Fahrradtour nach Wedel
Wir hatten uns viel vorgenommen an diesem Samstag. Mit den Fahrrädern ging es über Tonndorf zum S-Bahnhof Friedrichsberg. Dort stiegen wir in die S1 Richtung Wedel. Unser Ziel war Othmarschen, da ich gern mal die noble Waitzstraße sehen wollte. Dort, wo die betuchten Senioren reihenweise in die Schaufenster donnern, weil sie das Gaspedal mit der Bremse verwechseln.
Mit dem Fahrrad ging es jetzt durch Groß Flottbek vorbei an wirklich tollen alten Herrenhäusern Richtung Jenisch Park. Hier war ich zuvor noch nie gewesen. Ein echt sehenswertes Viertel. In Teufelsbrück kamen wir an der Elbe raus. Hier gab es das erste Alsterwasser. Direkt an der Elbe kann man von dort aus nach Blankenese radeln. Total schön. Und wir hatten Glück, dass an diesem Tag mehrere Ozeanriesen auf der Elbe zu sehen waren. Riesige Containerschiffe, die von Lotsen in den Hamburger Hafen begleitet wurden.
In der Kajüte aßen wir zu Mittag einen Salat mit Hähnchenstücken. Hier war ne Menge los. Immer mehr Menschen trafen sich hier am Samstagmittag. Einige lagen bei warmen, aber bewölktem Wetter (26°C) sogar am Elbstrand.
Weiter ging es am Falkensteiner Ufer entlang, am Elbe Camp in Wittenbergen vorbei, das Heizkraftwerk immer näher kommend, zum Schulauer Fährhaus. Hier in Hoft werden alle einfahrenden Schiffe mit Musik und Nationalhymne begrüßt. Unser Endziel war der Beach Club in Wedel, doch hier waren irgendwie komische Menschen unterwegs. Zwar tranken wir hier noch einen Aperol Spritz, aber essen wollten wir hier nichts.
Ursprünglich war mal eine Fahrt von Wedel bis Landungsbrücken mit der Fähre geplant, doch wir beide hatten noch Lust auf Fahrradfahren und konnten so die 24 € sparen. Also ging es zurück nach Teufelsbrück und von dort aus auf eine der HADAG-Fähren, die wir mit unserer Tageskarte nehmen durften. Es ging zuerst über die Elbe nach Finkenwerder. Dort mussten wir in eine andere Linie umsteigen, um zurück zu den Landungsbrücken zu kommen.
Die Schiffe waren echt voll und es war in Corona-Zeiten echt unangenehm, so dicht mit anderen Menschen zusammen zu stehen. Und da wir auf unsere Fahrräder aufpassen mussten, konnten wir nicht einmal oben auf's Deck gehen. Aber wir hatten es dann geschafft.
Zur Belohnung wollten wir bei Julio's Tapas essen gehen. Diese Idee hatten noch viele andere Menschen. Ich habe das Portugiesenviertel selten so voll erlebt. Wahnsinn was hier an Menschen unterwegs waren. Wir bekamen deshalb nur drinnen einen Platz und der war echt unsexy.
Anschließend ging es zum Hauptbahnhof und von dort mit der RB81 zurück nach Rahlstedt. Am Ende des Tages sind wir ca. 42 km mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Wir waren dann auch total fix und fertig und sind schon kurz nach 22 Uhr ins Bett gegangen. Zum Glück bewahrheitete sich nicht unsere Befürchtung, dass wir am nächsten Morgen nicht mehr aus dem Bett kommen sollten ...
![]() |
| Ehemaliges Wasserwerk in Blankenese |
![]() |
| Schulauer Fährhaus |
![]() |
| Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm Höft |











Kommentare
Kommentar veröffentlichen