1. WoMo-Tour 2021: Sauerland
Ostermontag, 05.04.2021 - frühzeitige Abreise über TW, Detmold, Minden
Die Nacht war gar nicht so kalt. Die Wetterfee hatte nicht so gutes Wetter für diesen Tag vorhergesagt. Es sollte sogar schneien und das konnte ich gar nicht glauben. Wir räumten zusammen und verließen unseren Übernachtungsplatz. Wir wollten mal schauen, ob im nächsten Ort ein Bäcker mit frischen Brötchen zu finden war. Und da fing es auch schon an zu regnen. An einer Tankstelle holten wir Brötchen. Der Regen ging langsam in Schnee über. Es war kalt und total ungemütlich. Wir entschlossen uns, frühzeitig abzureisen.
Ziel war der Teuteburger Wald mit seinen Externsteinen. Die Felsen aus dem Mittelalter waren schon beeindruckend, auch wenn man sie vor lauter Schnee kaum sehen konnte. Sie sahen etwas künstlich für uns aus und waren nur 300 m vom Parkplatz entfernt. Es war typisches Aprilwetter. Nach starken Schneewehen kam plötzlich wieder die Sonne raus.
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| Externsteine im Teuteburger Wald |
Wir machten noch einen Abstecher nach Detmold. Hier war es ganz schön. Nette Kleinstadt mit Fachwerkhäusern und Residenzschloss. Im Sommer mit geöffneten Biergärten kommen wir gern noch einmal wieder.
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| Fachwerkhäuser in Detmold |
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| Residenzschloss Detmold |
Eigentlich wollten wir die Nacht in Minden auf Kanzler's Weide verbringen. Hier standen direkt an der Weser ein paar WoMos neben dem Drive-In Corona-Schnelltestzentrum. Es war sonnig und das Wetter sah wirklich einladend aus. Als wir allerdings die Autotür öffneten flog uns diese auch schon um die Ohren. Es war stürmisch und der Wind war bitterkalt. Wir schlenderten noch über die Fußgängerbrücke in die Altstadt, tranken dort noch einen Kaffee/Kakao mit Marmorcroissant und wollten dann nur noch nach Hause. Uns war kalt und der Wind pfiff uns dermaßen um die Ohren. Ab zum WoMo und nach Hause.
Ostersonntag, 04.04.2021 - Esmecke-Stausee
Ein Reh sprang aus dem Gebüsch als wir den Platz verließen. Wir fuhren nach Niedersorpe, um von dort unsere knapp 10 km lange Wanderung zu starten. Tanja hatte eine Goldroute rausgesucht, das ist eine Wandertour bei einem als Bundesgolddorf ausgezeichneten Dorf.
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| Golddorfrouten-Wanderweg in Niedersorpe |
Der Start hatte es in sich. An der Kapelle ging den Pfad steil bergauf. Ein goldenes G schilderte uns den Weg aus. Überall standen hier rote Bänke zum Verweilen. Und sogar Wellness-Liegen hatten sie hier für die Wanderer gebaut. Es war trocken, aber bewölkt an diesem Ostersonntag. Der Weg wurde flacher und führte oberhalb einmal komplett um das Dorf Niedersorpe herum.
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| Kunstschmiede bei Niedersorpe |
Die Tour war sehr abwechslungsreich und wir begegneten in den ersten beiden Stunden keiner Menschenseele. Ich erschreckte mich sogar sehr als plötzlich eine dreiköpfige Familie unseren Weg kreuzte. Wir kamen noch an einer Kunstschmiede vorbei. Immer wieder waren unterwegs Schutzhütten aufgestellt. Schließlich kehrten wir in das Dorf zurück. Und wir fragten uns, welche Kriterien so ein Dorf erfüllen müsse, um als Bundesgolddorf ausgezeichnet zu werden. Nach 9,64 km kehrten wir nach 2:45 Stunden zum WoMo zurück und waren beide schon etwas erschöpft.
