Mosel-Tour: Von Enkirch nach Trier
Wir waren an der Mittelmosel angekommen. Der Flussabschnitt zwischen Reil und Trier wird so bezeichnet und erstreckt sich über ca. 120 km. Traben-Trabach hatte uns nicht ganz so gut gefallen, dafür waren wir wirklich von Bernkastel-Kues angetan, auch wenn die Wanderung durch die Bernkasteler Schweiz etwas hoch angepriesen wurde und eher zu den weniger spektakulären Touren gehörte.
Letzte Station an der Mosel. Wir parkten Karlchen 7 km vor Trier an einem alten Kloster. Von hier ging mit den Rädern in die Stadt. Am Porta Nigra stellten wir die Fahrräder ab. Menschenmassen waren hier unterwegs bei später 29°C. Das war uns echt zuviel und auch die Wärme machte uns zu schaffen. Der große Marktplatz am Rathaus und der Dom sind echt sehenswert. Über die Römerbrücke ging es dann wieder zurück.
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| Wahrzeichen von Trier: Porta Nigra |
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| Der Marktplatz von Trier |
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| Der Dom zu Trier |
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| Alte Römerbrücke |
Nächstes Ziel war die Burg Beaufort in Luxemburg, doch erstmal irrten wir durch Trier, um eine Tankstelle zu finden. Schon wieder. Gesucht, gefunden.
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| Burg Beaufort |
Auf dem Parkplatz zwischen Jugendherberge und Freiwilliger Feuerwehr schlugen wir unser Nachtquartier auf. Zu Fuß ging es zur Burgbesichtigung. Noch in der Burg ging hier ein Gewitter mit Starkregen über uns nieder. Deswegen mussten wir auch länger in der Burg verweilen. Es hörte dann aber auf. Auf der Suche nach einem Restaurant im Ort wurden wir allerdings nicht fündig. Alles hatte irgendwie geschlossen, deshalb kochten wir leckere Nudeln mit Pesto, Zucchini und gekochten Schinken. Und dann ging hier ein zweites Mal die Welt unter. Halleluja, was für ein Gewitter!
03.06.2021 | Wanderung Veldenz
Es war bewölkt und etwas schwül an diesem Donnerstag. Fronleichnam ist ein gesetzlicher Feiertag in Rheinland-Pfalz. Wir schmierten uns Stullen für unsere lange Wanderung durch's Hinterbachtal und zur Josephinenhöhe.
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| Langer Hammer |
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| Schlossruine Veldenz |
Es ging durch den Ort zum etwas abgelegenen Restaurant Rittersturz. Von dort aus ging es in den Wald hinein. Immer wieder kamen wir zu ausführlich beschriebenen Punkten. Es begann mit dem Runden Hammerfels. Aufgrund des vorhandenen Eisenerzes wurden hier damals mit Hilfe von Wassermühlen Hammer hergestellt. Dann folgte der Lange Hammerfels, ein Felsen als Aussichtspunkt auf's Tal. Auf den Spuren des Grafen Georg Johannes hatten wir dann einen ersten Blick auf die Ruine des Veldenzer Schloss. Und so schlängelte sich der Weg von Hügel zu Hügel, immer ausgeschildert mit "Seitensprung", vorbei an Karpfenteichen, Schutzhütten, idyllischen Bachläufen und der Kaffeemühle Monzelfeld. Wir hatten so eine Lust auf eine geöffnete Gastronomie zwischendurch und unsere ganze Hoffnung lag auf der Thielenmühle. Dort angekommen trauten wir unseren Augen nicht. Ein verblasstes, heruntergekommenes Restaurant mit zusammen gestellten Plastikstühlen und verwarzter Tischdecke trafen wir an. Aus der geöffneten Tür stank es nach Feuchtigkeit im Mauerwerk. Trotzdem fragte ich durstig, ob wir zwei Radler bekämen. Es wurden uns zwei abgelaufene Oettinger Radler ohne Glas nach draußen serviert. Die Dame mit ihren Puschen möchte ich erst gar nicht näher beschreiben. Wie in einem Werwolf-Film. Und danach sahen wir sogar noch zwei leere Wolfsfallen am Wegesrand stehen.
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| Kaffeemühle Monzelfeld |
Das Highlight dieser Wandertour war die Josephinenhöhe mit ihrem Weinkühlschrank. Hier musste man eine Whatsapp versenden, um den Code für das Schloss zu bekommen. Wir wählten eine roten Prosecco und teilten uns ein kleines Fläschchen. Von hier hatten wir einen tollen Ausblick auf den ganzen Ort inkl Stellplatz. Der Abstieg war sehr mühsam, denn mein Knie bereitete mir echte Schmerzen bergab. Die letzten Stufen zur Kirche konnte ich nur rückwärts meistern, doch dann hatten wir die 15 km-Herausforderung geschafft. In der einzigen Dorfschänke gab es noch ein Weizen bzw. Weinschorle.
