Norway (1) - Fjordland

15.06.2022 - Start zur Norway Trophy
Karlchen war gepackt, wir hatten beide noch gearbeitet, und so ging es gegen 17.30 Uhr los, nachdem wir uns noch mit Spaghetti Carbonara aus dem Opera gestärkt hatten.

Über die A1 wechselten wir auf die A21 und fuhren bei Neumünster auf die A7. In Handewitt tankten wir auf deutscher Seite nochmal für 2,06 €/Liter Diesel. Dann fuhr Tanja zunächst in Dänemark weiter. Wir kamen noch bis 50 km vor Aalborg und nächtigten an einem idyllischen See in Holmgard. Es gesellte sich sogar noch ein zweiter Deutscher zu uns. Park4night macht's möglich!


16.06.2022 - Ankunft in Oslo
Schon gegen 9.30 Uhr erreichten wir Hirtshals. Tanja suchte noch einen befahrbaren Strand in der Nähe raus, wo wir noch nett bei Kaffee und Tee abhängen konnten. Dann ging es auf die Color Line Super Speed 2. Tolles modernes Schiff, was nicht so voll war. Das Wetter war super und wir hatten unsere Kopftücher im WoMo vergessen.

Nach 3,5 Stunden erreichten wir Lavrik. Ganz schön groß war der Hafen. Die Zollabfertigung war etwas chaotisch, aber danach war alles gut. Knapp 130 km lagen noch bis Oslo vor uns, mehr als erwartet. Die Autobahn war aber super ausgebaut. Das Mautsystem verstehen wir beide noch nicht so recht. Es gibt Abschnitte, die bezahlt werden müssen und andere nicht.

Gegen 18.30 Uhr liefen wir in Oslo ein und steuerten direkt auf Holmenkollen zu. Hier steht die sehenswerte, älteste Skisprungschanze der Welt. Und hier wird fleißig trainiert: ob auf den Treppen der Schanze oder auf dem Rundkurs der Sommer-Langläufer und -Biathleten. Das war schon ganz interessant. Auf dem letzten Parkplatz schlugen wir unser Nachtquartier auf. Es sollte sich als Verkehrsübungsplatz für Fahranfänger herausstellen. Hier gab es noch leckere Kartoffeln mit Sour Creme und Schinken.


17.06.2022 - Sightseeing Oslo
Die Sonne holte uns früh aus den Federn. Es war schon wieder taghell und wird eigentlich auch nie richtig dunkel. Wir frühstücken noch am Holmenkollen, parkten Karlchen um, und marschierten dann zur Bahn. Tickets kann man hier nur noch per App lösen, aber es funktioniert. Nach knapp 30 Minuten gelangten wir total entspannt ins Zentrum der Hauptstadt.

Am Nationaltheater stiegen wir aus. Von dort waren es vielleicht noch 500 m bis zum Hafen. Keine Wolke war am Himmel und wir ließen uns vom Charme des Trubels um die Fähren einfach durch die Osloer Hafencity treiben. Hier ist viel entstanden seit meinem letzten Besuch.

Danach gingen wir nochmal auf die andere Seite des Hafens. Direkt vor dem riesigen Rathaus war eine große Bühne aufgebaut, denn hier fand dieses Wochenende ein Festival statt. Der 18. Geburtstag der Prinzessin Ingrid Alexandra wurde nachgefeiert und sie gab sogar am Königspalast ein Eis aus! Bis zur Oper kamen wir zwar nicht mehr, aber dafür gab es einen leckeren Zimtkuchen mit heißer Schoki beim Bäcker Hansen an der Festung.

Gegen frühen Nachmittag ging es mit der T-Bane 1 zurück zum Holmenkollen. Karlchen wartete ausgeruht auf uns. 130 km schafften wir noch bis Hamar. Dort konnten wir offiziell für 4 € vor einem Freilichtmuseum übernachten. Es fing zu regnen an.


18.06.2022 - Rondane Nationalpark
Die Ver- und Entsorgung in Hamar an der Marina war leider noch geschlossen. In Lillehammer vor dem Camping sollte es 100 NOK kosten. Das war zu viel. Wir verließen die E6 und wechselten auf die 27, die steil bergauf führte. Der Rondevegen war bildschön und durchquerte eine riesige Hochebene, die super sehenswert ist. Kaum Autos fuhren hier oben. Schafe mit Glocken kamen uns auf der Straße entgegen. Und die Berge sahen aus wie Zuckerhüte. Im Kiwi Supermarkt in Enden kauften wir ein paar Lebensmittel ein und durften hinterm Haus entsorgen. Hier pustete ganz schön der Wind, aber die frische Luft war herrlich.

