Sehestedt am Nord-Ostsee-Kanal
Lange war diese Tour an den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) geplant, aber erst jetzt umgesetzt. Bei super Wetteraussichten zog es uns nach Sehestedt. Dort ist direkt am NOK ein Stellplatz für 14 WoMos ohne große Ausstattung. Nur ein Imbiss mit leckerer Currywurst & Pommes befindet sich hier oberhalb des Kanals.
Buchstäblich den letzten Stellplatz ergatterten wir am Freitagabend. Die Plätze sind sehr schmal gefasst, so dass man wenig Platz für Tisch und Stühle hat. Aber eigentlich passt alles wunderbar, wenn nicht neben Dir ein VW Bus steht, der rückwärts eingeparkt hat und die beiden Dicken jetzt direkt in Deinem Wohnzimmer sitzen. Das war das einzige Manko an diesem Platz.
Mit einer Frequenz von über 30.000 Schiffen im Jahr gehört der NOK zu den meistbefahrensten Wasserstraßen der Welt. Und siehe da, wir hatten gerade ausgepackt, da passierte auch schon das erste größere Schiff. Zum Anfassen nah war man hier den Schiffen.
Am Samstagmorgen ging es mit den Fahrrädern Richtung Rendsburg. Direkt am Kanal konnte man super fahren. Zwei Spuren waren asphaltiert, so dass man auch nebeneinander fahren konnte. Ca. 16 km waren es bis Rendsburg. Hier tranken wir am Yachthafen erstmal einen Aperol Spritz, bevor wir uns dann dieses kleine Städtchen ansahen. Es gibt Schlimmeres, aber man hat auch nichts versäumt, wenn man noch nicht in Rendsburg war. Zurück ging es durch einen langen, alten Fußgängertunnel, der an den alten Elbtunnel erinnerte. Unter der hübschen Rendsburger Hochbrücke (Eisenbahnbrücke, gebaut 1913) hindurch führte uns unser Weg auf der anderen Kanalseite wieder zurück. Unterwegs kauften wir noch etwas zum Grillen ein. Vorbei an der Aalkate und dem Himbeerhof fuhren wir zurück zu unserer Fähre, die kostenlos alle Autos und Fußgänger von einem zum anderen NOK-Ufer bringt. Und dann wurde Rind, Hähnchenspieße und eine Schinkenwurst gegrillt ... lecker!
Am Sonntagmorgen ging es dann gleich noch in die andere Richtung. Es war bewölkt und nicht mehr ganz so warm wie am Samstag. An der NOK-Baustelle verfuhren wir uns ein wenig. Ich war gleich schon wieder etwas genervt. Doch zum Glück kamen wir dann an einer wirklich urigen Imbissbude an der Fähre Landwehr raus. Dort teilten wir uns ein leckeres Chilli con carne, bevor es zum anderen Ufer hinüberging. Und auf der anderen Seite mussten wir einen großen Bogen fahren, bevor wir wieder direkt am NOK weiterfahren konnten. Auf dem letzten Stück plagte uns der Gegenwind, denn wir hatten nunmehr über 70 km (an beiden Tagen) in den Beinen. Ich war glücklich als wir wieder die Fähren zum Stellplatz nahmen. Wir belohnten uns prompt mit einem Backfisch und Pommes. Zum Nachtisch gab es sogar noch ein Eis.
... und dann schaukelten wir über die Landstraße zurück nach Hamburg ... das war wieder ein super schönes, erlebnisreiches Wochenende ... und jetzt freuen wir uns riesig auf unseren Urlaub.









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