Stadtderby und Scharbeutz

Oh man was für ein Faux pas? Ich wollte eigentlich nur schon vorher mal den Kühlschrank auf Gas anmachen. Zur Probe zündete ich eine Gasflamme an und anstatt sie wieder auszumachen drehte ich sie nur auf Minimum. Dann klappte ich die Glasabdeckung zu. Fünf Minuten später hörte ich ein Hagelschauer im Wohnmobil. Die Glasabdeckung war in tausend Teile zerbrochen. Ich ärgerte mich zu Tode und mir war die Lust am Wochenende vergangen. Tanja musste mich erst wieder aufrichten, damit es los gehen konnte. 

 

Sonnenuntergang in Neustadt
Blick auf das Klüvers im Neustädter Hafen


Wir wollten unbedingt das Stadtderby zwischen dem HSV und St. Pauli im Klüvers in Neustadt gucken. Das war dort sehr entspannt und man konnte auf Leinwand ganz gut Fussball gucken. Ohne Stau rollten wir gegen 18.20 Uhr auf den Parkplatz hinter der Polizei - diesmal auf der anderen Uferseite. Dort standen zwei WoMos und wir gesellten uns dazu. Dann ging es zu Fuss Richtung Klüvers. 

Was für ein Wahnsinnsspiel? Am Ende gewann der HSV das Stadtderby mit 4:3, aber sieben Tore in so einem Spiel sieht man selten. Es hat sich somit gelohnt. Und es lenkte mich ein wenig ab, auch wenn ich die ganze Nacht von dieser blöden Abdeckung träumen sollte. 

Am Samstag sollte super geniales Wetter werden, deshalb entschieden wir uns morgens, erst bei Lidl einzukaufen und danach nach Scharbeutz in den WoMo-Hafen zu fahren. Wir wollten schon in der Sonne lecker frühstücken. Und das taten wir dann auch. Den vorletzten Platz bekamen wir ab, sehr schmal unter einem Baum, aber Karlchen passte genau da rein. 

Wir chillten vorm WoMo und machten nachmittags noch eine kurze Fahrradtour nach Sierksdorf. Hier war gerade ein Mega-Marsch von 50 km in Gange. Wir wunderten uns anfangs über so viele sportliche Wanderer. Tanja kam dann mit einem großen Spaghetti-Eis an - ein Berg von Eis. 

Ein Böotchen am Strand von Sierksdorf
 

Und auf der Rücktour wollten wir uns kurz mal den Stellplatz "WoMo-Oase" genauer anschauen. Dieser liegt etwa 50 m im Hinterland und so radelten wir dorthin, passierten die geschlossene Schranke und machten halt an einem Stopschild. Plötzlich wurden wir von links angebrüllt, was wir hier zu suchen hätten und dass wir hier nicht auf den Platz dürfen. Ein älteres Ehepaar war wohl als Platzwart engagiert und vergriff sich m. E. deutlich im Ton. Und darauf reagiere ich wirklich agressiv allergisch. Ich brüllte zurück und versicherte, dass ich niemals wiederkehren werde. Was für ein paar Arschgeigen? 

Friedlich kehrten wir zu unserem Platz zurück, wo wir noch Hähnchenspieße und Würstchen mit ein bisschen Salat grillen wollten. Das war auch ausgesprochen lecker. Und hier waren wir auf jeden Fall willkommen. 

Am Sonntag suchte die Sonne noch eine Lücke zwischen den Wolken. Wir radelten trotzdem nochmal nach Niendorf, tranken in der Fisch-Bar einen Kaffee und fuhren dann wieder zurück. Eigentlich wollten wir noch zu Gosch, aber ließen unser Mittagessen dann aus. Dafür gab es zum Abschluss noch einen Crepes. Die Sonne kam tatsächlich noch raus.

Unsere neue WoMo-Kralle wurde geliefert

  
Fehlende Glasabdeckung!


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