Das Soča-Tal
SOMMERURLAUB 2020: 3. Etappe
Mittwoch, 26.08.2020 - Soca-Trail
Um 6 Uhr ging aufdringlich unser Wecker. Mit dem Fahrrad fuhren wir zur Bushaltestelle nach Bovec. Im Supermarkt gab es ofenfrische Croissants und einen Cappuccino. Los ging’s.
Die Fahrt bis Izvir Soce dauerte ca. 40 Minuten. Wir schenkten uns den Abstecher zur Quelle und suchten mit Streit den Anfang vom Wanderweg. Hier plätscherte die Soca noch ganz gemächlich. Das Soca-Tal war wunderschön und hat uns beide total begeistert. Das smaragdgrüne Wasser in den unterschiedlich großen Gumpen war einfach super fotogen.
Zuerst führte der Trail unsexy an der Straße entlang. Der erste Abzweig führte zur Mlinarica-Schlucht. Irgendwann überquerten wir die Straße und der Weg führte nur noch direkt am Fluss durch die Natur. Einfach super schön. In Trenta hatten wir die ersten 6,95 km hinter uns und nahmen nach einer Mittagspause den Bus um 12.40 Uhr nach Soca.
Ab Soca drängelte sich der Fluss durch eine super sehenswerte Schlucht. Eigentlich hatten wir vor, nach Bovec zurück zu gehen, doch wir überschätzten uns. Nach weiteren 7,70 km mussten wir uns beeilen, um den nächsten Bus zu erwischen. Fix und fertig kamen wir an der Bushaltestelle an. Schimpfend und fluchend saß ich nun am Bushäuschen und konnte nicht mehr. Viel war mit mir auch nicht mehr anzufangen. Es gab noch einen Burger mit Pommes zum Abendessen. Und ein unschlagbares Eis auf einer Waffel mit Nutella. Das war fett. Wieder rollten wir zum WoMo zurück und nun konnte endlich der Schweiß des ganzen Tages mit einer Dusche bekämpft werden. Tanja machte drei oder mehr Kreuze. Halb neun lagen wir fix und fertig im Alkoven. Keine fünf Minuten später waren wir eingeschlafen.
Dienstag, 25.08.2020 - Kanin auf 2.587m
Früh morgens brachen wir vom Stellplatz in Srednja vas auf, nachdem wir uns entsorgten und Frischwasser auftankten. Im Mini-Mercator des Ortes kaufte uns Tanja noch frische Brötchen. Knapp 100 km waren es ins Soca-Tal ohne die 55 Haarnadelkurven der Nordroute über Kranjska Gora. Wir entschieden uns für die Südroute.
Nach 2,5 Stunden erreichten wir Bovec im Soca-Tal. Zielstrebig parkten wir an der Kanin-Seilbahn, packten unseren Rucksack, schnappten uns ein dünnes Jäckchen und ab ging es auf 2.587 m.
25 Minuten dauerte die Fahrt mit der Seilbahn. Wir waren im höchstgelegensten slowenischen Skigebiet. Und es war echt frisch dort oben. Wie eine Steinwüste wirkte es da oben. Wir probierten den einfachsten Hiking-Wanderweg, doch ohne Helm und Stöcke hatten wir hier keine Chance. Außerdem lagen unsere Wanderschuhe zu Hause im Regal. Wir wollten ja eigentlich Badeurlaub in Kroatien machen. Also brachen wir ab und gingen zurück zur Station. Wir wunderten uns noch über ein paar Radfahrer, die sich lebensmüde den Berg hinunter stürzten. Wahnsinn! Dann ging es wieder hinunter mit der Gondel.
Unten angekommen parkten wir Karlchen um und suchten mit den Fahrrädern den Zugang zum Soca-Tal. Vorbei am Flugplatz ging es zu den Campingplätzen direkt am Soca-Fluss. Dort fanden wir den Alpe Adria Trail und die erste Hängebrücke.
Zurück in Bovec tranken wir in einer netten Bar etwas, besuchten die Touri-Info, und aßen dann im netten Lokal Gulasch und Wiener Schnitzel. Dann rollten wir zum WoMo zurück. Am nächsten Morgen wollten wir den Bus um 7.30 Uhr Richtung Soca-Quelle nehmen. Gute Nacht.
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