Kurztrip Zeewolde/Holland
Vor dem Jahresende wollten wir noch ein verlängertes Wochenende losfahren. Die Überlegung war anfangs Berlin. Doch als wir die Preise für Wohnungen in Berlin-Mitte gesichtet hatten, haben wir diesen Gedanken schnell wieder verworfen.
So kam ziemlich schnell Holland ins Spiel. Es sollte Richtung Elburg in der niederländischen Provinz Gelderland am Veluwemeer gehen. Doch dort fanden wir keine Mobilheime, die wir mieten konnten. Somit kamen wir auf das 30 km entfernte Zeewolde. Hier gibt es einen RCN Ferienpark, der ganz verschieden große Mobilheime vermietet.
| Schönes Amersfoort |
Samstag, 12.11.2022 - Elburg
Recht früh wachten wir an diesem Samstag auf und waren gegen 8.00 Uhr schon auf der Autobahn. Ohne Stau kamen wir gut durch und so erreichten wir mittags die Hansestadt Elburg, wo wir auf dem großen Zentralparkplatz unser Auto abstellten.
Niedliche Cafés, stilvolle Geschäfte säumten die Fußgängerzone von Elburg. In der Mitte des Ortes war noch eine Gracht und am Ende zum Hafen hin ein historisches Eingangstor. Am Hafen schlugen wir bei den Pommes und Kippelings zu. Die waren wirklich ausgesprochen lecker. Hier sollte ab 14.30 Uhr ein Santa Claus-Kinderfest steigen, aber zuerst waren noch nicht viele Kinder zu sehen.
| Fußgängerzone in Elburg |
| Der Hafen von Elburg |
Als wir aber noch etwas trinken waren strömten die Kinder nur so ins Städtchen. Alle waren verkleidet und freuten sich auf den Weihnachtsmann. Es wurde echt voll hier und uns zog es weiter nach Zeewolde.
Der Check-Inn klappte problemlos und so bezogen wir gegen 15.00 Uhr unser modernes Mobilheim. Auf der Terrasse tranken wir als erstes ein Bier. Das war genau die Größe, die für zwei Personen ausreichte. Und dabei waren es nicht mehr als 50 qm. Wir hatten alles, was wir brauchten.
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| Unser Mobilheim-Domizil in Zeewolde |
Abends kochten wir noch ganz lecker und machten es uns danach dann auf der Couch gemütlich.
Sonntag, 13.11.2022 - E-Bike-Tour nach Amersfoort
Wir waren wieder früh wach und frühstückten ganz lecker. Wir hatten wirklich an alles gedacht. Einzige Ausnahme: Kaffeefilter, aber wir waren ja Improvisationskünstler. Tanja faltete zwei Taschentücher in den Filter der Kaffeemaschine. Und es funktionierte. Der Kaffee lief einwandfrei durch.
An diesem Tag hatten wir unsere erste E-Bike-Tour geplant. Wir mieteten für 20 € pro Tag je ein E-Bike und wollten damit ins 30 km entfernte Amersfoort fahren. Man gab uns vorsorglich noch ein Ladegeräte für die Akkus mit. Der Weg führte zunächst ein kurzes Stück auf dem Deich, dann durch Wald, und danach immer am Wasser entlang. Wohlweißlich hatten wir die Unterstützung nur auf medium eingestellt, damit wir der Akku nicht schon auf der Hinfahrt leer läuft.
| Kurzer Stopp auf unser E-Bike-Tour |
Auf halber Strecke mussten wir dann den Kanal auf einer Brücke überqueren. Dahinter ging es wieder auf super ausgebauten Fahrradwegen wunderschön am Wasser entlang. Sehr idyllisch war es hier. Viele Vögel ließen sich auf den Feldern nieder. Die Sonne schien wolkenlos vom Himmel herab. Ein Traumwetter und für Mitte November eigentlich viel zu warm.
