Das Goldene Dreieck: Koksen ist achtziger
Das Goldene Dreieck ist eine Region im Grenzgebiet der Staaten Laos, Thailand und Myanmar, in der Schlafmohn angebaut und zu Heroin verarbeitet wird. Seinen notorischen Ruf als Hochburg der Opium- und Heroinherstellung erlangte das Goldene Dreieck während des Vietnamkriegs, als einerseits der Absatzmarkt für Rauschgift sprunghaft anstieg und andererseits Gelder aus dem Drogenhandel von der CIA zur Finanzierung verbündeter Armeen, z. B. Hmong-Armee in Laos, verwendet wurden. Die Rauschgiftproduktion stieg aber auch nach dem Ende des Vietnamkriegs bis Ende der achtziger Jahre weiter an, eine Folge der verstärkten Nachfrage im Westen.
Die Regierungen der Staaten um das Goldene Dreieck gehen auf verschiedene Weise und mit unterschiedlicher Schärfe gegen den Mohnanbau vor. In Thailand konnte man den Drogenanbau eindämmen. Dazu beigetragen hat der steigende Tourismus sowie die Förderung des Anbaus von Tee- und Kaffeeplantagen. Im wesentlich ärmeren Laos trifft man im Norden sehr viel häufiger auf Einheimische mit Opiumpfeife. Das Land versucht allerdings ebenso den Tourismus anzukurbeln und kann dabei einige Erfolge aufweisen.
Die Party ist vorbei: Vang Vieng war noch bis 2006 ein verschlafenes Dorf am Nam Song-Fluss mitten in einer dschungelartigen Karstlandschaft im Norden von Laos. Jährlich fielen fast 120.000 jugendliche Partyfans über das Provinzstädtchen her. Eine Bar reihte sich an die andere. Aus den unzähligen Discos schallte Tag und Nacht Partymusik. Mojitos und Whisky mit Cola oder thailändischen Energydrinks gab es gleich aus Plastikeimern. Gras, halluzinogene Pilze und Opiumpfeifen waren an jeder Ecke zu bekommen. Vang Vieng war eine asiatische Version europäischer Partyhochburgen wie Lloret de Mar oder El Arenal mit seinem Ballermann - nur heftiger.
Höhepunkt der exzessiven Massenparty war das Tubing. Einige Feiertouristen kamen eigens deswegen nach Vang Vieng. Hunderte von völlig betrunkenen und bekifften Backpackern ließen sich gleichzeitig in alten Lkw-Reifen den Fluss hinabtreiben. Am Uferrand der knapp vier Kilometer langen Flussstrecke standen alle paar Meter Animateure, die Seile auswarfen, um die Besoffenen in ihren Autoreifen aus dem Wasser in ihre Bar zu ziehen. Die Prozedur war immer die gleiche: Nach einem kostenlosen Tiger-Begrüßungsschnaps gab es in Zehn-Liter-Eimern harte Drinks. Auch Joints und andere Drogen wurden ganz öffentlich an der Theke verkauft, berüchtigt war gepanschter Whiskey.
Im Jahr 2011 starben nach offiziellen Angaben 22 Urlauber, viele von ihnen, als sie mit aufgeblasenen Autoschläuchen den Fluss abwärts trieben und an Stromschnellen umkippten. Bis Mitte 2012 gab es sechs Unfalltote. Mit dem Beginn der Hauptreisezeit setzte im Herbst 2012 jedoch ein Umdenken ein: Die laotische Regierung veranlasste den Abriss der Bars und stellte den Verkauf von Drogen unter strenge Strafen. Für das Tubing wurden strikte Sicherheitsregeln eingeführt, die das Leben der Tuber schützen sollen: So ist jeder Teilnehmer verpflichtet, eine Schwimmweste zu tragen und Zwischenstopps sind nicht mehr möglich.
Yaba - die neue Droge: bedeutet übersetzt so viel wie ein Mittel, das "verrückt macht". Die kleinen Methylamphetamin-Tabletten halten tagelang wach, verursachen aber schnell Nieren- und Gehirnschäden. Yaba wird einfach und billig produziert, es gilt als die neue Droge der Mittelschicht und der Jugendlichen. Eine Pille kostet in Bangkok etwa 20 Dollar. "Opium ist etwas für Alte, Heroin etwas für die Looser", sagt ein junger Discobesucher in Bangkok. "Aber Yaba ist cool."
Von Myanmar wird Yaba auf Dschungelpfaden über die Grenze nach Thailand geschmuggelt und von dort weiter in die ganze Welt verschifft. Mittlerweile tauchen die rötlichen Pillen auch in Europa und den USA auf. "Um die Grenze zu bewachen, brauchte man eine ganze Armee", sagt der Grenzpolizist Thiwong.
Methamphetamin ist eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Stoffgruppe der Phenylethylamine. Sie wird sowohl in der Medizin als Arzneistoff wie auch missbräuchlich als euphorisierende und stimulierende Rauschdroge verwendet. Andere Namen sind Metamfetamin oder N-Methylamphetamin; umgangssprachlich und in der Drogenszene wird auch von Crystal Meth, Meth, Ice oder Crystal gesprochen.
In Deutschland wurde Methamphetamin 1938 unter der Marke Pervitin von den Temmler-Werken in den Handel gebracht, die auch bis 2015 noch die Markenrechte hielten. Im Zweiten Weltkrieg diente das Mittel unter den Spitznamen Panzerschokolade, Stuka-Tabletten, Hermann-Göring-Pillen und Fliegermarzipan zur Dämpfung des Angstgefühls sowie zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bei Soldaten, Fahrzeugführern und Piloten.
Methamphetamin ist eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Stoffgruppe der Phenylethylamine. Sie wird sowohl in der Medizin als Arzneistoff wie auch missbräuchlich als euphorisierende und stimulierende Rauschdroge verwendet. Andere Namen sind Metamfetamin oder N-Methylamphetamin; umgangssprachlich und in der Drogenszene wird auch von Crystal Meth, Meth, Ice oder Crystal gesprochen.
In Deutschland wurde Methamphetamin 1938 unter der Marke Pervitin von den Temmler-Werken in den Handel gebracht, die auch bis 2015 noch die Markenrechte hielten. Im Zweiten Weltkrieg diente das Mittel unter den Spitznamen Panzerschokolade, Stuka-Tabletten, Hermann-Göring-Pillen und Fliegermarzipan zur Dämpfung des Angstgefühls sowie zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bei Soldaten, Fahrzeugführern und Piloten.


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