Am Nachmittag machten wir uns noch zu einer Wanderung in den Rondane Nationalpark auf. An der Information parkten wir Karlchen und dann ging es über eine Hängebrücke in den Park. Der Weg führte durch moosbedeckten Wald stetig bergauf und war gut zu gehen. Irgendwann wurde er steiler und steiniger. Unser Ziel war ein kleiner See vor einer atemberaubenden Bergkulisse. Dort machten wir eine längere Pause bevor wir den Rückweg antraten. Nach 3,5 Stunden und 8,31 km waren wir ganz schön geschafft zurück. Einen Schlafplatz fanden wir nur wenige Kilometer weiter am Flußlauf neben einem Franzosen und einem Belgier. Unser Hähnchen bereiteten wir dann aber doch lieber in der Pfanne zu.
 
Rondane Nationalpark

 



19.06.2022 - Dovrefjell Nationalpark
Wunderschön schien die Sonne an diesem bezaubernden Platz am glasklaren Fluss ins Wohnmobil. Wir verweilten noch ein wenig bei Kaffee und Tee in den wärmenden Sonnenstrahlen und verabschiedeten uns dann von unseren französischen Nachbarn. Das war ein tolles Plätzchen hier.

Weiter ging es über Folldal nach Norden auf die 29. In Hjerkinn erreichten wir wieder die E6 und wenig später den Eingang zum Nationalpark Dovrefjell, wo mit Glück eine Herde Moschusochsen zu sehen sein sollen. Und wir sahen tatsächlich einen dieser zotteligen Tiere gleich am Anfang.

Unsere Wanderung ging mal wieder bergauf und führte uns über Schneefelder auf eine wunderschöne Hochebene. Hier konnte man die schneebedeckten Gipfel der Berge ringsum bestaunen. Der Weg war häufig sehr feucht, so dass wir froh waren, wasserfeste Schuhe an zu haben. Wir verkürzten unsere Route und machten uns an den Abstieg. Der war echt beschwerlich und ich hatte doll mit meinen Knien zu kämpfen. Über Stock und Stein ging es hinab. Ich fluchte wie ein Ochse, aber es half alles nichts. Wir mussten runterkommen. 
 
Übernachtungsplatz im Dovrefjell Nationalpark

 



20.06.2022 - Trollheimen und Innerdalen
Die Nacht an der Hauptstraße E6 war unerwartet ruhig. Wunderschön ging die Sonne gerade auf und schien zu uns ins WoMo.

Für uns ging es weiter Richtung Oppdal. Unterwegs konnten wir sogar noch alles auf einem Rastplatz der E6 entsorgen. Im Mega Coop kauften wir noch Lebensmittel ein und fuhren dann ins Trollheimen Gebirge. Ziel war der 156m hohe Amotan Wasserfall, der immer noch als Geheimtipp gilt. Von Goja ging es auf einer schmalen Straße erst noch ganz harmlos zur Brücke über die Driva. Dann stieg die Straße steil bergan. Direkt oberhalb des Wasserfalls an einer breiteten Stelle stoppten wir unser Vorhaben und kehrten um. Unten in der Nähe der Brücke stellten wir Karlchen am Straßenrand ab und marschierten zu Fuß der Ausschilderung "Wasserfall 1km" folgend los. Die kleine Straße zog sich wie Kaugummi am Berg entlang. Ich fluchte wieder wie verrückt, doch es half ja alles nichts. Nach knapp 2 km bergauf hatten wir erst den Parkplatz erreicht. Und von hier ging die 1,5 km lange Wanderung erst los.

Doch es lohnte sich auch dieser steile Abstieg. Der Wasserfall war total beeindruckend. Drei Flüsse trafen hier aus den Bergen zusammen und ließen die Wassermassen ins Tal schießen. Wirklich imposant. Geflasht kletterten wir über den steilen Klettersteig mit Treppen, Ketten und Seilen zurück zum Parkplatz und dann waren es ja nur noch 2 km bis zum WoMo.
 

Geheimtipp Wasserfall Åmotan

 


Unser Nachtquartier schlugen wir im Innerdalen Tal ca. 50 km weiter Richtung Küste auf. Es soll eines der schönsten Täler Norwegens sein. Unsere Beine waren müde und unsere Mägen hungrig. Und so genossen wir den Nachmittag und Abend bei einem leckeren Curry am WoMo. Auch mal ganz entspannt. 
 
Das Tal Innerdalen

 









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