Nach 1,5 Stunden sind wir dann in Amersfoort angekommen und irrten erstmal durch das angebliche Zentrum. Google Maps hatte uns mal wieder in die Irre geführt. Doch dann fanden wir die Altstadt. Man mochte es nicht glauben, aber die Cafés und Restaurants waren hier alle gefüllt. Alle Menschen saßen in leichten Jacken draußen. Trotz des Sonntags hatten hier die meisten Geschäfte geöffnet. Auch wir ergatterten uns einen Platz vor einer Kneipe. Neben einem Bier gab es auch noch einen Cappucino mit einem Cheesecake. Die Akkus konnten wir hier am Strom aufladen.
| Gracht in der Altstadt von Amersfoort |
| Unser Kneipe: Ladestation für die E-Bikes |
| Der Dom von Amersfoort |
Wir schlenderten noch ein wenig durch die schöne Altstadt, genossen Poffertjes, schauten bei "Dille & Kamille" rein und machten uns dann wieder auf den Rückweg. Wir hatten natürlich Sorge, dass die Akkus nicht bis zu unserer Unterkunft reichen würden. Und genau so kam es auch. Auf den letzten Metern ging uns der Strom aus und wir mussten mit Muskelkraft weiterfahren.
Abends bereiteten wir alles für Raclette vor. Das war super köstlich. Auf der Couch schlief Tanja erbarmungslos beim spannenden Tatort ein. Wir waren beide ganz schön fertig von der frischen Luft und der Bewegung.
Montag, 14.11.2022 - Mit dem Zug nach Utrecht
Mit dem Auto fuhren wir nach Nijkerk, um Shorty dort auf dem P&R-Parkplatz abzustellen. Weiter ging es mit dem Zug nach Utrecht. Das kostete 30 € für uns beide hin und zurück und war natürlich viel entspannter als die Parkplatzsuche. 35 Minuten fuhr die Bahn zum Hauptbahnhof von Utrecht. Dort fielen wir erstmal ins riesige Einkaufszentrum ein, um dahinter in die Altstadt zu gelangen. Auch an diesem Tag war das Wetter grandios. Nicht zu Unrecht wird die Studentenstadt Utrecht auch Klein-Amsterdam genannt. Viele Grachten erinnern daran. Leider war der große Turm eingerüstet, da er restauriert wird. Einen Blick in den Dom mussten wir aber hineinwerfen. Danach erhielten wir an der Touri-Info ganz gute Tipps sogar auf deutsch.
| Sehenswerte Altstadt von Utrecht |
| Die Grachten von Utrecht |
Nach einer großen Portion belgischer Pommes entschieden wir uns zu einer kleinen Grachten-Rundfahrt. Die erste halbe Stunde war diese noch sehr interessant und im Sommer sicherlich total schön gewesen. Das Highlight der zweiten halben Stunde war aber das Durchfahren des Einkaufszentrums, wo man das Boot durch einen Glasboden sehen kann.
| Grachtenfahrt in Utrecht |
Gegen 15 Uhr kehrten wir dann noch in eine Bar ein, die in einer ehemaligen Kirche beheimatet war. Das war wirklich eine coole Location und etwas Besonderes.
| Café Olivier in Utrecht |
| Saufen im Namen Gottes |
Und dann ging es auch schon wieder mit dem Zug nach Nijkerk zurück. Abends kochten wir uns noch Spaghetti mit den Resten vom Raclette-Schmaus und schauten den Fernsehfilm der Woche im ZDF.
Dienstag, 15.11.2022 - Outlet Lelystad
Wir mussten am Abreisetag schon um 10.00 Uhr aus dem Mobilheim raus sein. Nach einem ausgewogenen Frühstück packten wir zusammen und räumten unser kleines Häuschen. Doch bevor wir den Rückweg antraten wollten wir noch ins Outlet nach Lelystad. Das war so 35 km entfernt.
Doch einmal wieder mussten wir feststellen, dass wir keine Shopping-Queens mehr sind. Ohne ein einziges Teil stiegen wir wieder ins Auto ein. Zuletzt hatte uns Tanja zwei Junior-Menüs von McDonalds gekauft. Auch das war verdammt lecker.
Um 18.00 Uhr erreichten wir dann unser Zuhause in Hamburg. Das war ein total schöner Kurztrip nach Holland. Wir hatten unglaublich viel Glück mit dem Wetter, denn jetzt wird es kalt und ungemütlich. Super Timing!

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