Geheimtipp Ljubljana
SOMMERURLAUB 2020: 5. Etappe
Montag, 31.08.2020 - Ljubljana
Um 8 Uhr marschierten wir los zur Laze Bahnstation, die ca. 10 Minuten Fußweg von unserem Bauernhof entfernt war. Von hier sollte uns der Zug in weniger als einer Viertelstunde ins Herzen Ljubljana's bringen. Pünktlich fuhr ein moderner Regionalzug vor.
Es war bewölkt und schon an unserer Wahl der Klamotten war zu erkennen, dass man sich heute nicht einig war. Tanja hatte sich für eine lange und ich für eine kurze Jeans entschieden. Regenjacken hatten wir beide dabei. Zum Glück war es aber noch trocken.
Ganz entspannt trudelten wir schon vor 9 Uhr in der Hauptstadt Sloweniens ein. Viele Geschäfte hatten noch gar nicht geöffnet und das Leben erwachte gerade erst. In einem süßen kleinen Cafe tranken wir einen Kaffee mit Croissant. Der Weg in die Altstadt war nur wenige hundert Meter vom Hauptbahnhof entfernt.
An einem Kreisel, der künstlich besprüht wurde, gelangten wir zu einer Brücke, über die wir in die Altstadt kamen. Am Eingang befand sich ein sehenswerter Kiosk mit einer großen Holzfront. Gegenüberliegend befanden sich die Arkaden, die bei Sonnenschein bestimmt super fotogen wirken. Hinter den Arkaden waren Marktstände aufgebaut. Überall waren große Gastronomie-Betriebe mit reichlich Plätzen im Freien. Das Wetter muss hier also überwiegend gut sein. Hinter dem Marktplatz entdeckten wir die Zahnradbahn zum Ljubljana' Schloss hoch oben auf dem Hügel. Auch hier gab's wieder drei Bars, die total einladend aussahen. Es ging weiter durch die Einkaufsstraße am Rathaus vorbei. Sehr schön sanierte Fassaden spiegelten das Stadtbild wider. Hübsch anzusehen. Dann entschieden wir uns für den Fußweg zum Schloss, waren von diesem aber am Ende etwas enttäuscht, weil wir beide übereinstimmten, dass der moderne Teil irgendwie nicht zu dem altertümlichen passt.
Anschließend gingen wir am Kanal Ljubljanica entlang, wo sich wirklich ein nettes Lokal neben dem anderen befindet. Dazwischen sind coole, stylische Cocktailbars. Natürlich wurden wir kulinarisch verführt. Jetzt fing es leicht an zu regnen und sollte den restlichen Tag nicht mehr aufhören. So'n Scheiß!
Am Nachmittag kehrten wir noch bei einem Asiatischen Restaurant ein, bummelten durch Sportgeschäfte, um dann wieder den Zug nach Laze zurück zu nehmen. Es war ein toller Ausflug nach Ljubljana, auch wenn wir uns etwas schöneres Wetter gewünscht hätten. Tolle Stadt, die man sich gern mal einen Tag lang anschauen kann. Kleiner Geheimtipp, aber ich war wieder einmal froh, dass wir nicht mit dem WoMo in die Stadt fahren mussten.
Den ganzen Nachmittag regnete es. Neben Backgammon machten wir die Planung für die nächste Etappe. Es geht erst nach Velika Planina und danach ins Logatal zum Wandern. Das Wetter verspricht Besserung. Unser nächstes Ziel ist ca. 50 km von hier entfernt. Aber erst müssen wir uns bei dem Bauern für seine Gastfreundschaft bedanken und ihn mit 20 € entlohnen. Ein nettes Plätzchen für einen entspannten Städtetrip nach Ljubljana.
Sonntag, 30.08.2020 - Dolsko bei Ljubljana
Unsere Rechnung ging auf. Es kam kein Kontrolleur mehr. 16 € pro Nacht reicht auch für diesen Stellplatz.
Ganz sicher gibt es in Kroatien viel schönere Plätze am Meer, aber wir waren dankbar, dass wir trotz Corona-Krise überhaupt das Meer zu spüren bekamen. Darüber freuten wir uns richtig!
Heute nahmen wir Abschied von der Adria. Es ging Richtung Hauptstadt Ljubljana. Irgendwo hatte ich gelesen, dass dies noch ein Geheimtipp für einen Städtetrip sein soll. Ich glaub das war bei Lonely Planet. Ich bin gespannt.
Die Entfernungen in Slowenien sind echt überschaubar. Nach Ljubljana sind es vom Meer nur 105 km. Zu unserem Zwischenstopp nach Predjama waren es sogar nur ca. 60 km. Wir wollten uns die gut erhaltene Höhlenburg Predjamski Grad und deren Höhlen anschauen. Es regnete immer wieder und deshalb grätschte diese Burg in unser Programm.
Um 11 Uhr begann die Führung auf deutsch gemeinsam mit zwei anderen Pärchen. 17 km ist die Höhle lang. In ihr leben 8.000 Fledermäuse in 14 verschiedenen Arten. In der Höhle sind stetige 10°C. Über Leitern bewegten wir uns in der Höhle. Es war verdammt feucht hier unten. Und dunkel, und ruhig.
Oberhalb der Burg endete die Führung. Das hat der slowenische Führer echt gut gemacht. Am Ende gab's ein kleines Trinkgeld für ihn. Danach ging es zur Burgbesichtigung.mit Audiogerät. Das war schon faszinierend wie die Burg in den Fels integriert wurde. Aber es war kein Zuckerschlecken hier auf der Burg zu leben: Kälte, Feuchtigkeit und ständige Bedrohung machte den Bewohnern zu schaffen. Ausgeklügelt war das Auffangbecken für Trinkwasser und die kleinen Kanäle dafür im Fels.
Gegen 14 Uhr ging es weiter nach Ljubljana. Auf dem Weg kauften wir auf der letzten Rille noch etwas bei Hofer ein. Es schüttete mal wieder wie aus Eimern. In einem kleinen Dorf nördlich von Ljubljana hatte Tanja einen Bauernhof rausgesucht, der Stellplätze für WoMos anbietet. Von der Straße riefen uns drei Männer zu sich ran und wollten wissen was wir trinken mögen. Alle drei hatten schon ein paar Lampen an. Es wurde auf englisch, deutsch, slowenisch, und mit Händen und Füßen erzählt. Dann sollten wir uns den Platz ansehen. Und der sah total super aus. Außer uns standen dort noch drei deutsche Bussi's. Landvergnügen auf slowenisch.
Nachdem wir mit ein paar wenigen Problemen die Glühbirne vorne links wechselten gab es Nudeln mit Schinken und Champignons in Gorgonzola-Sauce. Sehr lecker.
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