Logarska Dolina
SOMMERURLAUB 2020: 6b. Etappe
Mittwoch, 02.09.2020 - Logarska Dolina
Abends hatten wir noch ein paar Probleme mit der Elektrik. Die rote Lampe am Bordcomputer leuchtete auf. Wir beide konnten uns das nicht erklären, denn wir hingen doch gerade zwei Tage beim Bauern in Dolsko am Strom. Tanja googelte nach der Fehlerursache und wechselte eine Sicherung vom Batterie-Ladegerät aus. Jetzt testen wir mal, ob sich die zweite Aufbaubatterie wieder normal verhält. Ansonsten müssten wir die Batterie demnächst mal auswechseln.
Heute Morgen fuhren wir bei 12°C ins Robanov-Tal. Außer uns stand nur ein einziges Auto auf dem Parkplatz. Wir zogen alles an, was der Kleiderschrank hergab und liefen los. Die Wolken bedeckten noch die Berge. Der höchste Berg, der Ojstrica ragte mit 2.350 m über allen anderen. Vorbei am Hof der Familie Robanov ging es hinein ins Tal.
Unser Ziel war die Hütte am Ende des Tals. Dauer der Wanderung: ca. 3 Stunden insgesamt. Auf dem Hinweg kam uns lediglich ein Jäger mit Hund und ein Extremjogger entgegen. Hier war der Tourismus noch so gar nicht angekommen. Herrlich, wir genossen die Ruhe um uns herum.
Das ausgetrocknete Flussbett wirkte auf dem ersten Blick trist und ausladend. Ganz anders waren die sattgrünen Wiesen und Weiden. Auch der Wald war durch seine moosbewachsenen Felsen märchenhaft. Nach 3,5 km erreichten wir die Hütte.
Natürlich hatte diese Gastwirtschaft geschlossen. Das kannten wir ja schon vom Vortag und hatten diesmal Proviant eingepackt. Wir fragten uns wie lange man wohl für die Ersteigung des Ojstricha brauche. Ein Wegweiser am Wegesrand führte zum Berg.
Auf dem Rückweg trafen wir immerhin 7 Leute und zwei Hunde. Die Kulisse um uns herum war schon phänomenal. Die kargen Gipfel der Berge konnten einem schon Angst einflößen. Hier schien die Natur noch mehr Gewalt zu haben.
Gegen 11.30 Uhr waren wir schon wieder zurück. Wir fuhren nochmal zur Hängebrücke zurück, dort wo Karlchen nur knapp unter den Felsen durchpasste. Hammer Foto!!!
Eigentlich wollten wir nur mal gucken, wo das Nachbartal Logarska Dolina anfängt. An dem Abzweig wurden wir gleich angehalten und mussten 8 € Eintritt bezahlen. Los ging’s zur nächsten Wanderung. Es war 13 Uhr und Ziel war der Rinka-Wasserfall.
Zuerst ging es an Eseln, Pferden und Kühen vorbei. Dann folgte wieder ein tristes Flussbett ohne Wasser. In der nächsten Hütte tranken wir ein Radler (Pommes gab es anscheinend nicht). Der Weg war ziemlich steinig und hart. Auf den letzten Metern schwächelte ich ein wenig, doch dann hatten wir unser Ziel endlich erreicht: aus 90 m Höhe fiel hier das Wasser herab. Das war wirklich ein toller Wasserfall, der in dieser Kulisse umgeben von vielen Gipfeln über 2.000 m, grandios auf uns wirkte. Super Fotos schossen wir dort. Direkt am Wasserfall war im Fels eine Bude gebaut. Dort rasteten wir noch bei einem Kaffee und einem weiteren Radler. Toller Anblick war das.
Zurück ging es auf dem Asphalt der Straße. Da hier kaum Autos fuhren war es super entspannt und wir kamen viel schneller voran als auf der Schotterpiste.
Um 16.45 Uhr waren wir zurück beim WoMo, fuhren zum nahegelegenen Bauernhof in Solčava, warfen den Grill an, schnippelten Salat, und dazu gab es gegrillte Cevapcici. Ein toller Tag lag hinter uns!
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