Das war ein super schönes, verlängertes Wochenende. Schon am späten Mittwochnachmittag fuhren wir mit dem Auto nach Binz. Dort hatten wir eine kleine süße Ferienwohnung gemietet. Den Schlüssel mussten wir noch von der Agentur abholen. Sachen ausladen, hochschleppen, ankommen ... gegen 20 Uhr war es dann soweit ... entspannen.
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| Seebrücke Binz |
Gleich am Donnerstag wollten wir es wissen. Nach einer etwas unruhigen Nacht, was dem supersoften Bett geschuldet war, spazierten wir schon um kurz nach 9 Uhr durch Binz. Eine Bäderhausvilla reihte sich an die nächste. Die Geschäfte waren noch geschlossen und die alte Bäckerei versprach nicht was sie einst war. Für Gosch war es noch zu früh, deshalb machten wir uns mit dem Auto auf Richtung Sassnitz. Vorbei am Port Mukran fuhren wir zuerst am alten Kern von Sassnitz vorbei. Doch dann spazierten wir durch die kleine Gasse, die uns zum Hafen brachte. Sassnitz war nicht groß, aber man konnte die seinerzeitige Bedeutung als Ostseebad durchaus erahnen.
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| Verlassene Bäderhausvilla in Sassnitz |
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| Fischereihafen von Sassnitz |
Nach einer kurzen Erfrischung ging es dann in den Naturpark Jasmund. Spätestens am Parkplatz Hagen waren wir über die Bezahlparkplätze im Winter auf Rügen genervt. Überall, aber wirklich überall mussten man für das Parken bezahlen.
Ungefähr 3,5 km waren es vom Parkplatz bis zum Königsstuhl. Der Weg führte uns direkt durch ein Waldgebiet mit zum Teil vermaschten Pfaden. Doch das Wetter spielte mit und es blieb die ganze Zeit trocken. Der Shuttlebus sollte pro Person 12 € kosten und das sah Tanja so gar nicht ein. Recht hatte sie.
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| Naturpark Jasmund |
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| Umgestürzte Baumwurzel |
Und da lagen sie plötzlich vor uns. Die berühmten Kreidefelsen von Rügen. Von der Victoria Sicht konnte man sie ganz gut sehen, vom Königsstuhl wäre das gar nicht möglich gewesen. Danach ging es auch schon wieder zurück ... natürlich zu Fuß. Und dann kehrten wir direkt bei Gosch ein und bestellten uns beide Thai Penne ... lecker!
Die zweite Nacht konnten wir schon etwas besser auf den weichen Matrazen schlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es an diesem Tag in die andere Richtung nach Sellin. Die Seebrücke ist weltberühmt und wirklich sehenswert. Total fotogen von oben.
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| Seebrücke von Sellin, erbaut 1906 |
Aber auch sonst hat Sellin einiges an Bäderhausvillen aufzubieten. Die Faniermeile Wilhelmstraße ist dafür bekannt. Hat uns gut gefallen dieses kleine Örtchen. Ansonsten waren die Orte Göhren, Putbus und Bergen eher trist bis trostlos. Schnurstracks änderten wir unsere Pläne und fuhren zum Kap Arkona. Und was erwartete uns da? Ein Parkplatz mit einer Tagesgebühr von 5 €. Na super. Raus aus dem Auto, rein in die Bimmelbahn, die uns zu den beiden Leuchttürmen brachte. Von dort sind wir dann zum kleinen Fischerdörfchen Vitt marschiert.
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| Leuchttürme am Kap Arkona |
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| Kap Arkona, nördlichster Punkt Rügens |
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| Abgang zum Fischerdörfchen Vitt |
Beides hielten wir eher für ein Tourinepp, trotzdem war es ganz nett dort oben. Auf dem Rückweg nach Binz kehrten wir dann in einem sehr urigen Restaurant ein. Es hieß "Omas Küche" und versprach deutsche Küche. Sehr lecker war unser Urteil am Ende. Jeder Raum war nach einem anderen Motto eingerichtet und den Köchen konnte man mittels Webcam bei ihrer Arbeit zuschauen. Gute Idee. Danach wartete wieder die Badewanne auf uns.
Samstag sollte das Wetter schlecht werden. Trotzdem entschieden wir uns gegen Therme und für einen Fußmarsch von Binz nach Prora. Dort wo Hitler einst 20.000 Menschen eine Unterkunft bauen wollte. So ganz wurde dieses Ferienghetto nicht fertiggestellt, aber die einzelnen Blöcke sind wirklich imposant. Heute entstehen hier nach und nach Hotels und Ferienwohnungen. Die paar wenigen Fotos von den Gebäuden habe ich versehentlich gelöscht bevor ich sie übertragen hatte.
Asbestsäcke in Prora |
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| Golden Eye in Binz |
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| Seebrücke von Zingst |
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