Schanze, Gänge, Mellingburg

Das war mal ein Wochenende in Hamburg und das kommt im Sommer nicht so häufig bei uns vor. Samstagmorgen waren wir in einem kleinen portugiesischen Café am Schulterblatt frühstücken. Ich hab die ganze Zeit geglaubt, die Portugiesin hätte sich Franz Beckenbauer auf dem Oberarm tätowieren lassen, doch ich glaub das war er gar nicht. 
Danach folgte ein kleiner Rundgang durch die Schanze. Ich kam nicht auf den Namen Pickenpack, obwohl wir dort relativ viel feierten. 
 
Schulterblatt Nr. 3 - ehem. Bierhaus

Schulterblatt Nr. 3 heute

Das Pickenpack genoss in der alternativen Clubkultur Mitte der Achtziger einen intakten Ruf. Gemeinsam mit dem Zartbitter und der Kleinraumdisco Stairways bildete es ein Bermuda-Dreieck der frühen Schanzen-Szenigkeit. Die Rocker waren verdrängt und dank des gerade wieder aufgestiegenen FC St. Pauli versammelte sich in diesen Läden ein erfrischend buntes Publikum. Sie gaben der ansetzenden Aufwertung des Viertels aber auch bereits Schwung, als die Rote Flora noch ein leerstehendes Kaufhaus mit Musical-Ambitionen war.
Im Grunde wurde das Pickenpack am Ende eines der ersten Opfer seiner selbst. Noch vor der Jahrhundertwende wurde es von einem Kettenrestaurant verdrängt, das dem Schanzenviertel heute gemeinsam mit anderen Läden die Seele raubt. 

Schanze: alternativ provokant



... und kultig




Und es ging weiter zur nächsten Kultdisco der Achtziger: das Madhouse am Valentinskamp. Unser Ziel war aber das berühmte Gängeviertel direkt nebenan. 
Das Gängeviertel am Valentinskamp
Im Grunde sind wir die historische Führung von Vonni's Geburtstagsgeschenk noch einmal nachgegangen. An der Eiskantine vorbei ging es danach Richtung Großneumarkt. Wir wunderten uns noch darüber, dass man hier mitten in der Stadt so ruhig wohnen kann. 
Hummel, Hummel ... Mors, Mors
Tanja wollte unbedingt im schwäbischen Imbiss "Zum Spätzle" in der Wexstraße 31 zu Mittag essen. Und dort gab es leckere Käs'spätzle - eine mächtige Portion reichte vollkommen aus. Und nachmittags schauten wir uns im Kino noch Disney`s König der Löwen an - ein zauberhafter Film, einfach zum Schönheulen. 

Sonntag stand dafür Wandern auf unserem Programm. Wanderführerin Tanja hatte sich die Mellingburger Schleuse und das Rodenbeker Quellental bei Bergstedt rausgesucht. Wanderschuhe an und los ging es. Insgesamt waren wir über 8 km unterwegs und belohnten uns im Biergarten vom Rasthaus "Zum Haselknick" mit einem leckeren Getränk und einer Currywurst mit Pommes. Tolle Wanderung direkt an der Alsterquelle. Hier entspring sie irgendwo. 
Bei der Mellingburger Schleuse




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