Nordseeinsel Föhr

Unsere letzte WoMo-Tour im Corona-Jahr 2020 startete am Mittwochabend und führte uns, nachdem ich eine Currywurst mit Pommes in Rico's Grill in Büdelsdorf gegessen hatte, zunächst auf einen Edeka-Parkplatz im Dörfchen Langenhorn ca. 28 km vor Dagebül. Wohlweißlich der anliefernden LKW's stellten wir uns an den Rand und wachten natürlich in aller Hergottsfrüh auf, weil ein LKW Ware anlieferte. Schon hier prasselte der Regel auf Karlchen. 


Am Donnerstag hatte ich Geburtstag und der Regen wollte einfach nicht aufhören. Wir konnten uns sogar noch auf eine Fähre früher umbuchen. Das Fährpersonal in Dagebül war sehr streng und erwischte uns beim Mogeln der Fahrzeuglänge. Dabei hatte Tanja versehentlich 5035 cm Länge angegeben und Karlchen misst 5350 cm. Auch den Fahrradträger hatte sie weggelassen. Am Ende mussten wir noch 17 € nachlösen und kamen damit auf schlappe ca. 160 €. 

Nach dem Einchecken auf dem Stellplatz in Utersum ging es - natürlich bei Regen - mit dem Linienbus nach Wyk. Der Regen war schon echt lästig. In Wyk fanden wir aber das wirklich super nette Café "Die Insel" am Sandwall. Dort verspeisten wir erst ein leckeres Stück Kuchen, bevor wir jeder zwei Aperol tranken. Echt nett war es dort. Abends ging es dann wieder zurück mit dem Bus. Auf dem Stellplatz wurde heute Abend frische Pizza stückweise verkauft. Die war echt richtig lecker.  

Das Wetter am Freitag war schöner. Wir konnten sogar mit dem Fahrrad nach Nieblum und Wyk fahren. Insgesamt 35 km saßen wir in unserem Sattel. Der Radweg führte meist abseits der Straßen über Felder und relativ nah am Wasser entlang. Nieblum liegt in der Mitte der Insel und ist eines der schönsten Orte. Über Kofpsteinpflaster kommt man an wirklich sehenswerten Friesenhäuser mit Reetdächern vorbei. Hier gibt es auch ein paar Geschäfte, in die es sich zu bummeln lohnt. 



Über den Südstrand fuhren wir auch noch ein zweites Mal nach Wyk und spazierten durch die kleinen Strassen. Natürlich kehrten wir zuvor bei Schapers ein, um dort ein Getränk zu nehmen. Dort prasselte für einen ganz kurzen Moment Regen vom Himmel und das fing so plötzlich an, dass wir uns kaum unter's Dach retten konnten. Schnell war alles wieder trocken. Auf dem Rückweg kämpften wir brutal mit dem Gegenwind. Und abends kochten wir lecker Spaghetti Carbonara selber. Die Nordseeluft machte uns total müde. 

Am Samstagmorgen freuten wir uns wieder über diese super leckeren, frischen Brötchen unseres Bäckers "Stefan's Tortenmanufaktur". Dort gab es sogar einen Mandelzopf so wie früher beim Bäcker meiner Jugend "Zander". Das Wetter wirkte vielversprechend und so machten wir uns mit dem Fahrrad auf dem Weg in die andere Richtung der Insel. Am Deich ging es entlang Richtung Oldsum, um dann weiter nach Alkersum zu gelangen. In Oldsum kehrten wir auf Tipp von Anja ins Café Stelly's Hüus ein. Diese alte Scheune war liebevoll umgebaut und eingerichtet worden. Witzigerweise bediente uns ein ausgewanderter Australier dort, den wir anfangs für einen Dänen oder Holländer hielten. Hier gab es für uns Milchreis und eine Waffel mit Puderzucker. 

Zwischen Oldsum und Alkersum erwischte uns der einsetzende Regen wieder so doll, dass wir uns in einer Bushaltestelle Unterschlupf suchten. Trotz guter Jacken waren unsere Jeans echt durch. Nach Alkersum ging es wieder nach Nieblum, wo wir uns in der Kerzenscheune erstmal trockneten und bei einem Glühwein aufwärmten. Wir waren dann abends froh als wir wieder beim WoMo ankamen. Mit Heizung machten wir es uns dort richtig gemütlich und kochten uns das mitgebrachte Gulasch mit Nudeln noch auf. Hmmmmhhh ... 

Und wie gemein. Am Sonntag, unserem Abreisetag schien die Sonne. Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir zusammen, entsorgen das WoMo, und verließen den Stellplatz. Wir besichtigten noch die Wikinger-Ausgrabungen Lembecksburg, fuhren dann nochmal zum Hofladen nach Alkersum, und parkten dann auf einem Parkplatz in Wyk. Nachmittags gab's noch Dorsch und einen Crepes, bevor wir wieder zum Auto gingen. Als wir dann frühzeitig zum Fährterminal fuhren wurden wir sogar von der Fähre um 16.35 Uhr mitgenommen. So waren wir schon gegen 17.30 Uhr wieder auf dem Festland. 

Fazit: das war mal wieder eine super schöne Tour, auch wenn wir diesmal ein wenig Pech mit dem Wetter hatten. Föhr hat uns gut gefallen, die Nordsee, die Natur, das rauhe Klima. Und wir sind gespannt, wohin uns unsere nächste Tour führen wird ... 









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