Kappeln 2.0

Was für ein Herbst? Man sollte eher Spätsommer dazu sagen. Die Temperaturen erreichen Ende Oktober immer noch fast die 20°C-Marke. Und trotzdem war der WSG-Stellplatz in Arnis schon geschlossen, weil dort schon die Segelboote aus dem Wasser geholt wurden und jetzt auf diesem Platz standen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als auf den Stellplatz in Kappeln beim Anker Yachting auszuweichen. Und der war bis auf den letzten Platz gefüllt. Kuschel-Camping war angesagt, nachdem wir die erste Nacht frei auf einem Parkplatz auf der anderen Uferseite der Schlei verbrachten. 

Blick von der Schleibrücke auf Kappeln

 

Samstag wanderten wir erst durch die City von Kappeln mit einem Aperol Spritz für 5,50 € am Alten Fährhaus, um uns dann auf den Weg nach Arnis aufzumachen. Es war bewölkt und trotzdem sehr mild für diese Jahreszeit. In Arnis, der kleinsten Stadt Deutschlands, teilten wir uns dann bei einem Cappucino einen leckeren Käsekuchen und machten uns dann schnell wieder auf, um den Bus um 15.10 Uhr zurück nach Kappeln zu erwischen. Wir waren die einzigen Gäste im Bus und hatten inzwischen 7 km auf der Uhr. 

Nach unserer Wanderung kehrten wir nochmals im Alten Fährhaus ein, um dort zu essen. Wir bestellten beide Schnitzel mit unterschiedlichen Saucen. Tanja war etwas von der Sauce mit Pilzen aus der Dose enttäuscht. Ansonsten war es ganz lecker. Den Abend verbrachten wir in Karlchen, denn nachdem die Sonne untergegangen war wurde es draußen zu frisch. Wir verfolgten auf dem Tablet das 1:1 vom FC St. Pauli gegen Spitzenreiter Darmstadt 98.

Am Sonntag unternahmen wir eine Radtour zur Steilküste nach Schönhagen. In Olpenitz, einem künstlich erschaffenen Hafen mit Hausbooten und Marina, tranken wir vor dem geöffneten Edeka eine Cola. Es waren wirklich viele Menschen an diesem (durch den Reformationstag) verlängerten Wochenende unterwegs. In der Nähe der Steilküste saßen wir noch in der Sonne bei einem Kaffee/Aperol Spritz, bevor wir dann wieder den Rückweg antraten. 

Vom Fahrradweg sahen wir schon ein größeres Reh aus der Entfernung, das auf die gut befahrene Landstraße zulief. Zweimal drehte es noch um bis es beim dritten Versuch einfach zulief. Zwei Autos mussten bremsen, damit hier nichts passierte. Es muss ein Rot- oder Dammwild gewesen sein, denn es war wesentlich größer als ein normales Reh. Glück gehabt!

Nachmittags saßen wir noch eine zeitlang in der Sonne vorm WoMo. Einfach herrlich! Der HSV erkämpfte sich ein 3:2 Auswärtssieg in Paderborn und war plötzlich wieder voll im Aufstiegsrennen wieder mit dabei. Wir beobachteten das Treiben auf dem vollen WoMo-Platz, wo neben, unter, hinter aufgebockten Segelbooten überalls die Wohnmobile standen. 

Unser Blick auf die Schlei

Kuschel-Camping zum Abschluss der Saison

Wir hatten das große Glück, dass Tanja erst am Montagnachmittag arbeiten musste, so dass wir den kompletten Sonntag noch in Kappeln verbringen konnten. Am frühen Abend kochten wir dann ganz lecker Spaghetti mit Pilzen, Bacon und einer Calabrese-Sauce. Wir spielten abends eine Partie "Noch mal so gut", die ich natürlich wieder einmal verlor. Und dann schauten wir noch unsere Serie "Das Netz" zu Ende. 

Erst am nächsten Vormittag ging es dann wieder nach Hause, denn Karlchen musste in das Winterquartier. Es war der letzte Saisontag - 31.10.2022 - gekommen. 


Karlchen-Statistik der Saison 2022: 

Nächte gesamt:            76

Nächte M & T:               40

Gefahren km:   10.000

km-Stand:   207.000 km    

Stellplatz Kappeln Anker Yachting

Kneipe "Die Palette" in Kappeln

Aperol-Pause im Alten Fährhaus

Museumshafen Kappeln

Unterwegs nach Arnis - wie ein Ölgemälde

Arnis - kleinste Stadt Deutschlands

Café in Arnis


Die Steilküste von Schönhagen

Strand in Schönhagen

  

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