Lüneburger Heide
Was für eine Ruhe? Nur Vogelstimmen sind zu hören. Kein Autolärm, keine Menschen, keine Flugzeuge. Wir sind mitten in der Lüneburger Heide, atmen tief ein und schließen unsere Augen, um diese Stille zu genießen. Hammer. Dann öffnen wir wieder unsere Augen und bestaunen diese Weite dieser schönen Heidelandschaft. Wir wandern gerade zum höchsten Berg in Niedersachsen, dem Wilseder Berg. 169 m ist er hoch. Wahrlich keine Hochalpinentour. Trotzdem ist es hier auch ohne blühende Heide wunderschön.
Wir starten in Oberhaverbeck am Parkplatz. Hier gibt es sogar eine Wandertour für Rollstuhlfahrer. Echt klasse! Dann überqueren wir die Bundesstraße L201 und folgen dem Bach Haverbeck hinein ins Naturschutzgebiet. Vorbei an Ziegen und Heidschnucken sieht man bald kein Haus mehr am Horizont. Nur noch Heide und Gräser. Und unseren Berg. Auf dem Gipfel schossen wir natürlich noch ein Foto und machten uns dann an den Abstieg.
Die Sonne schien uns ins Gesicht. Einen Stuhl holten wir raus. St. Pauli führte 4:0 gegen Würzburg. Erschöpft saßen wir am WoMo und schauten den anderen Menschen zu. Nach einer Stunde schmissen wir uns nochmal auf die Räder, um diese schöne Gegend hier bei uns zu erkunden. Einen kleinen Bogen von 10 km radelten wir ab, leider mit echten Knieproblemen. Als wir zurückkamen waren die meisten WoMos wieder abgereist. Hatten die Angst vor dem Ordnungsamt? Dann gab es ein Schöfferhofer Grapefruit und einen Prosecco am WoMo, bevor wir Nudeln mit Scampis, Pesto, Tomaten und Ruccola kochten. Lecker …
Zum Sonnenuntergang gingen wir nochmal raus. Das war spannender als Fernsehen. Wir sahen zuerst ein einzelnes Reh, dann sogar einen jungen Hirsch mit Geweih, zwei tobende Feldhasen, und dann noch vier Rehe, die über die offene Heidelandschaft liefen. Das war für uns noch ein richtig schöner Tagesabschluss.
Auch die zweite Nacht war ruhig. Nach einem Diät-Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen, ver- und entsorgten das WoMo und fuhren ins 17 km entfernte Schneverdingen. Nach ein paar Abstimmungsproblemen parkten wir Karlchen auf einem Wanderparkplatz und liefen los Richtung Wümmeberg. Der Pfad verlief total idyllisch zwischen Misch- und Kiefernwald. Wir waren ganz allein. Die Sonne schien durch die kargen Bäume hindurch.
Weiter ging es Richtung Tütsberg. Hier waren wir zum Teil gestern schon mit dem Fahrrad lang gefahren. Die letzte Streckenabschnitt war etwas langweilig, weil es kilometerlang nur geradeaus ging. Trotzdem war dies eine schöne Wanderung von knapp über 7 km zum Abschluss unserer WoMo-Wochenendtour in die Lüneburger Heide.
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