Wanderung 27: Besenhorster Sandberge

Du kennst die Besenhorster Sandberge nicht? Kein Problem, kannte ich auch nicht. Es handelt sich dabei um ein Naturschutzgebiet nahe der Geesthachter Schleuse an der B404, wo unser Ausgangspunkt lag. Gegenüber des Parkplatzes saß ein weißer Raubvogel im Baum, doch leider wurde es ihm zu mulmig als ich für ein Foto die Straße überquerte. Er machte sich aus dem Staub.

Bei eisigen Temperaturen von -4°C ohne Ostwind schauten wir uns zuerst den zugefrorenen Seitenkanal der Elbe an. Die Sonne schien und es war keine Wolke am Himmel zu sehen. Dann ging es auf zu unserer Wandertour. Die ersten Meter mussten wir direkt am Elbe-Kanal entlang laufen. Bei der Betonfabrik war der Eingang ins Naturschutzgebiet "Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen". Der Schnee war platt getreten und man konnte gut auf den Wegen gehen. 


Das spannende an dieser Wanderung war die alte, in ihren Grundmauern stehengebliebende Pulverfabrik Düneberg (Dynamit AG Düneberg), die von 1935 bis Anfang April 1945 Pulverrohmasse aus der Dynamitfabrik Krümmel zu Pulversorten verarbeitet und ballistisch geprüft hat. Ein echter Lost Places. Einiges ließ sich noch mit viel Fantasie erahnen, z. B. die aufgrund der strengen Geheimhaltungsvorschriften bepflanzten Dächer, um sich aus der Luft zu tarnen. Viele Gebäude wurden gesprengt und der Kiefernwald holte sich diese Orte zurück. Einige Bewachungstürme waren noch ganz gut erhalten. Wir kletterten überall im Gelände der geheimnisvollen Ruinen herum. 



Unser Weg führte uns weiter parallel zur Lüneburger Straße und dann wieder zurück an die Elbe. Die Sonne hatte an diesem Tag so eine Kraft, dass wir unseren Glühwein auf unserer Decke auf einem Deich genießen konnten. Danach ging es zurück zum Seitenkanal der Elbe, auf dem ganz viele kleine Eisschollen schwammen, zurück zur Schleuse. Nach über 11 km hatten wir unser Ziel erreicht. 



Beschreibung: Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

Entfernung: 11,08 km 

Dauer: 02:37 Stunde

Energieverbrauch: 1.171 kcal

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