KULT: Vespa since 1946
Die Vespa (ital. für Wespe) ist ein Motorroller des italienischen Unternehmens Piaggio. Sie zählt zu den weltweit bekanntesten und beliebtesten Rollertypen und hat schon lange Kultstatus erreicht.
Die erste Vespa 98 kam 1946 auf den Markt und trug den Spitznamen „Paperino“ (Entchen). Die Ur-Vespa sollte einfach, sparsam und leicht fahrbar sein – und mit den vorhandenen Produktionsanlagen zu bauen sein. Nach Kriegsende sollte der Antrieb und die Kraftübertragung so einfach wie möglich sein und so entschied er sich für eine Triebsatzschwinge ohne Sekundärkette - aus Materialknappheit. Auch sollte die Vespa keine Motorenteile haben, an denen man sich schmutzig machen konnte. Daher war der Motor komplett verdeckt untergebracht. Der Reifenwechsel sollte so einfach wie bei einem Auto sein.
In den 1950er Jahren wurde die Vespa auch nördlich der Alpen bekannt und zu einem Lieblingsfahrzeug insbesondere der jungen Generation. Jakob Oswald Hoffmann schloss 1949 mit Piaggio einen Lizenzvertrag ab und baute im rheinischen Lintorf ab dem Frühjahr 1950 Vespas für den deutschen Markt. Nach Konkurs der Hoffmann-Werke wurde die Vespa-Produktion in den Messerschmittwerken in Augsburg fortgesetzt.
Das französische Unternehmen ACMA aus Fourchambault entstand 1949 als Zweigwerk von Piaggio. Dort wurden Motorroller auch für das französische Militär gefertigt. Zwischen 1958 und 1961 stellte das Unternehmen auch ein Pkw-Modell her. Der Markenname lautete Vespa. 1962 schloss das Unternehmen.
Das französische Unternehmen ACMA aus Fourchambault entstand 1949 als Zweigwerk von Piaggio. Dort wurden Motorroller auch für das französische Militär gefertigt. Zwischen 1958 und 1961 stellte das Unternehmen auch ein Pkw-Modell her. Der Markenname lautete Vespa. 1962 schloss das Unternehmen.
1965 waren weltweit bereits über drei Millionen Vespas verkauft, danach verebbte ihr Siegeszug in Europa langsam, weil inzwischen für die breiten Massen auch das Automobil erschwinglich wurde. Die Vespa wurde aber in Indien und Teilen Asiens sowie einigen Ländern Afrikas zu einem der wichtigsten Transportmittel und ist es teilweise bis heute.
Der Film "Quadrophenia" von 1979, der den Konflikt zwischen Mods und Rockern in den frühen 60iger Jahren in England behandelt, entwickelt den späteren Kultstatus der Roller. In der Schlussszene fliegt der Vespa-Roller über die Klippenkante und zerschellt ca. 150 m tiefer am Fuß.
Der Film "Quadrophenia" von 1979, der den Konflikt zwischen Mods und Rockern in den frühen 60iger Jahren in England behandelt, entwickelt den späteren Kultstatus der Roller. In der Schlussszene fliegt der Vespa-Roller über die Klippenkante und zerschellt ca. 150 m tiefer am Fuß.
Einige Vespa-Fahrer bezeichnen sich als „Vespisti“, die teilweise in Vereinen, Fahrgemeinschaften und Stammtischen organisiert sind, wobei auch regelmäßige Treffen (Vespa World Days, Nationale Vespa Days, etc.) oder Sternfahrten stattfinden.
Vespa Elettrica – allein der Name dieses E-Rollers hört sich schon nach italienischem Lebensgefühl an. Der Kultroller von Piaggio soll 2018 in der umweltfreundlichen und geräuschlosen Version mit Elektroantrieb und Smartphone-Anbindung auf den Markt kommen, anlässlich der EICMA in Mailand wurde die E-Vespa nun vorgestellt. Das vom Hersteller als Kunstwerk bezeichnete Fahrzeug wird allein wegen seines futuristischen Looks ein Kassenschlager sein.
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| E-Vespa 2018 |
Die motorisierte „Wespe“ (Vespa) hat auch eine Verwandte, die „Biene“ (Ape), die besonders in der Region rund ums Mittelmeer als beliebter Dreiradtransporter bis heute sehr gute Dienste leistet.
VESPA-Impressionen









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