Bleder- und Bohinjsko-See

SOMMERURLAUB 2020: 2. Etappe 


Montag, 24.08.2020 - Bohinjsko jezero

Nachts regnete es. Morgens hingen die Wolken tief in den Bergen und erst gegen 10.30 Uhr hörte der Regen auf. Es ging mit den Fahrrädern zum See. Auf den ersten Metern schreckte ein Reh aus dem Maisfeld und lief vor uns davon. Dann gelangten wir zu der Ranch, wo die eine Baby-Miezekatze mit den Pferden kuschelte. Die andere hielt den Boarder-Colli auf Abstand. 

Der See war trotz verhangener Wolken total schön. Keine Hotels, keine Ferienwohnungen, nur Natur. Wir radelten los zur Seeumrundung. Das ging lange gut bis wir an ein ausgetrockneres Flussbett kamen, wo wir die Räder rüber tragen mussten. 14,4 km ist der Weg um den See. 

Ein Teil des Wegs ist mit Fahrrädern nicht befahrbar aufgrund von Wurzeln und Steinen. Der Rest lässt sich ganz gut fahren. Immer wieder hat man einen wunderschönen Blick über den See. Spiegelglatt war das Wasser heute. 

Wir gönnten uns noch eine Portion Pommes und ein Radler am Kletterfelsen und dann ging es den Radweg zurück in unser Dorf Srednja vas. Im Mini-Supermarkt kauften wir noch ein. Danach kamen wir noch an vier Mini-Amys vorbei, bevor es zum WoMo zurück ging. 

Nachmittags testeten wir noch die andere Richtung mit dem Fahrrad. Direkt bei uns ist im Winter ein Skilift, das erklärt auch diesen großen Parkplatz. Dahinter kommt nicht mehr viel nur noch das nächste Dorf. 

Zum Abendessen gab es heute Spaghetti mit Pesto Calabresse und natürlich einen Salat dazu. 


Sonntag, 23.08.2020 - Bohinju (Triglav Nationalpark)

Kaum zu glauben: morgens bereiteten wir Tzaziki selber zu, denn wir hatten gestern Cevapcici zum Grillen eingekauft. Dann nahmen wir unseren morgentlichen Drink, ver- und entsorgten Karlchen, und dann ging es weiter. Ziel war der Nationalpark Triglav. 

10% Steigung war auf der Nebenstraße zu überwinden. Unser Ziel lag mitten im Nationalpark Triglav und war nur 30 km entfernt. Es war ein Stellplatz am Rande eines Dorfes. Für 15 € konnte man hier übernachten. Und hier standen sogar noch zwei Hamburger. Schon um 10 Uhr erreichten wir unser Ziel und bekamen einen Platz in der ersten Reihe. 

Nach einem Kaffee und einem Tee ging es mit den Fahrrädern los zum Ausgangspunkt einer Wanderung in die Mostnica-Schlucht im Voje-Tal. Und diese Schlucht hatte es wirklich in sich. Tiefe ausgewaschene Felsformationen mit smaragdgrünen Gumpen boten sich uns. Wir wanderten durch tolle Natur und langsam kam auch die Sonne durch die Wolken. 

Wir entschieden uns für die große Runde zum Wasserfall. Unterwegs kehrten wir in eine Hütte ein, wo wir neben zwei Radlern mit Grapefruit ein super leckeres Stück Cheesecake mit Schokolade wegputzten. Sehr lecker … hmmm.

Der Weg zog sich ganz schön über eine Hochebene bis wir endlich den Wasserfall erreicht hatten. Und es war genau wie wir erahnten: So spektakulär war der Wasserfall wieder einmal nicht. 

Zurück ging es an drei hübschen Pferden vorbei wieder zur Schlucht zurück. Am Ende hatten wir 10,2 km in den Beinen und waren total zufrieden. Das war eine super schöne Wanderung an diesem warmen, aber bedeckten Tag.

Abends grillten wir hungrig und ungeduldig unsere Cevapcici und schaufelten den Tzaziki in uns hinein. Dass Bayern München an diesem Abend die Champions League gewann bekamen wir gar nicht mehr mit. 


Samstag, 22.08.2020 - Bled/Slowenien 

Über den Loiblpass ging es nach Slowenien. Der Grenzbeamte fragte uns interessiert, ob wir nach Kroatien wollten. Ob er uns das "Nein, wir wollen in Slowenien Urlaub machen" glaubte ist nicht überliefert. Es war Wochenende und voll in dem Tourizentrum Bled. So voll, dass es sich am Ortseingang staute. 

Auf dem Stellplatz bekamen wir den besten Platz am Rand, nachdem wir unser stinkiges Grauwasser entsorgt haben. 25 € kostet hier die Nacht, wahrlich kein Schnäppchen, aber dafür ist Strom inklusive. 

Badesachen eingepackt und los ging’s mit den Fahrrädern zur Seeumrundung. Gleich die zweite Badestelle war unsere. 

Wunderschön türkis lud hier das Wasser zum Baden ein. Bei 33°C war das eine willkommene Abkühlung und machte den Kopf wieder frisch. Inmitten des Sees lag eine Kirche auf einer Insel. Hier war eine Menge los. Die Strandbäder waren voller Menschen. Trotzdem war es total schön hier. Wir waren begeistert. 

Abends waren wir in einer Pizzeria essen. Die Ü60-Italiener am Platz flippten komplett aus und duschten an der Sanistation im Badezeug. Beim Backgammon teilten wir uns noch ein eisgekühltes Grapefruit-Radler und fragten uns wie die sechs Berliner Kerle im Wohnmobil nebenan alle in dem Fahrzeug schlafen wollen. Nicht unsere Baustelle. 

Kommentare