganz spontan eine Rast. Auf dem Parkplatz stand witzigerweise ein WoMo mit Hamburger Kennzeichen.
Das Örtchen war süß und schnuckelig. In einem Tea Garden tranken wir noch Tee/Kaffee und probierten den englischen Apfelstrudel mit Ice-Cream. Dann ging es im Anschluss nach Lyme Regis.
| Café in Abbotsbury |
Für drei Stunden lösten wir auf dem Parkplatz. Wir hatten das große Glück, dass wir den letzten Parkplatz für Mobilheime ergatterten. Dann ging es zu Fuß ins Zentrum. Es war ein Badeort mit Charme. Die bunten Fassaden sahen schon cool aus. Der Sturm hatte sich gelegt. Viele Menschen waren hier unterwegs, wenige ausländische Touristen waren dabei.
An der Promenade gönnten wir uns ein Eis. Die Leute waren alle nett und hilfsbereit zu uns. Wir schlenderten noch bis zum Yachthafen. Davor der Strandabschnitt war besonders belebt, denn hier war vermutlich Sand aufgeschüttet worden. Der Rest bestand aus größeren Kieselsteinen. Viele Pubs und Cafés gab es entlang der Promenade. Am Ende kehrten wir noch in einen Pub ein, um einen Abschlussdrink zu nehmen.
| Ferienort Lyme Regis |
Unser heutiger Übernachtungsplatz lag noch 20 km ins Landesinnere in den Blackdown Hills mitten im Wald. Ein entgegenkommendes Auto musste noch rückwärts fahren, um uns auf dem einspurigen Zuweg auszuweichen. Mit einem französischen Bussi und einem englischen Kastenwagen übernachteten wir zu dritt auf diesem Wanderparkplatz. Wir kochten uns noch Bauernfrühstück Allerlei und hatten einen schönen Abend.
So. 28.05.2023
Durdle Door (Campingplatz)
Recht früh erreichten wir den Parkplatz am Durdle Door. Hier war schon ordentlich Leben zu beobachten. Natürlich war heute Pfingstsonntag und das Wetter lockte viele Einheimische gleichermaßen an. Mit Kühltaschen und SUPs ging es für viele an den Strand. Wir fuhren noch einmal davon, weil wir auf dem Campingplatz nebenan einchecken wollten. Doch denkste da war kein Platz mehr frei. Also fuhren wir zurück zum Parkplatz. 20 Pfund kostete das Ticket. Doch dafür sollten wir auch etwas wunderbares sehen. Die Strände sahen von der Steilküste einfach großartig fotogen bei so einem Kaiserwetter aus. Und dazu kam noch das Felsentor „Durdle Door“. Wir verweilten oben ein bisschen, bevor es wieder zum Parkplatz zurück ging. Es badeten sogar ein paar wenige.
| Der Hammer: das Felsentor Durdle Door |
Wir entschieden uns, einen anderen Campingplatz in der Nähe anzufahren. Dieser lag ca 10 km entfernt. Auf einer riesigen Wiese standen viele Zelte und nur wenige WoMos. Wir checkten problemlos ein und entsorgten erstmal. Dann suchten wir uns einen Platz. Wir saßen an diesem Nachmittag viel in der Sonne vor Karlchen und ließen es uns gut gehen. Dass der HSV in letzter Sekunde doch nicht direkt aufgestiegen ist verdankt er dem Last-Minute-Tor von Tim Kleindienst aus der 96. Spielminute. War das spannend!
Heute grillten wir unsere Hähnchenspieße und es gab ein paar Kartoffelscheiben sowie Tomaten-Gurkensalat dazu. Danach sind wir noch auf ein Bier ins Smugglers Inn, einem netten Pub hier im Ort mit super netter Terrasse.
Es ist 2.55 Uhr und ich kann schon wieder nicht einschlafen. Immer wieder probiere ich es, doch bislang erfolglos. Das zerrt an meinen Kräften.
Sa. 27.05.2023
Poole F.C. (Sportplatz)
An diesem geschichtsträchtigten Tage als der BVB doch kein Deutscher Meister geworden ist fuhren wir morgens Richtung A20 nach London. Es ging schon viel besser mit dem Linksverkehr und ich wurde immer sicherer. Unterwegs besuchten wir noch die Kleinstadt Wincester. Bei bestem Wetter saßen die Leute im Park oder draußen in den Pubs. Es war wirklich ein sehenswertes Städtchen mit einer riesigen Kathedrale. Zum Abschluss gab es noch Fish & Chips für uns. Da kam eine riesige Portion auf uns zu. Sehr lecker. Dann ging es wieder zurück zu Karlchen.
Als Schlafplatz hatten wir das Sportzentrum des Poole F.C. ausgesucht. Hier fand zwar eine Party statt, aber wir störten niemanden. Wir konnten sogar noch ein bisschen auf dem Football Platz in der Sonne sitzen. Trotz später Gesellschaft konnten wir dort super schlafen.
Fr. 26.05.2023
New Romney (Strand)
Ziemlich gerädert ging es weiter Richtung Antwerpen. Gent und Brügge nach Dünkirchen in Frankreich. Es zog sich ganz schön bis zum Fährhafen. Vorher tankten wir nochmal für 1,64 € am Automaten bei Carefour. Dann ging es zur Fähre. Vollkommen problemlos konnten wir eine Fähre früher nehmen. Eine freundliche DFDS-Mitarbeiterin buchte alles für uns um. Bei der Ausreise aus der EU fragte uns der Zöllner, ob er einen Blick in Karlchen werfen dürfe. Er suchte ganz offensichtlich nach illegalen Mitreisenden.
Dann ging es weiter zur Border Control der Briten. Hier ging wieder ein Zöllner ins WoMo und öffnete sogar jeden Schrank. Auch unser Außenstaufach wurde überprüft. So gründlich sind wir wirklich noch nirgendwo durchsucht worden. Wir hatten es ohne Beanstandungen geschafft.
Nach 2 Stunden erreichten wir die Kreidefelsen von Dover. Schöner erster Anblick. Und ab jetzt ging es per Linksverkehr weiter. Die Anspannung stieg. Es war sonnig mit viel Wind. Und unerwartet hügelig war es hier. Häuser und Fassaden wie in den englischen Krimis säumten das Stadtbild.
Nachdem wir die Uhren um eine Stunde nach hinten gedreht hatten war es jetzt 16 Uhr. Wir wollten uns ein nettes Plätzchen am Strand suchen, wo wir in der Sonne noch einen Aperol trinken konnten. Dank Park4Night fanden wir einen geeigneten Parkplatz in New Romney. Hier standen schon zwei WoMos und wir gesellten uns dazu. Vor dem einen selbst ausgebauten Transporter saß ein Pärchen in Badehose bzw. Bikini. Das hielten wir bei 15 Grad für etwas zu optimistisch. In Wolldecken eingepackt genossen wir unseren Drink. Danach gab es Spaghetti Resto, also mit Pesto Calabrese und restlichem Gemüse.
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