Ausbruch aus dem Nikotinknast

Morgens 6.45 Uhr. Der Wecker fängt leise an zu klingeln. Aufstehen, Kaffee kochen, auf dem Balkon zwei Zigaretten rauchen - STOP. Seit dem 12.11.2017 bin ich aus dem Nikotinknast ausgebrochen und genieße die Freiheit. Kaffee trinke ich immer noch, aber muss dafür nicht mehr draußen frieren. 



Das wäre so wahnsinnig cool, unsere Reise rauchfrei genießen zu können. Ich habe immer gern geraucht, aber es ist einfach so unglaublich dumm: es ist tödlich ungesund, schmeckt nicht, stinkt, und ist dafür einfach viel zu teuer. Aber meine Motivation ist eine andere: wenn wir jetzt drei Monate reisen, wollte ich gern auf den Stress verzichten, mir immer darüber Gedanken zu machen, wo ich die nächsten Kippen kaufen kann.

Wer kennt das nicht auch als Raucher? "Lass uns noch mal schnell eine rauchen." Du nutzt jede Gelegenheit, wenn ein Ereignis ansteht, bei dem Du nicht rauchen darfst (Theaterbesuch, Geburtstagsparty bei Freunden, Sportveranstaltung, Flug usw.). Nach der Veranstaltung dasselbe Spiel. Zigaretten raus und Attacke. Furchtbar. 

Es ist schon spannnend, sich selber zu beobachten: zuerst wußte ich gar nichts mit meiner vielen Zeit anzufangen. Ich bin ruhiger geworden. In der ersten Woche wurde ich schnell müde. Trotzdem fühlte ich mich leistungsfähiger. Das Röcheln wurde von Tag zu Tag weniger. Dafür hustete ich seit einer Woche alles ab. Ich war launisch und gereizt, teilweise auch schlechtlaunig und unerträglich. Nach einer Woche Entzug lässt das Suchtgefühl stark nach. Jetzt atme ich die Luft tief ein und freue mich, mich aus der Nikotingefangenschaft befreit zu haben.

Kommentare