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| Wellness-Liege am Wanderweg |
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| Schutzhütte zum Rasten |
Weiter ging es dann nach Esslohe. Das Dorf sollte besonders hübsch sein. Der WoMo-Stellplatz war corona-bedingt auch hier gesperrt. Wir spazierten durch den Kurpark Richtung Zentrum. Auch hier hatte natürlich nichts geöffnet und besonders schön war dieser Ort auch nicht. Fehlanzeige.
Nach wenigen Kilometern hatten wir die Ausschilderung zu unserem Übernachtungsplatz entdeckt und waren doch sehr überrascht, wie viele Wohnmobilie hier bereits standen. Es fühlte sich an wie ein voller Stellplatz, denn hier standen fast 15 Mobile. Vier davon hatten sogar eine Wagenburg gebaut. Das war natürlich nicht corona-konform.
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| Blick vom Stausee zum WoMo-Wanderparkplatz |
Wir entdeckten oben am Stausee den geöffneten Imbiss und gönnten uns eine Currywurst mit Brot und ein Bier/Radler. Wir durften uns sogar auf die Bänke draußen setzen. Danach spazierten wir hier nochmal um den See herum, bevor wir uns dann an das Kochen der Lauch-Käse-Suppe machten. Etwas neidisch beobachteten wir unsere WoMo-Nachbarn, die ihr Gyros und ihre Pizza von einem Lieferservice in Empfang nahmen. Naja, wir hatten ja noch einen Tag vor uns.
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| Geöffnete Imbissbude am Esmecke-Stausee |
Platz: Wanderparkplatz am Stausee mit bestimmt 12-15 anderen WoMos
Lage: ruhige Lage unterhalb des kleinen Stausees, Imbiss geöffnet
Quelle: Facebook, P4N
Samstag, 03.04.2021 - Werpe
Die Nacht war bitterkalt. Morgens hatten wir nur 1°C. Zum Brötchenholen ging’s ins Zentrum von Willingen. Bei der Mühlenkopfschanze frühstückten wir. Die Schanze war schon beeindruckend hoch. Es ist die größte Schanze der Welt.
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| Mühlenkopfschanze in Willingen |
Neben der Schanze sollte ein Stellplatz sein, den suchten wir jetzt. Ein Pärchen mit Hund sprach uns an. Es waren die Hausmeister der Schanze, die uns die Ver- und Entsorgung ermöglichten. Das war natürlich super.
Vorbei an einer JU-52 und Starfighter am Wegesrand ging es nach Winterberg. Es war kalt aber sonnig. Wir entschieden uns für die Schluchtentour, die vom Kurpark startete. Am Parkplatz war ein Drive-In Corona-Schnelltestzentrum eingerichtet worden. Die Wanderung war echt sehenswert und führte durch eine Schlucht mit einigen Brücken zum Bodensee. Es war sonnig und hier waren wieder nur ganz wenige Menschen unterwegs. Auf dem Rückweg schlenderten wir noch kurz durch Winterberg. Hier hatten sogar einige Geschäfte geöffnet und man konnte mit einem negativen Schnelltest shoppen gehen. Aber auch dieser Ort war nicht so hübsch.
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| JU-52 und Starfigher am Straßenrand |
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| Schluchten- und Brückenpfad in Winterberg |
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| Der Bodensee in Winterberg |
Am Auto tranken wir noch ein Schöfferhofer Grapefruit und dann ging's auf zum Wahrzeichen des Sauerlandes, dem Kahler Asten. Mit 842 m ist dies der dritthöchste Berg im Rothaargebirge. Hier oben steht nur eine Wetterstation mit Gastronomie. Es wirkt alles wirklich kahl, auch wenn hier viele Wanderwege entlangführen.
Durch süße Dörfer ging es südlich weiter Richtung Schmalenberg. Nachdem ich die Anfahrt zum ersten Übernachtungsplatz aufgrund der Steigung verweigerte fuhren wir zu einem Wanderparkplatz bei Werpe. Hier werden tausende Weihnachtsbäume angebaut. Kaum waren wir da gesellten sich noch zwei andere WoMo zu uns. Wir kochten lecker und machten dann noch einen kurzen Spaziergang am WoMo.
