Straßenhunde

In keinem anderen Land haben wir so viele Straßenhunde wie auf Sri Lanka gesehen. Meist pennen sie wirklich direkt am Straßenrand und man muss aufpassen, dass man sie nicht umfährt. 

Oder sie streunen umher auf der Suche nach Fressbarem oder einfach nach einem Stück Liebe oder Zuneigung. Bisher wurden wir noch von keinem einzigen Straßenhund angebellt. Alle waren lieb zu uns. Einige haben uns sogar ein Stück begleitet (Ella's Rock, Wasserfall). 

Viele Straßenhunde haben ein Defizit. Vielleicht wurden sie angefahren oder sind anders krank geworden und haben Fell verloren. Oder mussten sich in Kämpfen gegenüber anderen Tieren behaupten. Der Untergrund ist auch hier hart und brutal. Jeden Tag geht's ums Überleben. 









Heute haben wir gerade gesehen, wie ein Pickup mit Käfig auf der Ladefläche Hunde einfängt. Wir sind davon ausgegangen, dass der Wagen von der Auffangstation, von der wir gelesen haben, ist und die Hunde durchgecheckt und kastriert werden. 

In Galle gibt es einen Laden namens Emrak, der sich für die Streetdogs Sri Lankas einsetzt und der Gewinn den Hunden zugute kommt. Auch wir haben dort ein paar kleine Souvenirs gekauft.


Nachtrag: Die schönste Geschichte haben wir aber erst einige Monate später im Fernsehen gesehen. Dort lebte ein Straßenhund in der Nähe von Feldern, die von einem Bauern bestellt wurden. Die Ernte dieser Felder wurde ständig von Affenbanden geplündert. Der Bauer verscheuchte die Affen immer, aber konnte nicht alles an Ernteerträgen retten. Der Straßenhund schaute sich das an und lernte schnell, die Affen viel früher als der Mensch aufzuspüren und zu verjagen. Zuerst wurde auch er vom Bauern verscheucht, bis dieser verstand, dass der Hund ihm helfe wolle. Eine hundertprozentige Ach-Gott-Geschichte!






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