Selbstversuch Alkoholverzicht
Es ist ein Selbstversuch, den ich immer für Quatsch gehalten habe: im Fastenmonat Januar wollen wir gänzlich auf Alkohol verzichten so wie viele andere Menschen auch.
Nach den ersten Tagen fühlt es sich einfach ungewohnt an. Wir trinken alle mit einer derartigen Selbstverständlichkeit Alkohol. Und genau diese Selbstverständlichkeit wollte ich einmal aufbrechen. Und das fällt mir gar nicht so leicht.
Jeder kennt diese Situation: Du kommst nach dem Sport ins Vereinsheim und der Wirt begrüßt Dich wie immer ganz vertraut. Er holt schon wohlweißlich das Weizenglas aus dem Regal und die Pulle Bier aus dem Kühlschrank. Und dann bestellst Du eine Cola Light.
Obwohl ich zuhause nie allein Alkohol trinke und dementsprechend kein Bier vorhalte (Ausnahme manchmal Weizen) ist es super ungewohnt, sich abends mit Freunden zu treffen und keinen Alkohol zu trinken. Man wird häufig als Langweiler abgestempelt oder bekommt die Frage zu hören, ob man krank sei.
... und so schleicht diese Droge durch unsere Gesellschaft und macht viele Menschen total krank. Die Gesellschaft hat sie salonfähig gemacht. Die meisten Menschen streiten ihre Alkoholsucht ab, halten es für lächerlich, aber können sie wirklich noch ohne Alkohol über die Runden kommen? Ich bezweifle das ernsthaft.

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