Ostern 2023 in Berlin

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Wir hatten uns Berlin schon im letzten Jahr vorgenommen, aber jetzt haben wir es endlich gemacht. Berlin ist eine Großstadt, Hamburg eine Provinz. Gefühlt war die ganze Welt auf Städtetour in unserer Hauptstadt. Es kommen einfach viel mehr Touristen nach Berlin als nach Hamburg. Jeder Zweite spricht eine andere Sprache und die Stadt ist viel internationaler. Das ist wirklich Wahnsinn und wir hatten zurecht Respekt vor dieser riesigen Stadt.

 

Am Karfreitagmorgen fanden wir schnell unser Basislager in Berlin. An der Avus-Tribüne, nahe des Messegeländes, fast neben dem Mommsenstadion bezogen wir Quartier auf einem Parkplatz der Kolonie Waldschule, einem Kleingartenverein in Berlin-Charlottenburg. Von hier war die S-Bahnstation Messe-Süd nur 5 Minuten mit dem Fahrrad entfernt und wir hatten hier ein gutes Gefühl.

S-Bahnstation Messe-Süd

Am ersten Tag erkundeten wir die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und lösten dazu jeweils ein Tagesticket für 9,50 €. Es war mit ca. 7°C ziemlich kalt und bewölkt. Von Messe-Süd ging es vier Stationen zum Bahnhof Zoo und hier ab in die Buslinie 100, die längst kein Geheimtip mehr für eine Stadtrundfahrt ist. Vorbei an den Nordischen Konsulaten, der Siegessäule, Schloss Bellevue, stiegen wir am Deutschen Bundestag aus. Hier ließen wir uns noch - mit 30 min. Wartezeit - für einen Besuch der Kuppel am Ostersonntag registrieren. Der Eintritt ist kostenlos, man muss nur einen gültigen Ausweis dabei haben.

Es ging dann über das Brandenburger Tor weiter zum Alexanderplatz, der auf uns ziemlich heruntergekommen wirkte. Hier hatte ich damals mit meinem Papa nach Zwangsumtausch meine erste DDR-Cola in Ost-Berlin getrunken. Für mich war das eine bedeutende Erinnerung.

Von dort gingen wir zu Fuß am Roten Rathaus vorbei zur Museuminsel, wo die ganzen Museen in ihren eindrucksvollen Tempeln aufwarten. Gleich nebenan thront der Berliner Dom vor einem Springbrunnen und daneben befindet sich das Berliner Schloss. Ein bisschen erinnerte mich das an unsere Städtetour nach Rom. Und dann liefen wir die Friedrichsstraße hinunter bis ganz zum Checkpoint Charlie, wo wir noch das Mauermuseum besuchten.

Berliner Dom

Nationaltheater

 
Checkpoint Charlie

Entlang der Friedrichsstraße gab es für uns auch noch eine Menge zu entdecken. Ganz unerwartet waren wir mitten in einer Porsche-Ausstellung mit tollen alten Rennwagen. Auch in den Ampelmann-Laden mussten wir nochmal kurz reingehen. 

E-Studie eines Porsche-Rennwagens

Das waren noch Autos: Porsche von 1953

Der Ampelmann - überall in Berlin zu sehen

Am nächsten Tag ging es mit dem Fahrrad zum Charlottenburger Schloss und von hier an die Spree. An einem Nebenarm kamen wir bis zum Rand des Tiergartens und konnten dann die ganze Zeit im Park fahren. An diesem Samstag waren gefühlt noch viel mehr Touristen unterwegs. Unten an der Spree fuhren wir durch's Regierungsviertel, dort wo die Journalisten immer die Politiker interviewen. Unser Ziel waren die Gassen des Nikolaiviertels.

 

Nette Gassen im Nikolaiviertel

 

Am Hackeschen Markt war ein Handwerkermarkt mit Foodständen. Dann ging es zum Prenzlauer Berg, wo erstmals die Sonne raus kam und wir sofort einen Aperol trinken mussten. Das war wunderschön in der Sonne. Plötzlich explodierte die Stadt und die Bars und Cafés öffneten ihre Biergärten. Vom Prenzlauer Berg ging es dann über den Ku'damm zurück zum WoMo. Zwischendurch entdeckten wir noch einen Vietnamesen und speißten dort zu Abend. Das war super lecker. Fix und fertig schliefen wir dann ein. Die Menschenmassen machten uns an diesem Ostersamstag wirklich fertig.

Handwerkermarkt auf dem Hackeschen Markt

Am Ostersonntag wartete das absolute Highlight auf uns: der Besuch der Kuppel des Deutschen Bundestages. Wir hatten das große Glück, dass wir uns noch vor Ort registrieren konnten. Um 11.30 Uhr mussten wir an der Sicherheitskontrolle sein. Trotz schwerer Beine entschieden wir uns für das Fahrrad und radelten wieder durch den Tiergarten. Mit dem Fahrstuhl ging es dann in einer Gruppe hoch in den vierten Stock zur Kuppel. Obwohl die Gegensätze nicht größer sein könnten passt die moderne Kuppel zum alten Reichstagsgebäude. Ein Rundweg führt an der Außenfassade hoch. Oben ist die Kuppel offen und so gestaltet, dass Regenwasser aufgefangen wird. Das ganze Konstrukt ist sehr fotogen und man hat einen super Blick über die Stadt. 

Im Berliner Pavillon gönnten wir uns eine Currywurst mit Bier/Aperol. Dann radelten wir weiter zum Bundeskanzleramt und weiter an der Spree Richtung Friedrichstadt Palast. Hier mussten wir noch im Zimt & Zucker einen Kaffee unterhalb des Bahnhofs Friedrichsstraße nehmen. Über die Museumsinsel ging es dann zurück zum Checkpoint Charlie, dann außen über das Technik Museum zurück zum Tiergarten, wo wir noch bei herrlichem Sonnenschein in den Schleusen Krug-Biergarten einkehrten. 

Bundeskanzleramt

Alter Ausgang hinein in die DDR

Kaffeehaus Zimt & Zucker

Friedrichstadt Palast




 

 

Kommentare