Insel Krk und die Rückreise

27.08.2021 - WoMo-Übergabe in Passau

Wir trudelten pünktlich gegen 13 Uhr auf dem kostenlosen Stellplatz in Passau ein. So früh, dass wir uns noch in aller Ruhe das schönste Plätzchen aussuchen konnten. Wenig später erreichten auch Bördie & Chrischi voller Vorfreude ihr Ziel. 
 
Nach freudiger Begrüßung fuhren wir mit den Rädern noch zum Essen nach Passau und schlenderten dort kurz durch die Altstadt, um gemeinsam ein Eis zu essen. Mit Wehmut verbrachten wir die letzte Nacht in Karlchen, bevor wir am nächsten Morgen die große Umräumaktion starteten. Gegen 12 Uhr trennten wir uns und für uns ging es mit Bussi Richtung Norden. Unterwegs entschieden wir uns durchzufahren, damit wir noch den kompletten Sonntag vor dem Start in den Alltag für uns hatten. Um 20 Uhr kamen wir fast staufrei zu Hause an. Wir hatten uns häufig beim Fahren abgewechselt und so waren wir nicht ganz so kaputt. Geschafft!
 
 
26.08.2021 - 8 Stunden für 312 km

Nach einem kurzen, letzten Bad im Meer begann alles so super. Wir kauften noch ein paar Lebensmittel bei Plodine ein und verließen dann Krk. Wir entschieden uns für die Route über Zagreb und auch die Autobahn war nicht übervoll.

Den absoluten Horror erlebten wir dann an der kroatisch-slowenischen Grenze. Hier ging gar nichts mehr. Auf 6 km standen die Automassen in Zweierreihe. Alle 10 Minuten ging es dann 200 m weiter. Dazwischen war Motor abstellen angesagt. Zuerst war noch alles ganz friedlich, aber als dann eine Raststätte sich am Horizont auftat, da witterten insbesondere Deutsche ihre Chance, sich über den Standstreifen auf die Raststätte zu mogeln, um sich dann darüber eine bessere Position zu verschaffen. Doch da hatte die kroatische Polizei endlich mal mitgedacht und die Raststättenausfahrt abgeriegelt. Der Polizist ließ immer nur ein paar Autos wieder zurück auf die Autobahn.

Es herrschte Krieg und die Autofahrer wurden immer aggressiver. Erst kam die Mautstation, dann staute es sich weiter bis zur Grenzabfertigung. Eigentlich war alles wie früher. Beim Einfädeln nach der Maut gerieten wir an ein Wohnwagengespann aus SHK und eine Furie mit Frankfurter Kennzeichen. Scheiß Ossis!



25.08.2021 - Wanderung auf Krk

Der Wind hatte immer noch nicht nachgelassen. Endlich hatten wir mal bis 8.40 Uhr ausgeschlafen. Es war kein Strandwetter. Tanja suchte uns eine schöne Wandertour bei Komod raus und los ging’s.

8 km führte die Wanderung entlang der riesigen Steinmauern an Olivenbaumplantagen vorbei und dann in einen Pinienwald hinein parallel zu einem ausgetrocknetem Bachlauf, der dann irgendwann im Meer mündete. Hier war die Küste sehr schroff. In den wenigen Badebuchten hatte sich die Menschen reingequetscht. Tolle Wanderung und zum Abschluss gab es noch ein Radler in Bruno's Bar, wo nach dem Tod von Schlagzeuger Charlie Watts hier ",Miss you" von den Rolling Stones lief. 
 
Leere Bucht auf unserer Wanderung

Nasse Füße bekam nur ich


 

Wir bezahlten danach mit Nummer ziehen an der Rezeption unseren Platz mit 112 € für zwei Nächte und verbrachten noch einen letzten schönen Abend in Krk Stadt. Zum Abschluss gab's noch Pizza in der Konoba Galija, von der Tanja so geschwärmt hatte. Und natürlich noch einen letzten Aperol Spritz an der Hafenpromenade.


24.08.2021 - Stürmischer Chaostag

Was für eine Nacht? Es hat unentwegt gestürmt. Trotz Umparken hat Karlchen geschaukelt wie eine Gondel. Tanja hat gar kein Auge zubekommen, ich hab auch ganz schlecht geschlafen. Wir glaubten, jeden Moment wie ein Spielzeugauto weggepustet zu werden. Immer wieder kämpfte Karlchen gegen unberechenbare Boen. Ringsum waren Berge, deswegen konnten wir uns nicht erklären woher der Wind kam. Auch morgens ließ er nicht nach, so dass wir uns zum Aufbruch aus dieser schönen Bucht gegen 6 Uhr entschieden. Im nächsten Ort kauften wir dann erstmal Brötchen und frühstückten auf dem Lidl Parkplatz.

Es war schwierig für uns. Wir wollten uns noch nicht vom Meer trennen. Also ging es kurzerhand auf die Insel Krk. Eine Mautgebühr für die Brücke gibt's nicht mehr. Unser Ziel war das 40 km entfernte Baska am anderen Ende der Insel. Das hübsche Örtchen kannte ich noch von unserer damaligen Insel-Hopping-Tour Rab-Cres-Mali Losinji-Krk. Wir standen damals mit nur einer anderen Familie auf diesem riesigen Campingplatz. Jetzt ist das ein Camping Resort geworden mit Animation, Aquapark, Mobilheim-Villages und Armbändern. Ganz schrecklich! Uns wurde hier ein Platz für 70 € pro Nacht angeboten. Wie bitte? Geht's noch?

Auch wenn wir vorher schon die anderen Campingplätze abgegrast hatten und weggeschickt wurden lehnten wir ab. Das war hier nicht unser, auch wenn ich mir zu gern nochmal Baska angeguckt hätte. Und landschaftlich ist das hier total schön von Bergen umgeben.

Somit ging es zurück nach Krk ins Autokamp Jezevac, wo ich 2012 mit Bördie den Sturm erlebt hatte. Hier bekamen wir für 57 € pro Nacht einen Platz. Wir konnten nur nicht mehr, sonst wären wir auch hier abgereist. Es war immer noch sehr windig, aber ich war froh, dass Tanja uns hier eingebucht hatte.

Am frühen Abend gingen wir nach Krk Stadt rein. Dort speißten wir lecker, schleckten Eis, und tranken noch einen Aperol Spritz in einer Bar mit lauter Musik. Das war noch ein wirklich schöner Ausklang dieses ansonsten chaosreichen Tages.
 
Krk Stadt


Private Cats

Eisdiele und Cocktailbar auf dem Marktplatz

 
 
WoMo-Übergabe in Passau - Wehmut!

 

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