Empathie, Interesse & Co.

Die Welt um mich herum wird immer schlechter. Immer weniger zeigen mir meine Gegenüber Interesse an meinem Leben. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass sie ihre Geschichten erzählen und loswerden wollen. Floskeln prägen immer mehr die Konversationen. Dabei sind die Schnittmengen der Interessen oft groß und umso erstaunlicher finde ich es dann, warum man mich nicht nach meinen Erfahrungen fragt. 


 

Ist es denn wirklich so schwer, mich zu fragen wie mein Wochenende war oder was wir am Wochenende erlebt haben. Oder wie mein Urlaub war? Wo wir überall waren und was wir für Highlights erlebt haben. Bei so viel Deinteresse vermisse ich die Empathie einiger Freunde. Und natürlich frage ich mich dann, ob das wirklich gute Freunde von mir sind. Darüber bin ich manchmal echt traurig. 

Ich bin mir schon sehr bewußt darüber, dass ich nicht perfekt bin und natürlich auch Fehler mache oder Schwächen habe. Trotzdem bin ich sehr bemüht, meinen Freunden Fragen zu stellen und ihnen interessiert und aufmerksam zuzuhören. Und natürlich frage ich dann auch gern mal nach, wenn ich von irgendeinem Umstand erfahre habe. Aber genau diese Eigenschaft fehlt ganz vielen Menschen.

Es sind oft kleine Dinge im Leben, die mich enttäuschen. Warum kann man z. B. nicht kurz auf eine einfache WhatsApp-Frage reagieren? Das muss ja nicht sofort sein, aber innerhalb von zwei Tagen erwarte ich das schon. Das ist sonst respektlos und suggeriert so eine Scheißegalhaltung. 

Vielleicht sollte sich jeder einmal fragen, welche Frage er seinem Freund oder Freundin zuletzt gestellt hat. Und damit meine ich nicht die Floskelfrage "Wie geht's?". Denn erst wenn die Frage "Habe ich es richtig verstanden, dass ...?" mit JA beantwortet wird, kannst Du Dir sicher sein, Deinen Gegenüber richtig verstanden zu haben. Das ist für mich Empathie ...   

Kommentare