Cyclades (2): Sifnos

SIFNOS
 

Dienstag, 27.09.2020 - Wanderung nach Chrissopigi

Gefühlt hatte ich gar kein Auge in dieser Nacht zu bekommen. Irgendwelche Nerven lösten so ein paar Schmerzen in mir aus, dass ich mich einfach nicht ins Bett legen konnte. Ich brauchte dringend eine Ibu, aber wir hatten keine dabei. Mehrheitlich verbrachte ich die Nacht auf dem Terrassen-Stuhl, den ich mir schon ins Zimmer gestellt hatte. Eine zweite Horrornacht mit mega Rückenschmerzen.

Trotzdem zogen wir uns Wandersachen an, nachdem Tanja allein mit dem Roller bei uns im Ort vergeblich nach einer Pharmacy gesucht hatte. Die nächste Apotheke war in Appolonia ca. 6 km entfernt. Und dort kauften wir dann Ibuprofen und warfen uns noch vor der Apotheke eine Tablette ein.

In Faros stellten wir unseren Roller ab und marschierten den sehr gut ausgezeichneten Wanderweg los. Hier waren überall schon die Liegen und Sonnenschirme vom Strand entfernt worden, so dass die Strände frei und natürlicher wirkten.

Direkt an der Steilküste windete sich der Weg über Treppen empor und war sehr gut ausgebaut. Ziel war das Kloster in Chrissopigi. Es war nicht weit, aber wir beide waren auch gesundheitlich angeschlagen. Das Wetter hatte auch komplett umgeschlagen. Es war stürmisch und bedeckt. Die Sonne kam selten hervor. Zum Wandern eigentlich optimal.

Nach 2 km lag das Kloster auf einem Felsvorsprung vor uns. Wir besichtigten es und machten ein paar Fotos, bevor wir den Rückweg antraten. Am Ende waren wir knapp 4 km unterwegs.

Mit dem Roller ging es dann noch weiter nach Platis Gialos, wo wir in einer Taverne zwei so mini-mini Baby-Kätzchen mit ihrer Mami antrafen. Dort bestellten wir ein Greek Salad und einen Teller Pommes. Danach ging es zurück zu unserer Unterkunft.


Montag, 26.09.2022 - Kastro und Vathi Beach

Mir ging es etwas besser, auch wenn mir die weiche Matratze schwer zu schaffen machte und Rückenschmerzen bescherte. Wir mieteten uns einen Piaggio Liberty 125 ccm und gingen in Kamares frühstücken. Auch hier kostete der Scooter 20 € pro Tag.

Los ging es zur Inselhauptstadt Apolonia. Das Zentrum war klein und unübersichtlich. Alle Wege führten über dieses kleine Örtchen. Wir folgten der Straße nach Kastro und sahen den Ort auf einer Anhöhe nahe am Wasser. Roller abgestellt und dann wackelten wir durch die fotogenen Gassen, die in Kreisform angelegt waren. Hier waren ein paar Tavernen, aber wenig Läden.

Auf der Wasserseite kamen wir zur meist fotografierten Kirche von Sifnos und sie stand dort im blau-türkisen Wasser auch wie im Bilderbuch: Church of the Seven Martyrs. Schon die Treppe dorthin war sehenswert. Die Insel bot hier eine schroffe Steilküste, die im Zusammenspiel mit den Farben des Wassers und mit blauem Himmel sehr hübsch war. 
 
Church of the Seven Martyrs

 

Danach ging es in die sehenswerte Bucht von Vathi im Südwesten der Insel. Hier legten wir uns dann endlich mal an den Strand, um zu baden. Ein paar mal waren wir hier bestimmt im Wasser, denn es war windgeschützt und angenehm warm.
 
Die Bucht von Vathi

 

Abends probierte Tanja Moussaka in unserer Taverne in Kamares. Für mich gab es überbackene Nudeln. Dass dann eine zweite Horrornacht folgen sollte hat bis hierhin keiner ahnen können.


Sonntag, 25.09.2022 - Fährfahrt nach Sifnos

Ich wurde krank. Die Nacht hatte ich mir auf dieser harten Matratze wieder um die Ohren geschlagen. Jede Stunde war ich auf Toilette. Dazu kamen Gliederschmerzen und Husten. Corona?

Wir packten unsere Rucksäcke und gingen um 7.30 Uhr Richtung Hafen. Tanja war so lieb und besorgte uns noch leckere Croissants zum Frühstück. Das bunte Treiben rund um die Mühle am Hafen von Paros nahm stetig zu. Mit etwas Verspätung kam dann die Fähre. Knapp 3 Stunden dauerte die Überfahrt nach Sifnos mit Zwischenstopp auf Serifos.

Nur 650 m vom Hafen war unsere Unterkunft gelegen. Tanja bewies einmal mehr ein Händchen für die Auswahl der Unterkunft. Total niedlich und stilvoll waren die kleinen Zimmer eingerichtet. Ich musste mich erstmal hinlegen, denn es ging mir immer noch nicht so gut. Das Bett bzw. diese Matratze war das krasse Gegenteil, butterweich mit Einsinkgarantie. Rückenschmerzen garantiert. 
 
Kamares auf Sifnos

 

Als es mir etwas besser ging schlenderten wir durch den Ort, ließen uns von der Ruhe anstecken, wenn gerade keine Fähre anlegt und genossen unsere Kugel Eis im Schatten. Zuvor hatten wir festgestellt, dass die Wassertemperatur hier mindestens zwei Grad höher war. Der Wind war auch weg.

Zum Abschluss kehrten wir noch in eine rustikale Pizzeria ein. Da saß auch die ältere Dame aus unserer Pension. Sie fuhr dann auch nochmal mit ihrem Leihwagen durchs Dorf und hupte alle an. Und abends saßen wir mit Rosa auf unser Terrasse und schauten uns den Sonnenuntergang an. Sie war 74 Jahre alt und lebt seit 6 Jahren auf Syros. Jetzt sucht sie eine neue Mietswohnung auf Sifnos.
 
Faros - Ausgangspunkt unserer Wanderung


Das Kloster in Chrissopigi

 


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