Slowenische Adria-Küste
SOMMERURLAUB 2020: 4. Etappe
Samstag, 29.08.2020 - Koper
Ich hielt Koper immer für eine dreckige Hafenstadt. Heute wurde ich eines besseren belehrt. Der Radweg D8 war spitzenmäßig ausgebaut und führte ohne große Steigung direkt am Wasser entlang nach Koper. Keine Autos, nur Fahrräder und Fußgänger.
Nach 20 Minuten erreichten wir schon die Altstadt von Koper. Hier war mächtig was los. In einer alten Open Air Halle fand gerade ein Dance-Training statt. Hier wurde so etwas wie Hipp Hopp einstudiert.
Unser Weg führte uns anschließend zum Hafen. Dort nahmen wir den Fahrstuhl zum Marktplatz mit Kirchturm, wo Tanja aus dem Mercator eine eiskalte Cola Zero kaufte und wir Rast machten.
Danach ging es durch schmale Gassen, wo einige Bars echt einen netten Eindruck machten. Im Salzgeschäft kauften wir ein paar Mitbringsel. Wir schlenderten noch über den Markt, entdeckten noch einen Fischimbiss, tranken noch etwas, und dann ging es wieder zurück nach Izola. Kurz vor Izola badeten wir ganz schön mit ein paar Einheimischen an einem Meereszugang. Hier stand sogar eine Dusche, die man mit einer Wertmarke nutzen kann. Und es gibt Trinkwasser, das man sich in seine Trinkflasche abfüllen kann.
Zurück fuhren wir noch einmal durch den Ort, kauften erst im Mercator und später dann noch im Spar um die Ecke was ein. Wir wollten nochmal lecker grillen. Die Supermärkte sind hier modern eingerichtet und halten alles bereit, was man auch in Deutschland bekommt. Öffnungszeiten: Mo - Sa von 8 - 21 Uhr, So 8 - 15 Uhr.
Wir badeten in der späten Nachmittagssonne noch herrlich in der Adria und schmissen dann den Grill an. Heute wollten wir unsere Zeche prellen und keine weiteren 24 € für den Stellplatz zahlen. Mal schauen, ob unsere Rechnung aufgeht.
Der Wind ist stärker geworden und heute zieht nun tatsächlich ein Sturm auf. Wir sind vorbereitet.
Freitag, 28.08.2020 - Piran
Ziemlich lange konnten wir an diesem Morgen schlafen. Erst 8.30 Uhr wurden wir von dem einparkenden WoMo neben uns geweckt. Es war schon echt eng hier auf dem Stellplatz. Kuschelcamping pur.
Nach unserem Drink schnappten wir uns die Badesachen und radelten Richtung Piran los. Es sollten ca. 8 km sein. Dass dabei zwei Berge zu überwinden waren hatte mir unsere Reiseführerin nicht vorher gesagt. Schon die erste Steigung war mega anstrengend und da waren wir noch nicht einmal aus Izola raus. Durch Weinberge ging es hoch und runter. Die Straße bergauf nahm kein Ende. Erst in Portorose hatten wir den Gipfel schweißtreibend erreicht und belohnten uns dafür gleich im Mercator. Dann mussten wir uns nur noch nach Piran runterrollen lassen.
Piran ist so ein zauberhaftes Küstenörtchen. Bildhübsch. Toller Marktplatz, malerische Häuser-Ensembles, hübscher Kirchturm, enge Gassen, sanierte Fassaden, glasklares Wasser ringsum. Damit kann Piran mit allen anderen Adria-Perlen locker mithalten.
Nach einem Aperol Spritz badeten wir an der Promenade. Das war eine super Abkühlung nach der strapaziösen Radtour. Erst als wir wieder getrocknet waren ging’s zur Ortsbesichtigung. Und wir waren begeistert und verzaubert von Piran. Echt süßes Örtchen. Sehr empfehlenswert.
Wir hatten Angst vor dem Rückweg. Begründete Angst. Wir wählten einen anderen Weg, der sich als etwas sanfter präsentierte. Mitten durch Hotel Barbara, auf dem Radweg D8 und später durch einen Fußgängertunnel führte dieser Weg zurück nach Izola. Der Radweg D8 war ursprünglich die Eisenbahnstrecke von Triest nach Porec und wurde umfunktioniert. Auf 37 km kann man alle drei slowenischen Städte an der Adria darüber erreichen.
Donnerstag, 27.08.2020 - Izola
Die zweite Nacht haben wir freistehend auf dem Parkplatz vor Bovec überlebt. Heute ging’s ans Meer. Davon hatte ich so lange schon geträumt, endlich wieder das Meer zu sehen.
Zuerst mussten wir die Landstraße zurück nach Tomlin und Nova Gorica. Die Straßen sind im guten Zustand und sehr gut ausgebaut. Danach nahmen wir die Autobahn Richtung Koper. Der Stellplatz in Izola war teuer und angrenzend an einem PKW-Parkplatz, aber fast direkt am Strand. 24 € kostete hier eine Nacht. Strom und Ver- und Entsorgung inklusive.
Am Strand war es erwartungsgemäß voll. Viele Menschen drängten sich auf wenig Platz, also corona-like. Das Wasser war total klar durch die vielen Steine darin. Man brauchte definitv Badeschuhe.
Am Nachmittag fuhren wir in den Ort Izola rein. Ein wirklich nettes kleines Örtchen mit einem eckigen Kirchturm in der Mitte. Schmale Gassen und ein Hafen machten das Bild komplett. Wir stellten die Räder ab und bummelten durch die Gassen.
Der Stadtstrand war mega voll. Für uns zu voll. In einer Strandbar tranken wir noch einen Aperol Spritz und fuhren dann zurück zum Stellplatz. Grill an und Salat schnippeln. Unseren Tzaziki hatten wir mittags nach unserem Einkauf schon angesetzt.
Wir hatten das Hüftsteak noch aufgetaut und dazu gab es Cevapcici und Salat. Leider war das Steak vom Grill ungenießbar. Keine Ahnung was das für ein Fleisch war. Trotzdem wurden wir auch von den fünf Cevapcici satt. Dem Brot mit Tzaziki sei Dank.
Den ersten super schönen Sonnenuntergang konnten wir hier bestaunen. Kurz nach 20 Uhr ging die Sonne hinter der Steilküste unter. Tanja gewann zwei Partien Backgammon und der Abend war gelaufen. Trotz dröhnender Boxen vom Beachvolleyball gingen wir schlafen und die Musik muss auch kurz danach ausgegangen sein.
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