Ausruhen, grillen, duschen, lecker essen, Aperol Spritz trinken, chillen - das war unser Abend. Ein sehr schöner Tag!
02.06.2021 | Bernkastel-Kues - Veldenz
Irgendwie ließ sich die Markise nicht richtig einfahren. Das verursachte dicke Luft. Trotzdem ging es vorsichtig weiter nach Bernkastel-Kues. Wir parkten Karlchen am Moselufer und fuhren mit den Fahrrädern zum Startpunkt unserer heutigen Wanderung. Das Städtchen machte einen total süßen Eindruck. Doch erstmal marschierten wir los.
02.06.2021 | Bernkastel-Kues - Veldenz
Irgendwie ließ sich die Markise nicht richtig einfahren. Das verursachte dicke Luft. Trotzdem ging es vorsichtig weiter nach Bernkastel-Kues. Wir parkten Karlchen am Moselufer und fuhren mit den Fahrrädern zum Startpunkt unserer heutigen Wanderung. Das Städtchen machte einen total süßen Eindruck. Doch erstmal marschierten wir los.
Wanderung Bernkasteler Schweiz
Der Weg führte ein Stück durch die Altstadt in Richtung Burg Landshut. Dann ging es in den Wald und über zahlreiche Serpentinen bergauf. Am Wegesrand sahen wir mindestens zwei Ameisenhaufen. Plötzlich schoß eine kleine, grüne Schlange von rechts nach links über den Weg. Wir kamen erst am Wasserfall und dann an der Tinkelkapelle vorbei. Dann trennte sich unser Weg und der Weg zur Burg. Der Pfad führte etwas länger parallel zur Hauptstraße, um sie dann zu überqueren. Dann ging es wieder bergauf. Das Goldene Kreuz war eher ein Pseudo-Highlight. Auf dem Gipfel tranken wir das serbische Bier aus dem Thomas Philipps-Markt. Mein Vater hat es sofort enttarnt. Über blühende Felder ging es dann wieder zurück. Zumindest schauten wir uns auf dem Rückweg noch den Wasserfall an. Insgesamt trafen wir nur acht Menschen auf unserer Tour. Fazit: schöne Wanderung, die etwas zu hoch angepriesen wurde und nicht viel mit der Schweiz zu tun hatte.
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| Wasserfall im Hintergrund |
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| Schöner Ausblick auf das Bernkasteler Tal |
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| Ganz schön fett aufgetragen |
Wir lösten nochmal ein Ticket nach, weil wir uns diesen schnuckeligen Ort genauer ansehen wollten. Der Marktplatz von Bernkastel ist total entzückend. Alte Fachwerkhäuser reihen sich schief aneinander. Die ganze Fußgängerzone ist sehenswert. Ganz oben im Restaurant Alt-Bernkastel speißten wir echt lecker. Hier wurde das Schnitzel noch frisch zubereitet. Endlich. Zum Nachtisch gab es noch ein Eis am Markt. Danach ging es zum Einkaufen zu Edeka in die Tiefgarage.
Es war schon später Nachmittag als wir uns auf den Weg nach Veldenz machten. Ich war etwas überrascht, dass der Ort im Hinterland und gar nicht direkt an der Mosel liegt. Der Stellplatz war schnell zu finden und liegt neben der Durchgangsstraße. Irgendwie machte der Platz aber gleich einen guten Eindruck auf uns. Platzwart Thomas kassierte am Abend auch noch die 10 € inkl Strom ab. Ein mehr als angemessener Preis. Es war so schön warm, dass wir noch vor dem WoMo sitzen konnten. Natürlich kredenzten wir uns einen Aperol in der Abendsonne.
01.06.2021 | Enkirch
Wir verließen den schönen Stellplatz in Ediger-Eller und fuhren zum Einkaufen nach Zell. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an der Doppelstockbrücke vorbei, auf der unten die Autos und oben die Züge fahren. Tolles Bauwerk aus dem Jahre 1878 und Deutschlands erste Konstruktion dieser Art.
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| Doppelstockbrücke über die Mosel |
8 km vor Traben-Trabach checkten wir auf dem riesigen Stellplatz in Enkirch ein. Direkt an der Mosel gelegen bietet er Platz für bestimmt 100 Mobile. Und wir ergatterten dann auch noch einen Platz in der ersten Reihe.
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| Fahrradtour nach Traben-Trabach |
Danach ging es mit den Fahrrädern nach Traben-Trabach. Dort waren wir wirklich enttäuscht von dem Örtchen. Irgendwie fanden wir kein Zentrum oder eine Fußgängerzone oder einen Marktplatz. So fuhren wir auf der anderen Uferseite zurück und entdeckten am Ortsausgang einen netten Österreicher mit Steg, wo wir ungetestet außerhalb des Restaurants noch einen Drink nehmen konnten. Über die nächste Brücke in Reil ging es zurück nach Enzkirch zu unserem Stellplatz.





















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