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| Wanderparkplatz in Werpe |
Platz: Wanderparkplatz zwischen tausenden von Weihnachtsbäumen
Quelle: P4N
Karfreitag, 02.04.2021 - Willingen
Die Polizei war zwar gestern noch da ließ uns aber in Ruhe. In Brilon gab es frische Brötchen. Die Kleinstadt war ganz süß mit ihrem Marktplatz.
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| Marktplatz von Brilon |
Erschreckend waren auf dem Weg dorthin die ganzen Baumrodungen. Ganze Hänge wurden platt gemacht und alle Bäume gefällt. Da es Sägewerke und Holzbaubetriebe überall hier gibt gehen wir neben dem fiesen Borkenkäfer von der Industrie aus, die hinter dieser Verwüstung steckt. Kein schöner Anblick!
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| Holzrodung bei Brilon - unglaublich! |
Weiter ging es zu den Bruchhauser Steinen. Es war für uns ganz ungewohnt, für den Parkplatz etwas zu bezahlen. Die Wanderung war nur 3 km lang, hatte es aber aufgrund der Steigung in sich. Die vier Felsen waren schon beeindruckend und erinnerten uns an Laos. Auf den letzten Felsen konnte man sogar hochklettern. Hier stand das Kreuz für den höchsten Punkt.
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| Bruchhauser Steine |
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| In 756 m Höhe: der Feldstein mit Gipfelkreuz |
Danach ging es weiter nach Willingen. Hier wo sonst wilde Apres Skipartys gefeiert werden war corona-bedingt nichts los. Wir parkten an der Seilbahn. Zwei Hänge waren noch mit Kunstschnee gefüllt, so dass hier Ski gefahren wurde. Wir liefen eine kleine Runde durch den Ort. Am Hotel Sauerland Stern vorbei durch den Kurpark. Und dann parkten wir Karlchen nochmal um, denn vor dem riesigen Hotel standen ungefähr zehn WoMos mit besten Blick auf den Hang. Hier schlugen wir unser Nachtquartier auf.
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| Übernachtung direkt vorm Hotel Sauerland Stern |
Platz: Parkplatz am Straßenrand
Lage: schöne Lage vorm Hotel Sauerland Stern direkt am Hang
Quelle: Facebook
Donnerstag, 01.04.2021 - Rüthen
Trotz Lockdown und nächtlichen Ausgangssperren sind wir mit dem WoMo ins Sauerland gefahren. Wir wußten, dass kein Stellplatz aufhaben wird. Aber uns fiel die Decke zu Hause auf den Kopf und wir wollten nicht nach Mallorca fliegen.
Nach vier Stunden Fahrt erreichten wir Rüthen. Bei Facebook hatte Tanja gelesen, dass man hier noch auf dem Stellplatz stehen könne. Doch auch dieser war seit heute Morgen dicht. Tanja war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
Zielstrebig folgte ich der Ausschilderung zum Schulzentrum, nachdem wir den Sportplatz nicht gefunden hatten. Direkt neben einer Kita fanden wir unseren Platz.
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| Stadtmauer von Rüthen |
Nach zwei Aperol ging es auf die Fahrräder. Ziel war das 10 km entfernte Warstein. Eigentlich wollten wir den Möhnetal-Radweg nehmen, doch Google Maps führte uns direkt in den Wald hinein. Das letzte Stück vor dem Ortseingang Warstein verlangte uns alles ab. Bergab rollten wir danach ins Städtchen und direkt auf die Brauerei zu. Erst bei der Rückfahrt fanden wir den Radweg. Über Belecke kehrten wir dann zurück nach Rüthen. Der Aufstieg ins Zentrum war hart und zwang uns von den Rädern. Glückseelig schliefen wir noch vor 21.00 Uhr ein.
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| Altstadt von Belecke |
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| Übernachtungsplatz Schulzentrum |
Platz: Parkplatz am Schulzentrum neben einer Kita
Lage: ruhig, zentrumsnah, direkt gegenüber von Aldi/Edeka
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Begrabt mich mal am Lennestrand
Wo die Misthaufen qualmen, da gibt's keine Palmen (Sauerland)






















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