Kappeln an der Schlei


Sonntag
Die Nacht war wieder ruhig und lange nicht mehr so kalt. Diesmal frühstückten wir in einer anderen Bäckerei und das war die richtige Entscheidung. Danach ging es zur Radtour entlang am Ostseefjord Schlei. Wunderschön schlängelt sich hier der Radweg durch die wunderschöne Natur, meist sehr nah am Wasser. Nur 4 km von Kappeln entfernt befindet sich die "Stadt Arnis", ein kleines malerisches Dörfchen mit Fähranleger und schönen Cafés. Auf einem Werftgelände befindet sich sogar ein WoMo-Stellplatz. Hier kann man sicherlich ein tolles Wochenende verbringen. Kleiner Geheimtipp!
  

Unser Plan war es, auf der nächsten Brücke über die Schlei wieder zurück nach Kappeln zu radeln. In Lindaunis tranken wir noch etwas an den Bahngleisen und beobachteten wie diese alte Brücke (gebaut 1924) sich erhob, um größere Schiffe durchfahren zu lassen. Das besondere an dieser Klappbrücke war, dass sich diese Autos und Züge gleichermaßen teilten und hier Radfahrer Vorfahrt hatten. 
 
Es ging vorbei an alten, prunkvollen Bauernhöfen, wunderschönen reetgedeckten Häusern, einladenden Cafés. Wir beiden waren total angetan von dieser Gegend und wollen unbedingt nochmal wiederkehren. Wir können diese Ecke Schleswig-Holsteins nur wärmstens weiterempfehlen!
 

Zurück fuhren wir nur bis Arnis, um dort mit der Fähre überzusetzen. Das klappte auch hervorragend, auch wenn es mich überraschte, dass ich der einzige mit Mundschutz auf der Fähre war. In Arnis gab es einen super leckeren Heidelbeer-Cheesecake mit einem Kaffee an der schönen Strandhalle. Dann ging es zurück nach Kappeln. 
 

Samstag
Die Nacht war bitterkalt. Bis zu 6°C trieben uns in Jogginghose & Co. Die befürchteten Brummis morgens durch unser Schlafzimmer blieben aus. Es war ruhig. 
Zum Frühstück sind wir zu einer Bäckerei nach Kappeln gefahren. Wieder stellten wir fest wie hübsch Kappeln wirklich ist. Süßer Hafen, lebendige Fußgängerzone, nette Restaurants. 
Die belegten Brötchen der Bäckerei Tange gingen so. Das Leben im Ort erwachte so langsam. Sogar einen Elkline-Laden gibt es hier. Wir spazierten einmal hoch und runter und machten uns dann auf zur Fahrradtour nach Maasholm. 
Die letzten Meter fährt man direkt an der Schlei-Ostsee-Mündung nach Maasholm rein - ein kleines, verschlafenes Fischerörtchen mit einer langen Fischerei-Geschichte. Infotafeln mit alten Fotos zeigen von dieser bewegenden Historie. 
Da hier um 11 Uhr nur der Kaufmannsladen geöffnet hatte kauften wir uns dort zwei Radler und tranken diese neben dem Eisladen am Hafen auf einer Bank in der Sonne. Zuvor begutachteten wir auch noch einmal den WoMo Stellplatz. Bevor es wieder zurück ging genossen wir noch ein leckeres Fischbrötchen. Gestärkt ging es dann wieder in die Pedalen, diesmal auf dem richtigen Radweg. 
Der Hafen von Kappeln war im Vergleich zu morgens nicht wieder zu erkennen: So viele Menschen wuselten hier rum. Autos, Motorräder, WoMos, Fahrräder, Ausflugsschiffe. Die Restaurants waren voll. 

Freitagabend
Freitagnachmittag ging es nach der Arbeit los. Der Bulli war gepackt und startklar. Um 17.22 Uhr reihten wir uns im Stau auf der Autobahn ein. Zwei Stunden später erreichten wir Kappeln. 
Direkt am Arnisser Segelclub ASC war ein Parkplatz ohne Beschränkung. Dort waren auch öffentliche Toiletten und Duschen für die Segler. 
Eingeparkt und dann sind wir erstmal im netten Restaurant Tauwerk nebenan etwas trinken gegangen. Es waren innen und auf der schicken Veranda alle Plätze belegt. Ganz außen setzten wir uns auf eine Lounge-Couch zu einem Mutter-Tochter-Gespann, die immer wieder zwischen Deutsch und Dänisch wechselten. Hörte sich ziemlich nach Urlaub an. 
Nach einem Weizen/Aperol ließen wir uns unsere Brotzeit am Bussi schmecken. Dafür hatten wir lecker eingekauft. Wir waren besser vorbereitet als vergangenes Wochenende ... 

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