Wanderungen 10-13: Weihnachten 2020

Es waren schon besondere Weihnachten unter erschwerten Corona-Bedingungen. Tanja hatte aufgrund des Lockdowns noch komplett frei und ich musste nur noch bis zum 23.12. arbeiten. Der große Run auf die Geschäfte blieb aus und nicht einmal in den Supermärkten war es brechend voll. Wahrscheinlich verteilte sich der Ansturm so viel besser, so dass das Einkaufen wirklich entspannt war. 

Wegfahren durften wir aufgrund des Beherbergungsverbots leider nicht. Zu gern wären wir an den Rand der Alpen gefahren, um dort eine Woche Urlaub zu machen. Doch all das war uns corona-bedingt untersagt. Und wir wollten uns ja an die ausgegebenen Regeln auch halten. Seit Sonntag, 27.12.2020 wird in Deutschland geimpft. Aber bedeutet der jetzt zugelassene Impfstoff wirklich das Ende des Corona-Virus?


 Wanderung 13: Ernst-August-Schleuse

An dem Sonntag nach Weihnachten wollten wir eine Wanderung am Ernst-August-Kanal in Veddel machen, doch wir fanden den Kanal nicht. Hört sich witzig an, aber war echt so. Die Schleuse fanden wir problemlos, doch wir fanden keinen Weg am Kanal. 

So kam es dann, dass wir nur am Spreehafen entlangspazierten. Ein eiskalter Wind peitschte uns an diesem Tag ins Gesicht. Auch das war ein Grund, warum wir - trotz ausreichender Kleidung - nicht länger draußen sein wollten. An diesem Tag spazierten wir nur 2,47 km den Deich entlang. Das hatten wir uns mit dem Ernst-August-Kanal etwas anders vorgestellt. 



Wir fuhren dann noch zum Hafenmuseum, um uns dort das Segelschiff "Peking" anzusehen. Dieser Frachtsegler wurde 1911 von der Hamburger Reederei Blohm & Voss gebaut und lag ab 1974 als Museumsschiff in New York. Jetzt holte mal die nicht fahrtüchtige Peking in einem schwimmenden Dock über den Altlantik zurück nach Hamburg. 



 

Wanderung 12: Henstedter Moor/Alsterquelle

Am 2. Weihnachtstag waren wir nachmittags bei Tanja's Schwester Ilona & Sascha in Henstedt-Ulzburg eingeladen. Das nutzten wir, um uns dort in der Nähe ein weiteres Wanderziel zu suchen. Schnell stießen wir im Internet auf die Alsterquelle, die dort entspringt. 

Aber wie es so mit allen Quellen ist, ist auch die Alsterquelle alles andere als spektakulär. Und wenn es dort nicht dranstehen würde, dann hätten wir es als die Alsterquelle ganz sicher auch nicht wahrgenommen. Unter einen Gullideckel sprudelt ein bisschen Wasser. Das war's. 



Trotzdem war der Weg durch das Henstedter Moor wirklich sehr schön und abwechslungsreich. Es ging eben nicht nur durch eine Moorlandschaft, sondern auch über Felder und Wiesen. Mit der neu installierten Wander-App "Komoot" hatte Tanja auch die Orientierung wiedergefunden. Der Rundweg führte uns sicher wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück.




Beschreibung: Henstedter Moor

Entfernung: 5,38 km 

Dauer: 01:09 Stunde

Energieverbrauch: 555 kcal

  

 

Wanderung 11: Großer Segeberger See

Unser Ziel am 1. Weihnachtstag war die Umrundung des Großen Segeberger Sees. Es war recht frisch, aber am blauen Himmel war keine Wolke an diesem Tag zu sehen. Tolles Wetter zum Spazierengehen. Wir starteten unsere Wanderung in Stipsdorf entgegen des Uhrzeigersinns, weil wir dort nach aktuellem Sonnenstand nicht im Schatten laufen mussten. 



Der Wanderweg war wirklich gut besucht. Kein Wunder bei diesem tollen Wetter. Der Weg führte fast die ganze Zeit direkt am See entlang. Das war wirklich sehr schön. Und seit Tagen ohne Sonne genossen wir jeden einzelnen Sonnenstrahl auf den wenigen nicht bedeckten Hautpartien. Der Weg führte uns langsam ins Zentrum von Bad Segeberg. Hier war ein Koloss von Hotel und Klinik direkt am See gebaut worden. Wer diese Baugenehmigung erteilt hatte müsste gehängt werden. Dieser Bau verschandelt das ganze schöne Bild vom See. 


Im Zentrum machten wir noch einen Abstecher zum Kalkberg und kletterten bis auf die Spitze. Von dort konnte man die Freilichtbühne der Karl-May-Festspiele sehr gut sehen. Auch diese Veranstaltungen gibt es in diesen Corona-Zeiten nicht mehr. Ein tollen Freilicht-Theater, was mich an meine Kindheit erinnerte. 


Von dort waren es dann nur noch knapp 2 km nach Stipsdorf zurück, wo wir uns auf unser mitgebrachtes Getränk und die selbstgebackenen Keckse freuten. Unterwegs war ja aufgrund des Lockdowns kein Lokal geöffnet, wo wir hätten einkehren können. Das schränkt uns wirklich ein. 


Beschreibung: Seeumrundung Großer Segeberger See

Entfernung: 9,03 km 

Dauer: 02:09 Stunde

Energieverbrauch: 1.075 kcal



Wanderung 10: Friedrichsruh

Auf den Spuren von Box-Legende Max Schmeling, der sich hier im Jahre 1938 im Forsthaus Friedrichsruh als Freund der Familie Bismarck auf seine WM-Titelverteidigung im Schwergewicht gegen Joe Louis in New York vorbereitete und dem extra ein Wanderweg gewidmet wurde liefen wir zunächst einmal orientierungslos in die falsche Richtung. Dann ging es vorbei an dem Forsthaus in den Sachsenwald hinein. Der Weg war ein wenig durchtränkt, aber man konnte den Pfützen noch ausweichen. 



An diesem Heiligabend trafen wir nur noch zwei MTB-Fahrer hier im Wald, ansonsten war es wie ausgestorben leer hier. Stimmt gar nicht, eine Familie mit zwei Kindern überholten wir noch kurz hinter der L208, die wir überqueren mussten. Überall am Wegesrand stapelten sich die gefällten Bäume und wir fragten uns, ob all diese Bäume wirklich krank waren oder aus welchem Grund sie sonst gefällt wurden. 


Laut Wanderführerin Tanja sollten wir an der nächsten Kreuzung wieder links abbiegen und dann nach 120 m einen Wanderweg in den Wald hinein nehmen. Der Weg erwies sich als reinster Matschpfad, wo wir knöcheltief versanken. Ziemlich schnell gaben wir dieses Manöver wieder auf und kehrten zum Hauptweg zurück. Obwohl es erst 14 Uhr war schien es langsam schon dunkel zu werden. Selbst auf der L208 fuhr jetzt kein Auto mehr, an dessen Lärm wir uns orientieren konnten. Aber am Ende fanden wir die Landstraße wieder und somit auch unseren Rückweg zum Auto. 


Beschreibung: Max-Schmeling-Weg, Friedrichsruh

Entfernung: 6,91 km 

Dauer: 01:38 Stunde

Energieverbrauch: 823 kcal

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