Velika Planina

SOMMERURLAUB 2020: 6a. Etappe


Dienstag, 01.09.2020 - Velika Planina 

Fast die ganze Nacht hatte es durchgeschifft. Gegen 7 Uhr kippte ich unser Chemie-WC in die Toilette beim Bauern, dann duschten wir uns dort noch kalt ab, bevor wir zur Verabschiedung zum Bauern gingen. Es war 8.20 Uhr und er fragte uns tatsächlich, ob wir noch einen Schnaps trinken wollten. Das war ein attraktiver, alter Mann. Leider hat ihn der Alkohol schon so sehr in seiner Gewalt. Schrecklich!

Wir bezahlten 20 € für zwei Nächte und es ging weiter. Unser Ziel war die Seilbahn zur Hochalm Velika Planina. Dort kamen wir schon kurz vor 10 Uhr an. Tanja kaufte Tickets für je 17 € und dann mussten wir kurz warten bis wir abfuhren. Ein älteres slowenisches Ehepaar gesellte sich zu uns. Sie waren auf dem Weg zu ihrer Sommerhütte. Wir waren etwas irritiert, dass hier so wenig los war, aber wir entschuldigten dies mit der frühen Uhrzeit. Fünf Minuten dauerte die steile Fahrt mit der Gondel. Danach mussten wir in ein Sessellift umsteigen, der extra für uns angeschmissen wurde. Ganz oben bot sich uns trotz einiger Wolken eine tolle Aussicht. 



Als erstes mussten wir an einer grasenden Kuhherde vorbei. Und ausgerechnet heute hatte ich meine rote Softshell-Jacke an. Doch die Kühe blieben ruhig und gelassen. Anschließend hatten wir einen grandiosen Blick auf die gesamte Hochebene mit all den Hirten-Hütten. Das sah schon klasse aus und erinnerte mich an die Seiser Alm. Erst seit 1960 mit Inbetriebnahme der Seilbahn wurde dieses Gebiet touristisch erschlossen. 1964 wurde der Sessellift dann gebaut. Später folgten dann Ferienhütten, die alle in dem gleichen Stil gebaut wurden. 

Leider mussten wir feststellen, dass keine der Gastronomie-Hütten geöffnet hatte, um dort ein Radler zu trinken. Allerdings war das auch kein Wunder bei diesem Massentourismus. Wir hatten vielleicht insgesamt 10 andere Menschen hier oben getroffen. So spazierten wir durstig bis zur Seilbahn hinunter. Erst an der Talstation gab es das ersehnte Kaltgetränk. Nach 3 Stunden waren wir wieder zum WoMo zurück. Dieser Ausflug hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Und das Wetter wurde besser!

In Kamnik kauften wir bei Spar noch Lebensmittel ein und schlenderten danach noch durch diesen hübschen Ort. Leider kann man auch hier das Sterben des Einzelhandels beobachten. Kaum noch ein Ladengeschäft war hier in Kamnik zu finden. Traurig, aber wahr! 


Nach der Ortsbesichtigung ging es weiter zum Logarski dolina, dem Logatal. Hier fanden wir direkt am Fluss Savinja ein nettes Übernachtungsplätzchen. Es folgte uns noch ein deutsches Pärchen mit einem Dachzelt, die ihr Quartier direkt neben dem Flussbett aufbauten. 

Wir kochten lecker und fühlten uns mit der Natur verbunden. Morgen geht's zum Wandern ins Logatal. Ich freue mich darauf. 

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