Herzinfarkt mit 51 Jahren

Update 08.09.2021: Heute wurde mir im Herzkatheterlabor des Cardilogicums in der Asklepios Klinik Wandsbek nach Ausmessen der Verengung und reichlicher Untersuchung ein dritter Stent gesetzt. Eine Nacht wurde ich beobachtet und konnte dann am nächster Morgen beschwerdefrei das Krankenhaus verlassen.  

 

Alles begann nach meiner ersten COVID19-Schutzimpfung Ende Juni 2021. Ich hatte hin und wieder Luftnot und verspürte einen Druck auf der Brust, manchmal brannte es auch ein bisschen. Da es immer wieder nach kurzen Momenten weg ging machte ich mir keine großen Sorgen um mich. 

Auf dem Geburtstag von Base am 11.07.2021 in Bliesdorf folgte dann mein Schlüsselerlebnis. Auf dem Weg zum WoMo, der nicht länger als 400 m war, musste ich in der Mitte anhalten und verschnaufen. Angesichts der Tatsache, dass wir von November 2020 bis in den Juni 2021 kilometerlange Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade absolviert hatten, war dieses Erlebnis bedenklich. 

Am 13.07.2021 hatte ich dann meinen ersten Termin bei einem Internisten, Dr. Tettenborn in der Oldenfelder Straße in Hamburg-Rahlstedt. Sofort stellte man massiven Bluthochdruck fest. Ein sofortiges EKG war unauffällig, aber ab diesem Zeitpunkt ging es an die Ursachenforschung: Ultraschall Leber und Niere, Blutbild und Röntgenaufnahmen der Lunge - keine Auffälligkeiten. Als letztes erfolgte eine Überweisung an einen Kardiologen.

Am 18.07.2021 hatte ich am Oortkatener See wieder Beschwerden in der Brust, nachdem ich den Deich hoch und runtergegangen war. Auch dieses Stechen verflog nach ein paar Minuten als ich dann auf dem Badetuch lag. 

Eine Woche nach meinem ersten Arztbesuch am 20.07.2021 holte ich mir dann telefonisch einen Termin im Cardiologicum in Rahlstedt und hatte großes Glück, dass ich schon einen Tag später morgens um 8.30 Uhr einen Termin erhielt.

Das Wartezimmer war schon morgens mit ein paar älteren Menschen gefüllt. Alle trugen FFP2-Schutzmasken. Ich war schon ein wenig genervt, denn ich wurde erst gegen 9.15 Uhr hereingebeten. Es wurde nochmal gleich ein EKG gemacht und dann sollte ich mich für eine Ultraschalluntersuchung auf die Seite legen. Erst dann lernte ich Frau Dr. med. Bartsch-Zwemke kennen, die die Untersuchung durchführte. Schon am EKG fiel ihr etwas auf. Und auch beim Ultraschall fand sie eine Verengung einer Arterie und rief sofort den Notarzt. Zugegeben, ich war etwas überfordert mit der Situation, denn mir ging es gut. Ich hatte keine erhöhten Beschwerden und konnte diese Maßnahme nicht richtig einschätzen. 

 

Plötzlich standen gefühlt acht Sanitäter und ein Notarzt um mich herum und bereiteten alles vor, um mich ins Krankenhaus zu transportieren. Oben ohne bin ich aus der Praxis geschoben worden, wurde dann auf eine Liege umgebettet, und dann ging es mit Tatütata ins AK Wandsbek. Keine drei Minuten später lag ich auf dem OP-Tisch und mir wurden zwei Stents gesetzt. Unglaublich, aber es war wirklich alles super vorbereitet. Am 21.07.2021 hatte ich meinen ersten Herzinfarkt mit 51 Jahren.

 

Immer wieder muss ich mir vor Augen führen, dass ich unheimliches Glück im Unglück hatte. Es war einfach das Beste, was mir passieren konnte, dass dieser Herzinfarkt so frühzeitig erkannt wurde. 


  


Inzwischen können die Ärzte einen Zusammenhang zwischen Herzinfarkt und Erstimpfung vollständig ausschließen. Für mich stand das nur im zeitlichen Zusammenhang, denn erst nach der Impfung traten meine Beschwerden auf.

  

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